Top beim Lesen, gut beim Schreiben
Rein auf dem Papier ist die 950 Pro die bisher schnellste SSD im M.2-Formfaktor, die offiziell für Endkunden gedacht ist. Samsung nennt für das uns vorliegende 256-GByte-Modell eine Leserate von bis zu 2.200 und eine Schreibrate von bis zu 900 MByte pro Sekunde. Besonders viel Konkurrenz gibt es allerdings nicht: Samsungs eigene XP941 ist ein Auslaufmodell und wie die aktuelle SM951 als AHCI- oder NVMe-Version eigentlich ein OEM-Produkt.
Bleiben noch Kingstons HyperX Predator und Plextors M6e als Black Edition, die ebenfalls in M.2-Bauweise mit PCIe-Anschluss verfügbar sind. Wir haben in unseren Benchmark-Diagrammen mehrere beliebte SSDs im 2,5-Zoll-Formfaktor als Vergleich aufgenommen und bewusst auch Intels SSD 750 integriert. Die liegt uns einzig in der 1,2-TByte-Version vor, stellt aber die Referenz dar.
Die SSD 750 basiert allerdings auf den Server-SSDs der P-Reihe und ist daher eher für solche Workloads ausgelegt. Anders als die 950 Pro drosselt sie unter Dauerlast nicht und erreicht sehr viel höhere Input/Output-Operationen pro Sekunde, die Leistungsaufnahme beträgt dafür bis zu 22 Watt.
Bei Alltagsanwendungen wie dem Kopieren von gemischten Dateien - kleine wie große, komprimierbare und nicht komprimierbare - kann sich Intels SSD nicht von der 950 Pro absetzen. Beide duplizieren unser 50-GByte-Datenpaket in knapp unter drei Minuten, einzig Samsungs SM951-NVMe ist einen Tick schneller fertig. Ein Blick auf weitere Messwerte zeigt, warum das so ist.
Bei sequenziellen Lesevorgängen liegt mal die 950 Pro und mal die SSD 750 vorne, die SM951-NVMe dahinter. Werden jedoch Daten sequenziell geschrieben, setzt sich Samsungs OEM-Kärtchen teils an die Spitze oder ist nur wenig langsamer als die SSD 750. Große Unterschiede ergeben sich erst, wenn eine Warteschlangentiefe mit mehreren oder sehr vielen Befehlen gestartet wird, dann ist die Intel-SSD durch ihren Server-Hintergrund unschlagbar.
Hierzu die übliche Anmerkung: Mehr als drei oder vier Befehle sind im Consumer-Umfeld, also bei einem Spielerechner oder einer Workstation für Videoschnitt, selten. Zudem limitieren oft andere Komponenten die Geschwindigkeit. Wichtig ist zudem die Treiber-Unterstützung: Samsungs 950 Pro legte durch neuere NVMe-Software in den vergangenen Wochen messbar an Leistung zu, die SM951-NVMe profitiert ebenfalls.
Offiziell bietet Samsung für diese keinen eigenen Treiber an, ab Windows 8.1 liefert Microsoft einen generischen NVMe-Treiber mit. Gegen den spricht in den meisten Fällen nichts, einige Messwerte wie die des AS-SSD-Benchmarks zeigen jedoch krasse Ausreißer. Teils bricht die Leistung auf unter ein MByte pro Sekunde ein. Hintergrund ist die FUA-Funktion (Force Unit Access), bei welcher der DRAM-Cache ignoriert und direkt in den Flash geschrieben wird.
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| Bei Dauerlast drosselt die SSD etwas | Verfügbarkeit und Fazit |










2 statt 4 Lanes.
Mal angenommen ich würde den Kühlkreislauf so laufen lassen das die Samsung auch frische...
Der Traum eines jeden Journalisten, Dichters und gemeinen Forumschreibers, möglich dichte...
Super, vielen Dank für die Anleitung! Process hacker kannte ich noch nicht, aber das...