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Sammelkartenspiel: Blizzard verteidigt Änderungen in Hearthstone

Kein Blut, weniger nackte Haut und harmlosere Namen: Blizzard hat eine Reihe von Karten in Hearthstone entschärft. Teile der Community spotten, andere vermuten Zensur mit Rücksicht auf den chinesischen Markt. Blizzard selbst sagt, dass man die Unterschiede zu World of Warcraft betonen wolle.
/ Peter Steinlechner
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Artwork von Hearthstone (Bild: Bild: Blizzard/Screenshot: Golem.de)
Artwork von Hearthstone Bild: Bild: Blizzard/Screenshot: Golem.de

Ausweiden ist jetzt weniger blutig – zumindest im Sammelkartenspiel Hearthstone. Auf der Karte mit dem Namen Ausweiden waren bislang auffällige Blutspritzer zu sehen. Von denen ist nach dem Update auf Version 14.6(öffnet im neuen Fenster) , das Blizzard am 1. Juli 2019 veröffentlicht hat, nichts geblieben. Auch sonst gibt es Änderungen bei den Grafiken einiger Karten. Die halbnackte Windzornharpie ist nun durch Flügel und Schatten kaum noch zu sehen, die junge Frau auf Geheimnisbewahrerin wirkt ebenfalls züchtiger, das Monster auf Biss wirkt nun mehr wie eine Zeichnung als vorher.

Auch bei den Namen hat Blizzard ein paar Änderungen vorgenommen: Sukkubus heißt nun Teufelspirscher, aus Herrin der Schmerzen wurde Fürstin der Schmerzen. Entscheidend ist hier wohl das englische Original, bei dem das in der Fetischszene verbreitete Wort "Mistress" gegen eine harmlosere "Queen" ausgetauscht wurde.

In der Community ist rasch der Verdacht aufgekommen, dass Blizzard die Änderungen vor allem aus Rücksicht auf den chinesischen Markt vorgenommen hat. Tatsächlich erinnert der Fall an Rainbow Six Siege, bei dem Ubisoft im November 2018 ebenfalls Blut und anzügliche Grafiken entfernt hatte – ausdrücklich mit Rücksicht auf China. Nachdem die Fangemeinde protestiert hatte, nahm Ubisoft die Änderungen wieder zurück .

Hearthstone – Trailer (Retter von Uldum Cinematic)
Hearthstone – Trailer (Retter von Uldum Cinematic) (01:29)

Blizzard nennt allerdings andere Gründe als den chinesischen Markt für den Austausch der Grafiken. Stattdessen gehe es darum, die Aufmachung von Hearthstone einheitlicher zu halten und stärker von World of Warcraft abzugrenzen. "Hearthstone hat ein eigenes Erscheinungsbild und eine eigene Persönlichkeit entwickelt, die es von der von Warcraft unterscheidet" , sagt eine Sprecherin auf Anfrage von Kotaku(öffnet im neuen Fenster) .

Das nächste Großereignis in Hearthstone ist übrigens die Erweiterung Retter von Uldum, die am 6. August 2019 erscheinen soll. Bereits jetzt ist im Vorverkauf(öffnet im neuen Fenster) ein Paket mit 50 Kartenpackungen für 50 Euro erhältlich, ein Paket mit 80 Packungen kostet 80 Euro.


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