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Sambanova: AI-Startup will Datenfluss-Chips anbieten

Gut 450 Millionen US-Dollar Investitionskapital sind vorhanden: Damit plant Sambanova spezielle, rekonfigurierbare Dataflow-Prozessoren für künstliche Intelligenz zu entwickeln. Gegründet wurde Sambanova von Stanford-Professoren, das Geld stammt zum Teil von der Darpa .
/ Marc Sauter
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Rendering eines Datenfluss-Chips (Bild: SambaNova)
Rendering eines Datenfluss-Chips Bild: SambaNova

Sambanova hat seine dritte Finanzierungsrunde beendet und 250 Millionen US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) von Investoren wie Intel Capital erhalten. Das AI-Startup wurde 2017 gegründet und hat seitdem über 450 Millionen US-Dollar bekommen, um damit rekonfigurierbare Dataflow-Prozessoren für künstliche Intelligenz zu entwerfen. Die ursprüngliche Technologie wiederum wurde mit Geld der Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) und damit des Verteidigungsministeriums der USA entworfen.

Mit der knappen halben Milliarde US-Dollar Investitionskapital sollen rekonfigurierbare Dataflow-Chips entwickelt werden. Ein Datenfluss(öffnet im neuen Fenster) -Prozessor verwendet nicht die sonst übliche Von-Neumann-Architektur, wie sie in x86-CPUs von AMD und Intel oder GPUs von Nvidia genutzt wird. Sambanova spricht von Hardware und Software für Dataflow, die Chips und Algorithmen sollen vom Datacenter bis hin zu Edge-Geräten einsetzbar sein und durch die Rekonfigurationsfähigkeit bisherige Hardware/Software-Einschränkungen umgehen. Konkrete Produktankündigungen stehen noch aus.

Hinter Sambanova stehen zwei Professoren der kalifornischen Stanford-Universität und ein Vice President von Oracle: Kunle Olukotun leitete das CMP-Forschungsprojekt (Stanford Hydra Chip Multiprocessor) und arbeitete früher bei Sun Microsystems – heute Oracle -, wo er an Sparc-Designs beteiligt war.

Chris Ré ist ein Kollege von Olukotun und arbeitet in der Informatikabteilung und dem Stanford AI Lab. Mit Rodrigo Liang gibt es eine weitere Verbindung zu Oracle, denn der als CEO von Sambanova eingesetzte Liang und ehemalige Standfort-Student war dort als Senior Vice President für die Sparc-Prozessoren und generell ASICs verantwortlich.


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