Suche

Saison der Boshaftigkeit im Test: Diablo 4 macht sich selbst kaputt

Erst macht ein desaströser Patch für Diablo 4 die Community sauer und nun kommt die recht langweilige Saison 1. Das muss Blizzard besser machen.

Ein Test von veröffentlicht am
In der ersten Saison von Diablo 4 sammeln wir boshafte Herzen. (Bild: Blizzard)

Eigentlich hat Diablo 4 (Test) einen sehr guten Start hingelegt, nach einiger Zeit wurden die Probleme des Spiels aber deutlich sichtbar: Es gibt wenig Endgame-Content und das Leveln verlor ab Stufe 80 durch fehlenden Loot jeglichen Reiz. Die erste Saison lässt uns nun noch einmal von vorne beginnen und führt eine neue Mechanik ein. Schon der große Inhaltspatch im Vorfeld verhieß nichts Gutes – und auch die Saison selbst überzeugt uns eher weniger.

Anzeige

Das Problem: Blizzard hat das Hauptproblem in Diablo 4 nicht lösen und nicht mal minimieren können. So fragen wir uns hier schon ab Stufe 50 bis 60, warum wir eigentlich noch weiterspielen sollten. Für die kosmetischen Gegenstände im Season Pass sicher nicht, denn hier ersetzt Blizzard spätere Level einfach nur mit den gleichen Belohnungen in leicht anderer Farbgebung.

Bevor wir dorthin gelangen, müssen wir aber erst mal mit den vielen Änderungen klarkommen, die Blizzard im großen Vorpatch vorgenommen hat. Klassen wurden durchweg schwächer gemacht und die Überlebensfähigkeit unserer Spielfigur gerade in höheren Albtraum-Dungeons noch weiter verringert. Das nervt und rief zu Recht harsche Kritik bei der Community hervor.

Diablo 4 soll kein Battlefield sein

Das ging so weit, dass Blizzard sich in einem Community-Livestream rechtfertigen musste. Und das muss man dem Team lassen: Es gesteht Fehler ein und hört auf Feedback der Community. Aktuell wirkt es aber so, als würde eine Sache gesagt – und eine andere getan. Auch ist es unserer Meinung nach ein Fehler, die vielen Kritikpunkte teilweise erst in einer bis zwei Saisons angehen zu wollen.

Anzeige

Die boshaften Herzen sind schwer zu erkennen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [1/10]

Wir schalten diverse Cosmetics frei. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [2/10]

Ja, wir können Battle-Pass-Level kaufen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [3/10]

Boshafte Monster sehen genauso grau aus wie andere Gegner im Spiel. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [4/10]

Und dann müssen wir sie auch noch doppelt besiegen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [5/10]

Wir können uns Herzen und Hervorrufer herstellen. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [6/10]

Die boshaften Tunnel werden grün markiert. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [7/10]

Unsere Truhe wird mit Müll schnell vollgestopft. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [8/10]

Die Herzen passen in Ringe und Amulette. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [9/10]

Während der Saison erfüllen wir kleine Aufgaben für mehr Erfahrung. (Screenshot: Oliver Nickel/Golem.de) [10/10]

Viele andere Spiele tappten in ähnliche Fallen. Werden Änderungen zu langsam übernommen, verlieren Fans das Interesse. Das war zuletzt bei dem Shooter Battlefield 2042 so, das desaströs startete und erst nach mehreren Jahren aktualisiert wurde. Mittlerweile ist das Spiel viel besser, das Interesse aber trotzdem niedrig.

Die Entwicklung von Diablo 4 lässt sich nicht ganz damit vergleichen. Schließlich lieferte Blizzard hier von Anfang an ein sehr gutes Grundspiel ab, das definitiv viele Stunden Spaß macht. Allerdings liegt es im Interesse der Entwickler, die Community bei der Stange zu halten. Wer soll sonst die aktuell sehr dürftigen kosmetischen Gegenstände kaufen?

Von den massiven Nerfs vor der Saison merken wir zum Start erst mal nicht viel. Schließlich beginnen wir wieder auf Stufe 1 mit einem frischen Charakter. Eine tolle Änderung: Unsere zuvor aufgedeckten Orte und Altäre von Lilith werden von vorherigen Charakteren übernommen. So fühlt man sich zum Neustart in Sanktuario nicht ganz so hilflos.

Die neue Saison lässt uns zudem eine neue Kampagne und die dazugehörige Spielmechanik entdecken: die boshaften Herzen. Ob es das rausreißt?

  1. Wo ist das Endgame?
  1. 1
  2. 2