Sammelklage eingereicht: Maxwell-Aktionäre wollen Verkauf an Tesla verhindern
Widerstand gegen den Kauf: Aktionäre des US-Unternehmens Maxwell Technologies wehren sich gegen Tesla. Sie wollen den Verkauf des Energiespeicher-Herstellers verhindern.
Tesla hatte Anfang des Monats angekündigt , Maxwell Technologies für etwa 218 Millionen US-Dollar zu übernehmen. Zum Zeitpunkt des Kaufs lag der Wert der Maxwell-Aktie bei gut drei US-Dollar, was einem Unternehmenswert von etwa 140 Millionen US-Dollar entspricht. Tesla hingegen will 4,75 US-Dollar pro Aktie zahlen. Die Übernahme sollte im zweiten Quartal 2019 vollzogen werden.
Einige Anteilseigner haben eine Sammelklage beim Bundesgericht von San Diego eingereicht. In der Klageschrift(öffnet im neuen Fenster) behaupten sie, das Unternehmen sei mit dem Kaufpreis stark unterbewertet. Tesla warfen sie vor, den Maxwell-Vorstand zu dem Verkauf gedrängt zu haben. Tesla habe damit gedroht, die Geschäftsbeziehungen zu Maxwell zu beenden, sollte der Vorstand dem Verkauf nicht zustimmen.
Tesla machte mehrere Angebote
Tesla hatte schon seit einiger Zeit Interesse an Maxwell Technologies. Erstmals gab der Elektroautohersteller im Dezember vergangenen Jahres ein Angebot ab, das Maxwell jedoch ablehnte, ebenso folgende Angebote. Erst als Tesla daraufhin langsam das Interesse verlor, stimmte der Maxwell-Vorstand zu.
Maxwell Technologies stellt Superkondensatoren(öffnet im neuen Fenster) her. Diese haben zwar eine begrenzte Speicherkapazität, sie können aber aber Energie schneller speichern und schneller abgeben. In einem Elektroauto könnten sie Bremsenergie besser rekuperieren und Energie für eine starke Beschleunigung bereitstellen. Weiterer Vorteil ist, dass Superkondensatoren sehr oft geladen werden können, ohne dabei allzu viel Kapazität einzubüßen.
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