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Faeria: Karten und Spielfelder

Faeria vom belgischen Entwicklerstudio Abrakam erweitert das Spielbrett mit Hexfeldern, die stark an Siedler von Catan erinnern. Wo in Hearthstone von jedem Spieler maximal sieben Kreaturen gleichzeitig auf den virtuellen Tisch gelegt werden können, sind die Möglichkeiten der Platzierung von Figuren bei Faeria weitaus vielfältiger. Darüber hinaus muss zuerst Land gebaut werden, und hier gibt es vier verschiedene Typen. Was in Hearthstone die neun verschiedenen Heldenklassen sind, wird in Faeria mit Wasser, Berg, Wüste und Wald abgedeckt. Manche Kreaturenkarten lassen sich erst ausspielen, wenn eine gewisse Anzahl eines bestimmten Landtyps am Spielfeld platziert worden ist.

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Auch der Angriff auf die Helden erfolgt über das Board: Nur, wenn die Figuren neben dem gegnerischen Helden zu stehen kommen, können diese ihn attackieren. Gute Karten und Zaubersprüche alleine sind deshalb erst die halbe Miete, richtiges und vorausschauendes Positionieren sind mindestens so relevant. Viele andere Spielelemente kennt man aber von Hearthstone - sie haben in Faeria bloß andere Bezeichnungen. Das betrifft etwa bestimmte Sonderfunktionen von Karten oder den Arena-Spielmodus, der hier Pandora heißt - dabei stellt man aus mehr oder weniger zugewiesenen Karten ein individuelles Deck zusammen und tritt damit gegen andere Spieler an.

Das erst vergangenen März in der 1.0-Version veröffentlichte Faeria ist nicht nur etwas generöser mit der Ausgabe von Belohnungen und Karten, sondern verfügt auch über weitaus umfangreichere Einzelspielermodi. Es gibt sowohl eine Vielzahl an Kämpfen gegen KI-Gegner als auch Puzzles, in denen man eine bestimmte Stellung und bestimmte Karten zugewiesen bekommt und dann innerhalb eines Zuges den gegnerischen Helden zu Fall bringen muss. Vor zwei Wochen - quasi zeitgleich mit Knights of the Frozen Throne - ist die erste Faeria-Erweiterung, Adventure Pouch: Oversky, veröffentlicht worden, die noch mehr Computergegner und dabei auch Kooperationsmissionen bietet. Wer es herausfordernder möchte, hat darüber hinaus dieselben Player-vs.-Player-Optionen wie in Hearthstone zur Auswahl.

Gwent: ein völlig neues Konzept

Wo Faeria in der E-Sport-Community trotz großen Bemühens der Entwickler noch ein Nischendasein fristet, ist ein anderer Hearthstone-Konkurrent noch vor seinem offiziellen Release gut vorbereitet am Start: Auf der Gamescom wurde die Turnierserie Gwent Masters angekündigt, die mit dem dazugehörigen Spielmodus Pro Ladder verknüpft werden soll. Gwent ist der Kartenspielableger der beliebten Rollenspielserie The Witcher des polnischen Entwicklerstudios CD Projekt Red.

Passend zur Witcher-Spielewelt wirkt Gwent von der Präsentation her erwachsener und dunkler als die bunt und fantastisch in Szene gesetzten Partien in Hearthstone und Faeria. Gwent ist gewissermaßen das Game of Thrones der Sammelkartenspiele: Die Figuren sind korrupt, hinterhältig und niederträchtig, sie legen es auf Macht und Manipulation an. Geblödelt wird hier nicht. Auch der Spielfluss wirkt trockener, obwohl die Grundregeln leicht zu verstehen sind: Es gibt keine Helden, sondern nur Punkte. Pro Zug kann eine Karte gespielt und - sofern es eine Figurenkarte ist - auf eine von drei Ebenen (Nahkampf, Fernkampf und Belagerung) gelegt werden. Jede Figurenkarte hat einen bestimmten Punktewert.

