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Samsung CRG9 im Test: Das Raumschiffcockpit für den Schreibtisch

Keine Frage: An das Curved Panel und das 32:9-Format des Samsung CRG9 müssen wir uns erst gewöhnen. Dann aber wollen wir es fast nicht mehr hergeben. Dank der hohen Bildfrequenz und guten Auflösung vermittelt der Monitor ein immersives Gaming-Erlebnis - als wären wir mittendrin.

Ein Test von veröffentlicht am
Der CRG9 ist nichts für kleine Tische.
Der CRG9 ist nichts für kleine Tische. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

PC-Nutzer kennen das: Wenn es um Produktivität geht, dann führt oft nichts an zwei Bildschirmen vorbei. Deshalb hat sich das 32:9-Format etabliert. Solch sonderbar aussehende, überbreite Monitore verbinden zwei 16:9-Panels in einem Gerät - ohne nervigen Rand in der Mitte. Der Samsung-QLED-Bildschirm CRG9 (LC49RG90SSNXZA) ist ein Beispiel. Seine 49-Zoll-Bilddiagonale umfasst zwei 27-Zoll-Anzeigen. Er eignet sich damit wunderbar als Multi-Monitor-Ersatz, oder nicht?

Inhalt:
  1. Samsung CRG9 im Test: Das Raumschiffcockpit für den Schreibtisch
  2. Für das Gaming-Zimmer am hellichten Tag
  3. Für Spiele ein Traum
  4. Verfügbarkeit und Fazit

Jedoch positioniert Samsung seinen 32:9-Bildschirm nicht nur als reines Produktivgerät auf dem Markt. Die maximale Auflösung von 5.120 x 1.440 Pixeln kann mit schnellen 120 Hz wiedergegeben werden. Dazu kommen Gaming-Funktionen wie Freesync und eine möglichst schnelle Panelreaktionszeit. Klar sollen laut Hersteller auch Spieler vom nischigen Ultra-Wide-Format profitieren. Wir stellen fest: In einigen Spielen sorgt das große Sichtfeld für ein immersives Mittendrin-Gefühl, in anderen ist das Format sogar ein fast unfairer Vorteil gegenüber herkömmlichen Monitoren. Es gibt aber auch Anwendungen, die sich gar nicht dafür eignen.

  • Im ersten Teil müssen wir zunächst etwas Platz auf dem Schreibtisch schaffen, denn auch der CRG9 ist ziemlich groß.
  • Im zweiten Teil schauen wir uns das QLED-Panel etwas näher an. Die Helligkeitswerte sind beeindruckend, die Farbwerte eher durchschnittlich.
  • Welche Spiele funktionieren mit dem 32:9-Format besonders gut? Im dritten Teil probieren wir ein paar Titel aus.
  • In einem kurzen Fazit begründen wir noch einmal kurz, warum wir den CRG9 loben können. Für einige Personen könnte er sich aber nicht lohnen.

Nachdem wir eine Weile lang den fast schon karikaturenhaft riesigen Alienware AW5520qf mit 55-Zoll-Diagonale ausprobiert haben, erscheint der Samsung CRG9 fast schon klein. Das täuscht allerdings, denn auf dem Arbeitsplatz nimmt der 49-Zoll-Bildschirm in Breite und Tiefe genauso viel Platz ein. Das liegt auch an dem Curved Panel, das in einem Radius von 1.800r gekrümmt ist. Entsprechend ausladend ist das Gehäuse, denn es ragt an den Seiten fast 40 cm in die Arbeitsfläche hinein. Der Standfuß allein ist 27 cm tief. Vor dem Kauf sollten Nutzer also darauf achten, einen ausreichend großen Schreibtisch zu besitzen.

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Nach dem Aufstellen des Panels merken wir, dass wir uns an die Bildkrümmung erst einmal gewöhnen müssen. Bei einem so weiten Bildformat ist diese aber schlussendlich sinnvoll. Anwender, die von zwei einzelnen Monitoren auf den 32:9-Bildschirm wechseln, werden erfreut sein, da die Ränder an der Seite fehlen. In Windows 10 ist allerdings etwas mehr Fensterschieben notwendig, da das Betriebssystem nur noch zwei seitliche Ankerpunkte an der linken und rechten Seite des Desktops bietet statt jeweils zwei Punkte pro Bildschirm.

