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Sammelklage: Fortnite soll absichtlich so süchtig wie möglich machen

Viele Eltern kennen die Probleme mit überlangen Sessions ihrer Kinder, in Kanada wollen nun zwei Minderjährige gegen Hersteller Epic Games klagen. Das Entwicklerstudio habe Fortnite gezielt so produziert, dass es das am stärksten süchtig machende Spiel sei, sagen ihre Anwälte.

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Artwork von Fortnite Battle Royale
Artwork von Fortnite Battle Royale (Bild: Epic Games)

Ein 10-Jähriger und ein 15-Jähriger haben bei einem Gericht in Montréal die Zulassung einer Sammelklage gegen Epic Games beantragt. Der Vorwurf ihrer Anwälte: Das US-Entwicklerstudio Epic Games habe Fortnite Battle Royale absichtlich so programmiert, "dass es das am stärksten süchtig machende Spiel" sei, zitiert die Zeitung La Presse. Epic habe mit Psychologen gearbeitet und in Versuchen mit Probanden versucht, jeden "Aufmerksamkeitsverlust zu vermeiden".

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Die Anwälte, die für eine Kanzlei namens Calex Légal arbeiten, ziehen mehrfach Parallelen zu den Klagen gegen die Tabakindustrie. Sie suchen nun weitere geschädigte Spieler, die sich der Klage anschließen. Diese werde in Kanada eingereicht, weil dort Regelungen in den Geschäftsbedingungen von Epic Games, die solche Rechtstreite verhindern, nicht gelten würden. Konkrete Forderungen über die Höhe der Schadensersatzforderungen oder Ähnliches gibt es noch nicht - es sei nicht absehbar, welche Kriterien die Richter anlegen würden.

Die Rechtsanwälte werfen Epic Games vor, raffinierte "Belohnungssysteme" in Fortnite integriert zu haben und "Systeme auf Basis künstlicher Intelligenz zu verwenden, um herauszufinden", wann diese am besten funktionieren würden.

Ob und wie diese Behauptungen belegt werden können, ist unklar - ohne Insiderinformationen aus dem Studio dürfte das schwierig werden. Es gilt aber als offenes Geheimnis, dass die Spielebranche tatsächlich versucht, ihre Programme mit Hilfe von Psychologen zu optimieren, um Spieler möglichst lange zu binden und zum Geldausgeben zu verleiten.

Die beiden Jugendlichen haben viele Tausend Spiele in Fortnite bestritten und viel Geld für Ingame-Extras ausgegeben. Der Versuch der Eltern, die Spielzeit ihrer Sprösslinge zu beschränken oder sie ganz vom Spielen abzuhalten, habe zu erheblichen Konflikten in den Familien geführt.

Den Klägern dürfte eine Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) helfen, die Spielesucht 2019 offiziell als Krankheit eingestuft und in ihre Internationale Klassifikation der Krankheiten (ICD-11) aufgenommen hat. Epic Games hat sich zu der Klage bislang nicht öffentlich geäußert.

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Bluejanis 16. Okt 2019

Es geht doch nicht nur darum, ob es uns Spaß macht, sondern dass immer wieder weiter Geld...

Bluejanis 16. Okt 2019

Achso? So einfach ist das? Und die Erziehung soll ich als Kind einfordern?? Das geht...

Bluejanis 16. Okt 2019

Das Problem sind andere Eltern, die das nicht schaffen. Hat das Kind deshalb eine...

hhf1 12. Okt 2019

Das hier ist nur der Versuch, sich an dem Erfolg von Epic Games selbst finanziell zu...

hhf1 12. Okt 2019

Das hier ist nur eine Hexenjagd. Epic verdient verdammt viel Geld mit dem Spiel. Da...


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