Am Schluss der Runde gewinnt jener Spieler mit den meisten Punkten. Der Clou bei Gwent liegt im Gewinnmodus: Eine gewonnene Runde genügt nämlich nicht; wer eine Partie gewinnen möchte, muss insgesamt zwei Runden für sich entscheiden. Die Karten werden dabei aber nicht neu ausgegeben. Das bedeutet, wer in Runde 1 zu viel Munition verschießt, dem wird später die Puste ausgehen. Eine Partie gewinnt, wer stets nur so viel spielt, wie notwendig ist und auch bereit ist, eine Runde abzugeben, um in der folgenden Runde einen Startvorteil zu haben.

CD Projekt versucht, auch Gelegenheitsspieler mit dem einfachen Grundkonzept von Gwent zu umwerben, doch im Vergleich zu Hearthstone und Faeria wirkt das Witcher-Kartenspiel etwas sperrig. Das ständige Ausbalancieren der Kartenstärke bei fehlender Interaktion der Figuren beziehungsweise Karten untereinander unterstreicht zwar die strategische Tiefe, geht aber auf Kosten eines lebendigen Spielflusses. Gwent hat dennoch einen Ass im Ärmel: So wie schon Hearthstone seit dreieinhalb Jahren mit der Attraktivität einer bekannten Games-Marke um Aufmerksamkeit buhlt, dürfte dieses Konzept auch für CD Projekt erfolgreich sein.

Schon im vergangenen Frühjahr sind Gwent-Showturniere abgehalten worden, bei denen unter anderem Hearthstone-Experten wie etwa der in Wien lebende deutsche Profi Adrian Koy alias Lifecoach angetreten sind. Auf der Gamescom in Köln fand in der vergangenen Woche ein weiteres Turnier mit einem Preisgeld von insgesamt 25.000 US-Dollar statt. Zusätzlich dazu wurde dort auch die Singleplayer-Kampagne Thronebraker angekündigt. Die Veröffentlichung von Gwent ist für dieses Jahr quasi fix, vermutlich wird es schon im Herbst so weit sein. Das Spielen der Open Beta ist bereits jetzt problemlos möglich.

Verbreiterung des Genres

Vor allem Gwent hat das Zeug, Hearthstone in den kommenden Monaten ernsthafte Konkurrenz zu machen - auch, wenn der Weg noch weit ist. Doch schon jetzt ist erkennbar, dass die E-Sport-Szene gut auf Gwent anspringt. Und ist ein Computerspiel einmal als Sportdisziplin etabliert, stärkt dies die Marke und ihre Community nachhaltig. Um eine entsprechende Breitenwirksamkeit zu haben, setzen alle drei Hersteller allerdings auch auf erzählerische Kampagnen und Single-Player-Missionen. Sogar Blizzard Entertainment kann es sich nicht mehr leisten, bei Hearthstone bloß noch neue Karten zu veröffentlichen. So sind in der letzten Erweiterung neue PvE-Missionen gratis beigelegt, die im Wochenrhythmus freigeschaltet werden.

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 Sammelkartenspiele: Konkurrenten von Hearthstone haben gute Karten
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andy01q 12. Sep 2017

Der Schnitt liegt bei knapp 7 Minuten pro Spiel. Manche gehen bis 20 Minuten, aber mehr...

0xDEADC0DE 06. Sep 2017

Und erschweren Einsteigern mit F2P-Decks den Einstieg... Ben Brode würde sicher "Fun...

color 01. Sep 2017

Ja, ein super Spiel. Habe damals Hearthstone ausprobiert und war überhaupt nicht...

MSW112 29. Aug 2017

Eternal geht im Rahmen F2P in der Tat einen sehr schönen weg. Legendäre Karten sind oft...

twothe 28. Aug 2017

Das war auch meine Einschätzung: zu anspruchsvoll um auf dem Markt von heute zu überleben.


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