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Sammeltaxis: Moia vergrößert Einsatzgebiet in Hamburg

Der Dienst soll enger mit dem ÖPNV verzahnt werden. Dazu dürfen die elektrischen Kleinbusse mehrere konventionelle Bushaltestellen ansteuern.
/ Werner Pluta
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Moia-Bus in Hamburg: Die Nutzung wird für HVV-Abonnenten günstiger. (Bild: Werner Pluta/Golem.de)
Moia-Bus in Hamburg: Die Nutzung wird für HVV-Abonnenten günstiger. Bild: Werner Pluta/Golem.de

Der Sammeltaxidienst Moia wird sein Betriebsgebiet in Hamburg ausdehnen. Zudem dürfen die elektrischen Minibusse künftig auf Einrichtungen des Verkehrsbetriebs Hochbahn nutzen. Die Änderungen gelten ab dem 1. Januar 2023.

Dann können auch Bewohner der Stadtteile Billbrook, Billstedt, Jenfeld, Lurup, Meiendorf, Osdorf, Rahlstedt und Wilhelmsburg die Sammeltaxis rufen. Das Betriebsgebiet vergrößert sich dadurch um etwa ein Drittel – von 200 auf 270 Quadratkilometer.

Zudem dürfen die Moia-Fahrzeuge künftig testweise Fahrgäste an 29 Bushaltestellen der Hochbahn absetzen und aufnehmen. Diese Haltestellen werden durch einen Aufkleber gekennzeichnet. Ziel ist es, Haltepunkte an Verkehrsknotenpunkten zu schaffen sowie den Taxidienst und den regulären öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) weiter miteinander zu vernetzen.

Moia wird mit ÖPNV-Abo günstiger

Zudem wird der Dienst attraktiver für ÖPNV-Nutzer: Wer ein Abo des Hamburger Verkehrsverbunds (HVV) hat, zahlt für eine Fahrt in dem schwarz-goldenen Kleinbus einen Euro weniger.

Moia-Bus – Einführung
Moia-Bus – Einführung (01:07)

Bisher darf Moia nur seine eigenen, virtuelle Haltestellen nutzen. Das sind Stellen an der Straße, an denen die Fahrzeuge halten können, ohne andere Verkehrsteilnehmer oder den Verkehr zu stören. Fahrgäste direkt an der Haustür abzuholen und abzusetzen, ist Taxis vorbehalten. Als Linienbedarfsverkehr im ÖPNV darf Moia aber bereits ÖPNV-Infrastruktur wie Busspuren nutzen.

Mit der Erweiterung des Betriebsgebiets steht der Dienst künftig auch in weniger zentral gelegenen Stadtteilen zur Verfügung. Die alternativen Mobilitätsdienste waren dafür kritisiert worden, dass sie vornehmlich in der Innenstadt agieren, wo eine gute ÖPNV-Infrastruktur zur Verfügung steht. Die ohnehin unterversorgten Außenbezirke hingegen werden weiter vernachlässigt. Das soll sich ändern.

"Wir wollen in Hamburg perspektivisch den Hamburg-Takt einführen und mit ihm den Menschen in der gesamten Stadt Zugang zu einem öffentlichen Verkehrsangebot binnen fünf Minuten ermöglichen. Dafür ist es wichtig, dass wir auch die On-Demand-Verkehre verstärkt sinnvoll in den ÖPNV integrieren" , sagte Anjes Tjarks(öffnet im neuen Fenster) (Grüne), Senator für Verkehr und Mobilitätswende. "Mit dem Pilotprojekt verzahnen wir Ridepooling mit den Bussen der Hochbahn und wollen so sinnvolle Synergieeffekte sowie bedarfsgerechte Mobilitätsangebote in der Fläche erzeugen."


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