Samsung 850 Evo: M.2- und mSATA-Kärtchen erhalten mehr Cache
Samsung hat die SSD-Serie 850 Evo als mSATA- und M.2-2280-Kärtchen vorgestellt. Technisch ähneln die neuen Formfaktoren den bisherigen 2,5-Zoll-Modellen stark, die Unterschiede liegen im Detail – und beim Preis. Das M.2-Kärtchen bietet Samsung maximal mit 500 GByte an. Das volle 1 TByte gibt es nur bei der 850-Evo-Variante mit 2,5 Zoll und deren mSATA-Pendant.
Alle Versionen mit 120, 250 und 500 GByte Speicherplatz nutzen den leistungsschwächeren MGX-Controller. Einzig das 1-TByte-Modell verwendet, anders als es Samsung in dem an uns geschickten Datenblatt benennt, den etwas flotteren MEX-Controller mit drei statt zwei ARM-Kernen und acht statt vier Speicherkanälen. Warum? Weil sich Samsung bei der Anzahl der vorhandenen Flash-Packages pro SSD knauserig gibt und statt bis zu acht wie bei der 2,5-Zoll-Version meist nur zwei und seltener vier Chipgehäuse verbaut.
| 850 Evo 120 GByte | 850 Evo 250 GByte | 850 Evo 500 GByte | |
| Controller | MGX, 4 Kanäle | MGX, 4 Kanäle | MGX, 4 Kanäle |
| DRAM-Cache | 512 MByte LPDDR3 | 512 MByte LPDDR3 | 512 MByte LPDDR3 |
| NAND-Packages | 2 x (4 x 128 GBit) | 2 x (8 x 128 GBit) | 2 x (16 x 128 GBit) |
| SLC-Turbowrite | 3 GByte | 6 GByte | 6 GByte |
| Seq. Lesen | Bis zu 540 MB/s | Bis zu 540 MB/s | Bis zu 540 MB/s |
| Seq. Schreiben | Bis zu 500 MB/s | Bis zu 500 MB/s | Bis zu 500 MB/s |
| Schreiben ohne TW | Bis zu 150 MB/s | Bis zu 300 MB/s | Bis zu 500 MB/s |
| Iops lesend (QD32) | Bis zu 97.000 | Bis zu 97.000 | Bis zu 97.000 |
| Iops lesend (QD32) | Bis zu 89.000 | Bis zu 89.000 | Bis zu 89.000 |
| TBW | 75 TByte | 75 TByte | 150 TByte |
In jedem Package stecken 4, 8 oder 16 TLC-Dies mit je 128 GBit, also 64 bis 256 GByte pro Chipgehäuse. Bei der größten mSATA-Version verbaut Samsung vier 256er-Packages, zwei pro Seite. Von diesen 1.024 GByte sind 1.000 GByte für den Nutzer verfügbar, der Rest dient dem Over Provisioning.
Die M.2-Versionen bestückt Samsung nur einseitig, die Kapazität beträgt daher maximal 512 GByte, wovon 500 GByte nutzbar ist. Die Single-Sided-Bauweise mag die Speichermenge begrenzen, ist aber wichtig für den Einbau in besonders dünnen Ultrabooks. Alle M.2-850-Evos unterstützen nur die Sata-6-GBit/s-Schnittstelle und kein PCIe wie etwa die SM951 .
| 850 Evo 120 GByte | 850 Evo 250 GByte | 850 Evo 500 GByte | 850 Evo 1 TByte | |
| Controller | MGX, 4 Kanäle | MGX, 4 Kanäle | MGX, 4 Kanäle | MEX, 8 Kanäle |
| DRAM-Cache | 512 MByte LPDDR3 | 512 MByte LPDDR3 | 512 MByte LPDDR3 | 1 GByte LPDDR2 |
| NAND-Packages | 2 x (4 x 128 GBit) | 2 x (8 x 128 GBit) | 4 x (8 x 128 GBit) | 4 x (16 x 128 GBit) |
| SLC-Turbowrite | 3 GByte | 6 GByte | 6 GByte | 12 GByte |
| Seq. Lesen | Bis zu 540 MB/s | Bis zu 540 MB/s | Bis zu 540 MB/s | Bis zu 540 MB/s |
| Seq. Schreiben | Bis zu 520 MB/s | Bis zu 520 MB/s | Bis zu 520 MB/s | Bis zu 520 MB/s |
| Schreiben ohne TW | Bis zu 150 MB/s | Bis zu 300 MB/s | Bis zu 500 MB/s | Bis zu 520 MB/s |
| Iops lesend (QD32) | Bis zu 95.000 | Bis zu 97.000 | Bis zu 97.000 | Bis zu 97.000 |
| Iops lesend (QD32) | Bis zu 88.000 | Bis zu 88.000 | Bis zu 88.000 | Bis zu 88.000 |
| TBW | 75 TByte | 75 TByte | 150 TByte | 150 TByte |
Bei den Leistungswerten schneidet die M.2-Variante ein wenig schlechter ab als ihre mSATA- und 2,5-Zoll-Pendants. Die DRAM-Cache-Größe ist bei allen Formfaktoren laut Samsung identisch, ein Blick auf die SSDs aber zeigt, dass mindestens 512 statt 256 MByte vorhanden sind. Wie gehabt können einige TLCs als Pseudo-SLCs beschrieben werden, danach sinkt die Geschwindigkeit gerade bei den zwei kleineren Modellen deutlich.
Der MGX- und der MEX-Controller unterstützen eine 256-Bit-AES-Verschlüsselung, die garantierte Lebensdauer (TBW – TBytes Written) beträgt 75 geschriebene TByte (Modelle mit 120 und 250 GByte) sowie 150 geschriebene TByte (Modelle mit 500 GByte und 1 TByte). Der Langzeittest zeigt aber, dass die meisten Modelle mehr TByte verkraften.
Samsung bietet die SSD 850 Evo als mSATA- und M.2-Kärtchen für 80, 130 und 230 Euro an; das 1-TByte-mSATA-Modell kostet 450 Euro. Somit sind die neuen Formfaktoren ein paar Euro günstiger als die 2,5-Zoll-Varianten.
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