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Samsung: Akku im Galaxy Note 7 hatte vermutlich zu wenig Platz

Experten wollen die Ursache für die Akkubrände im Galaxy Note 7 gefunden haben. Samsung habe es schlicht übertrieben, den Akku möglichst leistungsfähig und dabei kompakt zu halten. Samsungs Untersuchungsergebnisse stehen auch nach zwei Monaten noch aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Galaxy Note 7 hatte wohl einen Konstruktionsfehler.
Das Galaxy Note 7 hatte wohl einen Konstruktionsfehler. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Für den Akku war es einfach zu eng im Galaxy Note 7. Daher kam es vor einigen Monaten wiederholt bei Besitzern eines Galaxy Note 7 zu einem Akkubrand. So lässt sich das Ergebnis der Ingenieure bei Instrumental in Kurzform zusammenfassen, die sich die Konstruktion das Galaxy Note 7 genauer angeschaut haben. Instrumental ist nach eigener Aussage darauf spezialisiert, Geräte auf Fehler im Fertigungsprozess hin zu untersuchen.

Zu wenig Platz für den Akku

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Die Ingenieure von Instrumental haben nach eigener Aussage sehr genau beobachtet, was rund um das in Flammen aufgehende Galaxy Note 7 passiert ist. Samsung hatte immer wieder auf Fehler bei der Fertigung des Akkus verwiesen, für Instrumental erschien das abwegig. Jedenfalls wäre das nach Auffassung von Instrumental kein Grund dafür, das Smartphone komplett vom Markt zu nehmen.

Daher besorgten sich die Ingenieure von Instrumental ein Galaxy Note 7 und untersuchten es - mit einem griffbereiten Feuerlöscher. Dabei bemerkten sie, dass der Platz im Gehäuse für den eingebauten Akku ungewöhnlich knapp bemessen war. Auch wenn ein Akku fest in einem Smartphone verbaut wird, gibt es rund um den Akku etwas Platz im Gehäuse, damit dieser sich ausdehnen kann. Bei der Benutzung eines Lithium-Polymer-Akkus kann sich dieser geringfügig vergrößern. Im Gehäuse muss dafür Platz eingeplant werden.

Druck auf Akku führt zu einem Kurzschluss

Das Gehäuse des Galaxy Note 7 soll keinen ausreichenden Freiraum für den Akku haben. Vor allem die Gehäuserückseite des Smartphones könnte bei normaler Benutzung zu stark auf den Akku drücken. Das führe zu einem Kurzschluss im Akku, in der Folge entzündet sich dieser. Samsung habe also beim Galaxy Note 7 einen möglichst großen und leistungsfähigen Akku in ein möglichst kompaktes Gehäuse bringen wollen. Dabei habe es der Hersteller übertrieben, so dass es zu den Akkubränden gekommen ist.

Demnach hätte Samsung ein neues Gehäusedesign für das Galaxy Note 7 entwerfen müssen, um eine Selbstentzündung des Akkus dauerhaft zu verhindern. Das würde einen enormen Aufwand bedeuten und ist aus Sicht von Instrumental ein nachvollziehbarer Grund, das Galaxy Note 7 stattdessen komplett vom Markt zu nehmen.

Samsungs Ergebnisse lassen auf sich warten

Vor fast zwei Monaten hat Samsung das Galaxy Note 7 vom Markt genommen. Trotz dieser langen Wartezeit gibt es von Samsung noch immer keine Aussagen dazu, was die Ursache für die Akkubrände war. Samsung hatte eine entsprechende Untersuchung in Aussicht gestellt. Derzeit wird erwartet, dass Samsung irgendwann in diesem Monat die Untersuchungsergebnisse veröffentlicht. Wenn Instrumental mit den Untersuchungen nicht falschliegen sollte, müsste Samsung zum gleichen Ergebnis kommen.



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Mithrandir 07. Dez 2016

Es ist nichts unverständlich. Aber du behauptest, dass Leute, die für den Kram, den sie...

Fregin 06. Dez 2016

Es war "einfach" möglich ein Austauschprogramm zum Ersetzen der Akkus anzuleiern, also...

redbullface 06. Dez 2016

Das sind die Fertigungstoleranzen. Wenn derjenige Pech hat, dann hat er Pech. Da hätte...

redbullface 06. Dez 2016

Beim Note 7 ist noch der Stift untergebracht. Das benötigt im Gehäuse ebenfalls Platz.

baumhausbewohner 06. Dez 2016

Es muss alles immer dünner und flacher werden. Und die Akku Laufzeit muss länger werden.


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