Salt Typhoon: China griff die Handys von Trump, Vance und Harris an

Die chinesische Hackergruppe Salt Typhoon soll nach einem Bericht der New York Times(öffnet im neuen Fenster) in die Telekommunikationssysteme von Donald Trump und J. D. Vance eingedrungen sein. Der Vorfall markiere eine deutliche Eskalation der Cyberbedrohungen gegen die US-amerikanischen Politiker, so die Einschätzung der Zeitung.
Der Angriff zielte in erster Linie auf das Telekommunikationsnetz von Verizon ab, obwohl die FBI-Ermittler das volle Ausmaß der kompromittierten Daten(öffnet im neuen Fenster) noch nicht bekanntgegeben haben. Sicherheitsexperten betonen die potenzielle Schwere der Offenlegung von Metadaten, die Kommunikationsmuster zwischen wichtigen politischen Akteuren aufdecken könnten. Ob auch direkte Mitschnitte von Telefongesprächen erfolgten, geht aus den Berichten nicht hervor.
Der Umfang des Angriffs geht über die republikanischen Kandidaten im US-Wahlkampf hinaus und betrifft auch Politiker der Demokraten, darunter das Wahlkampfteam von Kamala Harris, wie das Wall Street Journal berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Muster anhaltender Cyberbedrohungen
In den letzten Monaten bildete sich ein Muster heraus, bei dem mehrere US-amerikanische Internetdienstanbieter von Infiltrationsversuchen im Zusammenhang mit der Salt-Typhoon-Kampagne berichten. Das Wall Street Journal berichtete schon im September 2024(öffnet im neuen Fenster) von systematischen Versuchen, in wichtige Netzwerkinfrastrukturen einzudringen.
Das FBI warnte wiederholt vor staatlichen chinesischen Cyberaktivitäten, obwohl chinesische Offizielle eine Beteiligung an diesen Operationen konsequent abstreiten.
In der offiziellen Stellungnahme von Verizon wird die Beteiligung eines "hoch entwickelten staatlichen Akteurs" eingeräumt, der mehrere US-Telekommunikationsanbieter ins Visier genommen hat.
Die Cybersicherheitsexperten von Microsoft, die den Namen Salt Typhoon prägten, kategorisieren Hackergruppen anhand einer wetterbezogenen Terminologie. Taifun soll auf die chinesische Herkunft hinweisen.
Das Trump-Wahlkampfteam hat sich zu diesem jüngsten Vorfall bisher nicht offiziell geäußert.



