Sammelklage gegen Elon Musk: Tesla soll Anleger mit Autopilot-Versprechen betrogen haben
Tesla-Aktionäre haben in Kalifornien eine Sammelklage gegen das Management des Elektroautoherstellers eingereicht. Tesla habe falsche Aussagen über die Effektivität und Sicherheit ihrer Full-Self-Driving-Technologie gemacht. Das werfen die Kläger nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) CEO Elon Musk sowie dem aktuellen CFO Zach Kirkhorn und seinem Vorgänger Deepak Ahuja vor.
In der beim Bundesgericht in San Francisco eingereichte Sammelklage behaupten die Aktionäre, dass Tesla sie mit falschen und irreführenden Aussagen betrogen habe. Das Unternehmen habe verheimlicht, dass seine Technologien "ein ernsthaftes Unfall- und Verletzungsrisiko" darstellen.
Die Kläger bemängeln vor allem, dass Meldungen über Unfälle beim autonomen Fahren immer wieder den Aktienkurs negativ beeinflussen. "Infolge der unrechtmäßigen Handlungen und Unterlassungen der Beklagten und des drastischen Rückgangs des Marktwerts der Stammaktien des Unternehmens haben der Kläger und andere Mitglieder der Sammelklägergruppe erhebliche Verluste und Schäden erlitten" , heißt es in der Klage. Erst in diesem Monat musste Tesla 362.800 Fahrzeuge zurückrufen , woraufhin der Aktienkurs um 5,7 Prozent einsackte.
Teslas Aktienkurs halbierte sich seit einem Hoch von mehr als 350 Euro im November 2021 fast. Nach einem Tiefpunkt von knapp 100 Euro zum Jahreswechsel erholte er sich zuletzt wieder. Aktuell liegt der Kurs bei rund 190 Euro pro Anteil.
Die Sammelklage der Aktionäre ist nicht das einzige Verfahren, dass sich mit Teslas Autopilot beschäftigt. Im August 2022 reichte die kalifornische Verkehrsbehörde DMV Klage ein – wegen irreführender Werbeaussagen . In Kalifornien dürfen Autos mit teilautomatisierten Assistenzfunktionen seit Jahresbeginn nicht mehr als autonom beworben werden . In Deutschland darf Tesla sein System hingegen weiterhin Autopilot nennen .
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