Das lässt sich allerdings mit Hilfe des Bild-in-Bild-Modus umschalten. Der Samsung-Monitor kann zwei Signalquellen parallel anzeigen. Wenn wir etwa zwei Displayport-Kabel in die Grafikkarte des Desktopssystems stecken, simuliert das Panel zwei 27-Zoll-Bildschirme im 16:9-Format. Der Bild-in-Bild-Modus ist auch praktisch, wenn wir am gleichen Panel zwei verschiedene Geräte betreiben - beispielsweise einen Fileserver mit GUI-Frontend und einen Windows-Client oder eine Playstation 4 und einen Linux-Desktop.

  • Einige Anschlüsse hinter der Abdeckung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Format ist viel Platz für Fenster. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Krümmung ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In Counter-Strike: Global Offensive sind Verzerrungen erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist Platz für ein Headset. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Monitor nimmt eine Menge Platz ein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Profil ist der Monitor sehr ausladend. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Typisch VA-Panel: Schwächen in Blaubereichen und roten Bereichen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die Krümmung ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wir können den Bildschirm in der Höhe und in seiner Neigung zudem nach unseren Wünschen einstellen. Das ist auch dann hilfreich, wenn wir nicht zentriert vor dem Panel sitzen wollen, so wie wir es von zwei einzelnen Monitoren gewohnt sind. Stattdessen neigen wir das Display zur einen Seite und schauen nach links oder rechts auf den zweiten Bildschirmteil - praktisch. Die Höheneinstellung ist bis zur Oberkante von etwa 53 cm möglich.

Der CRG9 hat insgesamt drei Anschlüsse für Bildquellen: zwei Displayport-1.4-Buchsen und HDMI 2.0. Außerdem können wir einen USB-Hub mit zwei USB-2.0-Ports und zwei USB-3.2-Gen1-Anschlüssen auf der Rückseite nutzen. Das reicht, um etwa Maus, Tastatur und Ladekabel für das eigene Smartphone damit zu verbinden.

  • Einige Anschlüsse hinter der Abdeckung (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf dem Format ist viel Platz für Fenster. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Krümmung ist erst einmal gewöhnungsbedürftig. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In Counter-Strike: Global Offensive sind Verzerrungen erkennbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist Platz für ein Headset. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Monitor nimmt eine Menge Platz ein. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Im Profil ist der Monitor sehr ausladend. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Typisch VA-Panel: Schwächen in Blaubereichen und roten Bereichen (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Im Profil ist der Monitor sehr ausladend. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Ein enormer Vorteil im Büroalltag kann sein, dass der CRG9 nur ein Bildschirmkabel für den Betrieb benötigt, obwohl er die Arbeitsfläche von zwei Bildschirmen bietet. Daran können wir beispielsweise Notebooks anschließen, die über begrenzt viele Anschlüsse verfügen oder selbst an ein Dock mit nur einem Displayport-Ausgang gekoppelt sind.

Doch was ist ein Monitor mit vielen Anschlüssen ohne ein vernünftiges Panel? Samsungs QLED-Display leistet unserer Einschätzung nach gute Arbeit und ist vor allem eines: sehr hell.

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Peal-23 30. Okt 2019

Mich würde Interessieren, wo Unterschiede zwischen den beiden Geräten ist. Samsung...

Max72 22. Okt 2019

Also handelt es sich dann doch um den ebenen Winkel bzw. die Wölbung und nicht um einen...

AlfG 22. Okt 2019

Danke für die Info. Und ich gehe mal davon aus, dass du nicht von10 anderen Notebooks und...

Vögelchen 19. Okt 2019

Ich habe schon einiges an Scifi gesehen, auch Innenansichten von Raumkapsel, MIR, ISS...

ZyzyX 19. Okt 2019

"Problemlos" in sofern das der Bildschirm weniger Pixel als 4 K hat. Viel Unterschied...


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