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Sam's Curious Cars: Wenn beim Elektronikset die Kabel verschwinden

Sam's Curious Cars unterscheidet sich von anderen Elektroniksets. Beim Preis werden viele zuerst abwinken. Doch mit seinen kabellosen Bauelementen hebt sich das Set deutlich von der Konkurrenz ab. Wir haben es uns angeschaut und nicht nur Autos gebaut.

Ein Test von veröffentlicht am
Sam Labs Bausteine
Sam Labs Bausteine (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Der Hersteller Sam Labs hat seine Elektronikbausteine im Herbst 2014 über Kickstarter zum ersten Mal präsentiert - und die wurden ein Erfolg. Obwohl nur 50.000 britische Pfund gefordert waren, spielte die Kampagne mehr als das doppelte ein. Damals hatte der Hersteller nur reine Baustein-Sets im Angebot, inzwischen bietet er mit dem Curious-Cars-Set auch einen Bausatz an, der sich explizit an kleine Bastler im Vorschulalter richtet und Zusatzmaterial enthält. Wir wollten wissen, ob der kabellose Aspekt nicht einfach nur eine teure Spielerei ist.

Keine Kabel, nur funken

Inhalt:
  1. Sam's Curious Cars: Wenn beim Elektronikset die Kabel verschwinden
  2. Zuerst Kleben, dann programmieren

Das Konzept der drahtlosen Bausteine ist unter Elekroniksets bislang konkurrenzlos: Jeder Baustein enthält jeweils nur einen einzelnen Sensor oder Aktor und einen Bluetooth-Empfänger sowie einen eigenen Lipo-Akku, der wird per Mikro-USB-Buchse aufgeladen. Um etwas Sinnvolles mit den Bausteinen anzustellen, werden sie mit einem Computer oder Tablet gepaart. Über die zugehörige App können dann Sensorwerte ausgewertet und Motoren oder LEDs angesteuert werden. Es ist weder notwendig, die Bausteine miteinander zu verkabeln, noch die Bausteine explizit mit einem Programm zu flashen.

Auspacken und loskleben

Das Curious-Car-Set enthält 6 Bausteine: zwei Motoren, einen Button, eine RGB-LED, einen Neigeschalter und einen Schiebewiderstand. Dazu kommen noch zwei Räder für die Motoren, zwei Grundplatten, zwei kurze USB-Kabel und ein Mini-Blutooth-Dongle. Um dem Namen des Sets gerecht zu werden, befinden sich auch mehrere Fahrzeug-Karosserien aus vorgestanzter Pappe darin. Wir müssen sie noch zusammen kleben, dann können wir sie auf die größere Grundplatte stecken. Doch wir können nicht nur Autos bauen. Wie wir Alltagsgegenstände und vermeintlichen Müll mit den Bausteinen in bewegte Objekte verwandeln erklärt uns das bunte Ideen-Buch. Die App zur Steuerung der Bausteine gibt es auf der Webseite, sie steht für Windows, Mac OS und iOS zur Verfügung.

Unser erster Eindruck von den Bausteinen ist gut. Sie sind an den Seiten mit Gummi umkleidet und lassen sich gut greifen. Als wir die Verkleidung entfernen, sehen wir, dass die Front- und Rückenteile die Platinen des Moduls sind. Beide Platinen werden allein durch Lötpunkte zusammengehalten und sind nicht mit einander verschraubt. In der Praxis haben sich bei unseren Test keine Ermüdungserscheinungen bei den Lötverbindungen gezeigt.

  • Die kleinen Bausteine sind eigenständige Module (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In jedem Baustein steckt ein eigener Akku und Bluetooth-Empfänger (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Mit Kabel kommen sie nur beim Laden per USB in Kontakt (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Teil des Sets sind auch zusätzliche Bastelteile (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • So entstehen zum Beispiel kleine Autos (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Bauelemente werden bereits beim Öffnen der Box kurz erklärt. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Die kleinen Bausteine sind eigenständige Module (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

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Unser erster Gedanke ist es, die Bausteine sicherheitshalber erst einmal aufzuladen. Das ist nicht ganz trivial. Wir haben schließlich sechs Stück davon und spontan längst nicht so viele USB-Buchsen und -Kabel zur Verfügung. Das Aufladen dauert laut Hersteller jeweils rund eine halbe Stunde, am Laptop dauerte es allerdings gut eine dreiviertel Stunde.

Schließlich müssen wir die Bausteine mit unserem Computer paaren. Wir aktivieren deshalb Bluetooth auf dem Computer und starten die App. Als nächstes suchen wir den Einschalter am Baustein. Er liegt unterhalb der Gummiumrandung und lässt sich nicht direkt sehen. Wir suchen nach dem unscheinbaren Einschaltsymbol. Ein simpler Fingerdruck reicht allerdings nicht aus, wir müssen unseren Fingernagel zu Hilfe nehmen, um gezielt Druck auszuüben. Nachdem wir den Taster einige Sekunden gedrückt halten, leuchtet der Baustein rot auf. Wenige Sekunden später wird er uns auch in der App angezeigt und wir müssen jetzt lediglich bestätigen, dass wir ihn tatsächlich mit dem Computer paaren wollen. Bei zukünftigen Einsätzen reicht es jetzt aus, den Baustein einzuschalten, die App erkennt ihn dann automatisch.

So sind schließlich alle sechs Bausteine in der App registriert. Allerdings können wir davon nur fünf gleichzeitig in einem Projekt verwenden. Mehr gibt die Bluetooth-Hardware unseres benutzten Macbooks nicht her. Darauf werden wir in der App hingewiesen.

Zuerst Kleben, dann programmieren 
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flasherle 25. Nov 2016

Das stimmt allerdings, aber ob man da jetzt 10 euro mehr oder weniger bei so nem Lpatop...

Anonymer Nutzer 24. Nov 2016

Also. Er ist dann offenbar zu jung oder farbenblind oder elektronik is nix für ihn oder...

chefin 24. Nov 2016

Ja, Ausbildung ist teuer. Aber überleg dir einfach was NICHT ausbilden kostet. Wenn die...

Anonymer Nutzer 23. Nov 2016

Jap. Da wäre doch kontaktloses laden nur konsequent xD


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