Samsung: Auch das Galaxy S5 wird mit Region-Lock ausgeliefert

Nach der Aufregung um den Region-Lock beim Galaxy Note 3 und anderen Top-Modellen Samsungs liefert der südkoreanische Hersteller auch das neue Galaxy S5 mit der Regionalsperre aus. Auf dem Karton klebt der gleiche Aufkleber wie bei den anderen betroffenen Modellen: Er weist darauf hin, dass das Smartphone in Europa nur mit einer SIM-Karte eines europäischen Netzanbieters genutzt werden kann.

Wer eine SIM-Karte aus einem anderen Teil der Welt verwenden möchte, muss mit dem Galaxy S5 zunächst mindestens fünf Minuten lang mit einer europäischen Karte telefonieren, um die Sperre aufzuheben. Samsung hat den Region-Lock bisher neben dem Galaxy Note 3 auch für die Modelle Galaxy Note 2, Galaxy S4, Galaxy S4 Mini und Galaxy S3 eingeführt, sofern diese nach dem Juli 2013 hergestellt wurden.
Heftige Nutzerreaktionen
Um ein Gerät ohne die eigentlich dafür vorgesehene SIM-Karte in Betrieb zu nehmen, kann der Nutzer auch bei Samsung anrufen und das Smartphone freischalten lassen. In der Vergangenheit hatte der Region-Lock zu sehr negativen Reaktionen bei den Nutzern geführt. So funktionierten trotz der vorschriftsmäßigen Inbetriebnahme mit einer europäischen SIM-Karte bei vielen Nutzern keine ausländischen Karten.
Nach einem Update schien dieses Problem zumindest beseitigt zu sein – ob der Region-Lock damit komplett abgeschafft wurde, blieb unklar. Samsung selbst zeigte sich nach erstem Bekanntwerden des Region-Lock überrascht über die Reaktionen der Nutzer. Wie die Sperre konkret funktioniert, hatte der Hersteller nicht verraten. Das Galaxy Note 3 wurde aufgrund des Region-Lock bei Online-Händlern abgestraft: In Amazons Online-Shop erreichte das Stift-Smartphone in den Bewertungen zwischenzeitlich nur noch 2,5 von 5 Sternen.