Salesforce: Arbeitstag von 9 bis 17 Uhr ist Vergangenheit

Salesforce sieht eine starke Veränderung nicht nur bei den Arbeitszeiten, die durch die Coronapandemie ausgelöst wurde.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Bei Salesforce wird sich langfristig viel ändern.
Bei Salesforce wird sich langfristig viel ändern. (Bild: Stephen Lam/Getty Images)

Der SAP-Konkurrent Salesforce stellt sich auf eine dauerhafte Veränderung des Arbeitsalltags auch nach der Coronapandemie ein. "Der Arbeitstag von 9.00 bis 17.00 Uhr ist tot", schrieb Salesforce-Personalchef Brent Hyder in einem Blogeintrag. Welche Arbeitszeiten für die Beschäftigten künftig gelten werden, hat das Unternehmen aber nicht mitgeteilt.

Fast die Hälfte der Salesforce-Beschäftigten wollten nur einige Tage im Monat ins Büro kommen, ergab eine firmeninterne Umfrage des Unternehmens. Zugleich wollten aber auch 80 Prozent der Angestellten direkte Kontakte zu ihren Kollegen pflegen.

Der Spezialist für Unternehmenssoftware aus dem Netz will den Mitarbeitern deshalb auch nach dem Ende der Pandemie mehr Flexibilität bieten. Die meisten Beschäftigten sollen einen bis drei Tage pro Woche ins Büro kommen - für Arbeit im Team, Treffen mit Kunden oder Präsentationen.

Die Salesforce-Büroräume werden leerer

Wenn Mitarbeiter nicht in der Nähe einer Salesforce-Niederlassung wohnen und keine Aufgaben haben, die eine Anwesenheit im Büro erforderlich machen, werden diese auch nach der Pandemie vollständig von zu Hause arbeiten können. Dies werde auf einen Großteil der Mitarbeiter zutreffen.

Wer Aufgaben hat, die eine ständige Anwesenheit in den Büroräumen erforderlich macht, wird hingegen auch künftig ständig in den Geschäftsräumen des Unternehmens arbeiten. Der Anteil der Angestellten, die ständig im Büro sein werden, wird dabei sehr klein sein, heißt es vom Unternehmen.

Salesforce sieht Verbesserungen bei Stellenbesetzungen

Außerdem könne Salesforce nach eigenen Angaben neue Wege bei der Stellenbesetzung gehen. Künftig könnten neue Mitarbeiter gesucht werden, die nicht in den angestammten Stadtzentren lebten. Wer für seine Aufgaben nicht zwingend im Büro sein müsse, könne auch auf dem Land leben und von dort aus für das Unternehmen arbeiten, beschreibt Hyder eine weitere Änderung.

"In der ständig vernetzten Welt ergibt es keinen Sinn, von den Beschäftigten zu erwarten, dass sie Acht-Stunden-Schichten arbeiten", schrieb Hyder. Teams müssten zum Teil über verschiedene Zeitzonen hinweg geführt werden, abhängig von der Jahreszeit kann mehr oder weniger zu tun sein - oder es müssten einfach private und berufliche Pflichten ausbalanciert werden.

"Beschäftigte brauchen Flexibilität, um erfolgreich zu sein", resümierte der Salesforce-Manager. Die Büros der Firma sollen weg von Schreibtisch-Landschaften stärker zu Gemeinschaftsbereichen umgebaut werden. Salesforce hatte nach Angaben von Anfang vergangenen Jahres mehr als 49.000 Mitarbeiter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


donjoe 11. Feb 2021

Michael H. Nun und wer repariert den reparierroboter ? Das wird nicht funktionieren. Die...

Michael H. 11. Feb 2021

In der Regel hast du bei größeren Unternehmen auch selten einen eigenen...

Maddix 11. Feb 2021

Sehe ich auch so. Ich habe in einem Team bestehend aus 100% Remote Kapas Deployments in...

Captain 11. Feb 2021

Zum einen: Wenn dem so wäre, dann wäre der Standort Deutschland längst platt... Zum...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ungewöhnlicher Kundenservice
Wie ich meine neuen Kopfhörer mit dem Hammer zerschlug

Normalerweise muss man sich in einem Garantiefall nicht dabei filmen, wie man das defekte Produkt zerstört. Ich schon - nur so bekam ich einen Ersatz für meinen Kopfhörer.
Ein Erfahrungsbericht von Tobias Költzsch

Ungewöhnlicher Kundenservice: Wie ich meine neuen Kopfhörer mit dem Hammer zerschlug
Artikel
  1. Deutschland auf Platz 3: Millionen von SSH-Servern anfällig für Terrapin-Angriff
    Deutschland auf Platz 3
    Millionen von SSH-Servern anfällig für Terrapin-Angriff

    Allein in Deutschland gibt es mehr als eine Million über das Internet erreichbare SSH-Server, die nicht gegen Terrapin gepatcht sind.

  2. Festnetz- und Mobilfunk: Telefónica beginnt Massenentlassungen in Spanien
    Festnetz- und Mobilfunk
    Telefónica beginnt Massenentlassungen in Spanien

    Von 16.500 Arbeitsplätzen beim Telefónica-Mutterkonzern soll rund ein Fünftel verschwinden. Der Stellenabbau betrifft vor allem Ältere.

  3. Streamer: Twitch verbietet vorgetäuschte Nacktheit
    Streamer
    Twitch verbietet vorgetäuschte Nacktheit

    Schwarze Balken über der scheinbar nackten Brust? Nicht erlaubt! Selbst wenn Unterwäsche hervorblitzt, verbietet Twitch solche Darstellungen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P3 Plus 4 TB + Acronis 194,83€ • MediaMarkt & Saturn: Gutscheinheft mit Rabattaktionen und 3 Games für 49€ • Alternate: Thermaltake-Produkte im Angebot • HP Victus 15.6" 144Hz (i5-13420H, 16 GB, RTX 3050) 777€ • MindStar: Corsair Vengeance RGB 64 GB DDR5-6000 199€ [Werbung]
    •  /