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Samsung 960 Pro: Neue M.2-SSD mit 2 TByte und reduzierter Leistungsaufnahme

Vor rund einem Jahr hat Samsung erstmals eine NVMe-SSD vorgestellt, die den Retail-Markt auch für die Konkurrenten öffnete. Auf seinem jährlichen SSD Summit zeigt das Unternehmen den Nachfolger mit erheblich gesteigerter Geschwindigkeit und sehr großen Kapazitäten.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch die 960 Pro mit 2 TByte arbeitet mit dem 2280er-Format.
Auch die 960 Pro mit 2 TByte arbeitet mit dem 2280er-Format. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Auf seinem SSD Summit in Seoul in Südkorea zeigt Samsung den Nachfolger seiner M.2-SSD 950 Pro. Diese wird 960 Pro genannt und ist verglichen mit dem Erstmodell ein deutlicher Fortschritt. Vor allem die geringe Kapazität von maximal 512 GByte pro M.2-Karte konnte Samsung mit der 960 Pro verbessern. Die 512 GByte sind der Einstieg für die Pro-Serie. Zudem wurden die neuen M.2-Karten mit 1 TByte und 2 TByte Kapazität angekündigt. Der Flashspeicher wird in V-NAND-Technik (2-Bit, MLC) gefertigt. Für die 2-TByte-Version nutzt Samsung 16-fach gestapelte 256-GBit-Chips in einem Package und nutzt dafür vier dieser Packages.

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Nicht nur die Kapazität wurde verbessert, auch die Leistungsdaten wurden erhöht. Und das zum Teil enorm, obwohl die 950 Pro technisch bereits beachtlich war, wie unser Test zeigte. Schreibend schafft das neue SSD-Modell 2,1 GByte pro Sekunde. Das ist nah an dem Wert, den der Vorgänger lesend schaffte (2,2-2,5 GByte/s) und mehr als eine Verdoppelung verglichen mit den Schreibwerten des Vorgängers. Lesend erreicht die 960 Pro sogar 3,5 GByte pro Sekunde. Die Werte liegen zwischen Samsungs U.2-SSDs (PM1725a) für Unternehmenskunden sowie den auf dem Flash Summit 2016 vorgestellten OEM-M.2-Karten der 963-Serie.

  • Die 960 Pro gibt es auch mit 2 TByte im M.2-2280-Format. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • SSD 960 Pro (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Die 960 Pro gibt es auch mit 2 TByte im M.2-2280-Format. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Bei Input-/Output-Operationen pro Sekunde hat Samsung ebenfalls die Werte verbessert. Sie sind aber abhängig von der Kapazität des jeweiligen 960-Pro-Modells. Am schnellsten sind die 1- und 2-TByte-Modelle mit 440.000 zu 360.000 IOPS (lesend/schreibend) bei einer Queue Depth von 32 (QD32) und zufälligem Arbeiten (4 Threads, 4 KByte). Das Einstiegsmodell schafft 330.000 IOPS, egal ob lesend oder schreibend.

Von 1,7 auf 1,2 Watt im Ruhemodus

Für die Geschwindigkeit zuständig ist der Polaris-Controller im Package-on-Package-Design, der auf 512 MByte, 1 oder 2 GByte Cache (LPDDR3-RAM) mit kurzen Leitungswegen zugreifen kann. Das entspricht bei jedem Modell rund einem Promille der Flashkapazität. Trotz der höheren Leistung gelang es Samsung, die Leistungsaufnahme zu reduzieren. Die 960 Pro benötigt je nach Modell zwischen 5,1 und 5,8 Watt bei Aktivität. Im Ruhemodus sind es 1,2 Watt. Der Vorgänger war mit einer Spanne von 1,7 bis 7 Watt ein größeres Problem für Notebooks. Die Wattwerte bei Aktivität bleiben damit zwar immer noch in einem Bereich, der im mobilen Segment fast der Leistungsaufnahme von Core-M-Gesamtsystemen entspricht, allerdings dürfte die SSD aufgrund der Geschwindigkeit in der Praxis nur kurzzeitig so viel Energie benötigen.

Da für die hohen Geschwindigkeiten PCI Express notwendig ist, ist im M.2-Slot zwingend eine derartige Unterstützung notwendig. Die 960 Pro nutzt vier PCIe-3.0-Lanes.

Samsung verspricht, dass die SSDs zuverlässig und lange arbeiten. Die Garantie liegt bei fünf Jahren. Außerdem sind die jeweiligen Modelle für 400, 800 und 1.200 TBW (Terabytes Written) spezifiziert.

Als Samsung die SSD 950 Pro 2015 vorstellte, war sie die erste ihrer Art. Samsung wollte den Erfolg seiner SATA-SSDs auf das M.2-Kartenformat übertragen. Den Markt gab es damals nur im OEM-Bereich.

Die SSDs sollen im Oktober 2016 ausgeliefert werden. Einen Preis gibt es bisher nur für das Modell mit 512 GByte Speicherkapazität. Dieser liegt bei rund 330 US-Dollar (ohne Steuern). Das 1-TByte-Modell wird 630 US-Dollar kosten. 2 TByte gibt es für 1.300 US-Dollar.

Nachtrag vom 21. September 2016, 8:14 Uhr

Samsung hat weitere Details bekanntgegeben, die in den Artikel integriert wurden. Zudem hat Samsung mitgeteilt, ab welchem Zeitpunkt die SSD 960 Pro aus Wärmegründen nach 95 Sekunden drosselt. Die 950 Pro wurde laut Samsung bereits nach 63 Sekunden gedrosselt.



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chrulri 26. Sep 2016

Mehr Details dazu gibts bei ComputerBase.de: https://www.computerbase.de/2016-08/samsung...

CrasherAtWeb 21. Sep 2016

Ich verstehe nicht, warum der U.2-Standard im Wesentlichen nur für Unternehmenskunden...

as (Golem.de) 21. Sep 2016

Hallo, Sorry, es sind Hexadecimal Die Packages bei Samsung, wird gleich korrigiert. Danke...

as (Golem.de) 21. Sep 2016

Hallo, huch, der letzte Wert ist natürlich lesend. Ist gleich korrigiert neben einem...


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