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Sam Bankman-Fried: Ehemaliger FTX-Chef und Krypto-König soll 50 Jahre in Haft

Sam Bankman-Fried wurde bereits wegen Betrugs schuldig befunden - jetzt geht es noch um das Strafmaß. Die Staatsanwälte fordern eine lange Haft für den Krypto -Unternehmer.
/ Tobias Költzsch
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Sam Bankman-Fried vor dem Gericht in Manhattan (Bild: Reuters)
Sam Bankman-Fried vor dem Gericht in Manhattan Bild: Reuters

Sam Bankman-Fried soll nach Ansicht der Staatsanwaltschaft für 40 bis 50 Jahre ins Gefängnis. Der ehemalige Kryptounternehmer wurde Ende 2023 unter anderem wegen Betrugs und Geldwäsche verurteilt . Nun steht noch die Festlegung des Strafmaßes an, über die ein Richter entscheidet.

Da in den USA die Einzelstrafen addiert werden können, sind theoretisch bis zu 100 Jahre Haft für Bankman-Fried möglich. Die Staatsanwaltschaft liegt mit ihrer Forderung bereits deutlich darunter - sollte sich der Richter Lewis Kaplan darauf einlassen, könnte Bankman-Fried spätestens mit 82 Jahren wieder auf freien Fuß kommen.

Die Verteidigung von Bankman-Fried hingegen fordert sechs Jahre Haft, wie unter anderem der Tagesspiegel(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Die Höhe der Haftstrafe legt letztlich der Richter fest. Der Vorwurf, dass Bankman-Fried unter Eid gelogen habe, könnte das Strafmaß erhöhen.

Ehemaliger Shooting-Star der Krypto-Szene

Sam Bankman-Fried war Chef der Kryptohandelsplattform FTX und galt als Shooting-Star. Zum Unternehmenskonglomerat gehörte auch der Hedgefonds Alameda, der Einlagen der FTX-Kunden für Spekulationen genutzt haben soll. Alameda soll zudem Bankman-Fried Kredite gewährt haben, die dieser sich selbst bewilligte.

Im Zuge der Pleite von FTX sind Einlagen von mehr als 10 Milliarden US-Dollar verloren gegangen. Bankman-Fried wurde Ende 2022 auf den Bahamas verhaftet , wo er mehrere Luxusanwesen besaß. Nach kurzer Zeit wurde er in die USA ausgeliefert und angeklagt . Zur Taktik vor Gericht gehörte, dass Bankman-Fried die Zusammenhänge seiner Unternehmen nicht richtig eingeschätzt und verstanden habe.

Kritiker hingegen werfen Bankman-Fried vor, die Taten wissentlich begangen zu haben. Der Insolvenzverwalter von FTX, John Ray, stellte die Lage im Unternehmen in einer Anhörung als verantwortungslos und mehr oder weniger unreguliert dar.


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