Samsung Exynos 9810: Chip des Galaxy S9 soll doppelt so schnell sein

Samsungs selbst entwickelte M3-Kerne des Exynos 9810 im Galaxy S9 sollen eine enorme Leistungssteigerung aufweisen. Die Grafikeinheit hat zwar weniger Recheneinheiten also zuvor, ist aber dennoch flotter. Auch das LTE-Modell wird schneller.

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Exynos 9810
Exynos 9810 (Bild: Samsung)

Samsung hat den Exynos 9810 vorgestellt, eines von zwei Systems-on-a-Chip für das kommende Galaxy S9. Neu sind die M3-Kerne (Mongoose), welche die Südkoreaner selbst entworfen haben, sowie eine neue Grafikeinheit und ein überarbeitetes LTE-Modem. Obendrein fertigt Samsung das SoC im neuesten eigenen Herstellungsprozess.

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Der ältere Exynos 8895 wurde noch im 10LPE-Verfahren (Low Power Early) produziert, ist beim Exynos das 10LPP-Verfahren. Samsung spricht von einer um 10 Prozent höheren Taktrate oder einer um 15 Prozent geringeren Leistungsaufnahme bei gleicher Chipfläche. Wie groß der Exynos 9810 ausfällt und wie viele Transistoren er hat, verraten die Südkoreaner wie üblich nicht.

Neue M3-Cores aus eigener Entwicklung

Im SoC stecken erstmals die M3-Kerne (Meerkat statt Mongoose) und zwar vier davon. Sie laufen mit bis zu 2,9 GHz statt bis zu 2,3 GHz und sollen doppelt so schnell sein wie die M2-Cores. Ein solch enormer Leistungszuwachs deutet auf einen modifizierten Cortex-A75 samt Dynamiq-Technik hin, Samsung spricht aber ganz klar von Custom-Cores. Die neuen M3 werden mit vier sparsamen Kernen mit bis zu 1,9 GHz kombiniert, bei denen es sich um Cortex-A55 handelt.

Bei der Grafikeinheit setzt Samsung auf eine Mali-G72MP18 statt auf die bisherige Mali-G71MP20. Das ist untypisch, denn üblicherweise steigt bei einer neuen Generation die Anzahl der Rechenkerne statt zu sinken. Der 10LPP-Node scheint so ausgereift zu sein, dass die 18 statt 20 Cluster durch mehr Takt ausgeglichen werden. Die Mali-G71MP20 lief ohnehin mit einer konservativ niedrigen Frequenz von 546 MHz, weshalb Samsung bei der Mali-G72MP18 wohl genügend Taktspielraum hat. Sie soll rund 20 Prozent schneller sein. Das Speicherinterface ist weiterhin 64 Bit breit und bindet LPDDR4X-1800 an, als Massenspeicher wird UFS 2.1 angebunden.

Das Modem schafft 1,2 GBit/s

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Ebenfalls mit im SoC steckt die Logik, um unter anderem einen 3D-Scan des Gesichts zur biometrischen Entsperrung eines Smartphones zu unterstützen. Samsung benennt in diesem Kontext daher einen dedizierten Security-Prozessor im Exynos 9810. Neu ist auch das LTE-Modem, welches 1.200 MBit pro Sekunde im Downstream (Cat18 mit sechsfacher Carrier-Aggregation) und 200 MBit pro Sekunde im Upstream hat. Das Modem kann eine 4x4-MIMO-Antennenkonfiguration und QAM256 ansprechen. Wie erwartet decodiert und encodiert das SoC moderne Codecs wie H.265 oder VP9 jeweils mit 4K-Auflösung bei 120 fps und 10 Bit Farbtiefe.

Der Exynos 9810 wird bereits in Serie gefertigt und wird im kommenden Galaxy S9 eingesetzt, üblicherweise in den Modellen, die in Europa verkauft werden. Unter anderem in nordamerikanischen Geräten steckt hingegen der Snapdragon 845 von Qualcomm.

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