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Sammelklage: Google zahlt 11 Millionen Dollar wegen Altersdiskriminierung

Viele Hundert Personen haben Google wegen Altersdiskriminierung verklagt. Sie seien bei Bewerbungsverfahren wegen ihres Alters ungerecht behandelt worden. Das Unternehmen hat sich mit ihnen geeinigt und etwa 11 Millionen US-Dollar an sie ausgezahlt, weist aber die Anschuldigung weiterhin zurück.

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Alter bedeutet laut den Klägern: bei Google kein Job.
Alter bedeutet laut den Klägern: bei Google kein Job. (Bild: Pixabay.com/Montage: Golem.de/CC0 1.0)

Google hat 11 Millionen US-Dollar an Kläger gezahlt und damit ein kontroverses Gerichtsverfahren beendet. Das Unternehmen wurde wegen Altersdiskriminierung im Bewerbungsprozess angeklagt. Die Sammelklage wurde unter anderem auf dem Portal Coutlistener zur Verfügung gestellt. Die 227 Betroffenen erhalten im Durchschnitt jeweils 35.000 US-Dollar, berichtet das Wirtschaftsmagazin Bloomberg. Nebenbei habe sich der Alphabet-Konzern dazu verpflichtet, Personalverantwortliche und Manager in Sachen Alterstoleranz zu unterrichten.

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Ursprünglich wurde Google von Cheryl Fillekes im Alter von über 40 Jahren angeklagt, die sich beim Unternehmen als Softwareentwicklerin beworben hatte. Sie sei trotz ihrer relevanten Qualifikationen und Programmierkenntnisse in sieben Jahren Bewerbungen vier Mal wegen ihres Alters abgelehnt worden.

2,75 Millionen US-Dollar gehen an die Anwälte

"Altersdiskriminierung ist ein Problem in der Tech-Industrie, das angegangen werden muss. Wir sind sehr froh darüber, dass wir eine faire Vereinbarung für unsere Klienten in diesem Fall erlangen konnten", schreibt der Anwalt der Klägerin in einer E-Mail. Die Anwälte aller Parteien erhalten laut Bloomberg etwa 2,75 Millionen US-Dollar an Kompensation.

Google derweil weist die Anschuldigungen noch immer zurück, schreibt Bloomberg. Obwohl sie in die Unternehmensphilosophie gut hineingepasst hätte, habe Fillekes einfach nicht die technische Expertise für den ausgeschriebenen Job gehabt. Es ist schwierig zu sagen, inwiefern das stimmt. Schließlich haben sich mehr als 270 andere Personen der Klage angeschlossen. Google habe allerdings strenge Richtlinien im Einsatz, die Altersdiskriminierung und andere Diskriminierung verhindern sollten.



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Stepinsky 23. Jul 2019 / Themenstart

Wir haben immer wieder mit Googlern im Bereich "Google Ads" zu tun. Zum einen hat man...

Sharra 23. Jul 2019 / Themenstart

Das sollte bei Google wohl eher nicht das Problem sein. Google zahlt gut, wenn die...

IchBIN 22. Jul 2019 / Themenstart

...waren die Altersdiskriminierten schon Ü40 - und nicht erst Ü30... Wer Zynismus findet...

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