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Sailfish OS: Jolla Tablet wird nach langer Verzögerung ausgeliefert

Das Jolla Tablet erreicht doch noch seine Käufer: Der Hersteller hat die Auslieferung der ersten Sailfish-OS-Tablets bekanntgegeben und denkt darüber nach, Käufer zu entschädigen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Jolla Tablet wird mit Gesten bedient.
Das Jolla Tablet wird mit Gesten bedient. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Verzögerungen über Verzögerungen begleiten die Markteinführung des Jolla Tablets. Das 8-Zoll-Tablet mit Sailfish OS 2.0 sollte eigentlich seit Mai 2015 an die Kunden geliefert werden. Aber erst jetzt, rund fünf Monate später, wird eine erste Fuhre an Bestellungen abgewickelt. Wer das Jolla Tablet im Rahmen der Indiegogo-Kampagne erworben hat, könnte also in den kommenden Tag eine Lieferung von Jolla bekommen.

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Danach dauert es aber nochmal ein paar Wochen, bis Jolla Anfang November 2015 eine zweite Fuhre an Vorbestellungen verschicken will. Erst im Dezember 2015 sollen dann alle offenen Vorbestellungen verschickt werden. Viele Indiegogo-Unterstützer erhalten das Tablet also erst rund ein Jahr, nachdem das Geld für das Tablet gesammelt worden war.

Rückerstattung angedacht

Im August 2015 startete der allgemeine Verkauf des Jolla Tablets, so dass es auch von Kunden erworben werden konnte, die bei der Indiegogo-Kampagne im November 2014 nicht zugeschlagen hatten. Noch im August 2015 gab sich Jolla zuversichtlich, die Indiegogo-Vorbestellungen Anfang September 2015 ausliefern zu können. Aber nach vielen Verzögerungen konnte auch dieser Termin nicht eingehalten werden. Die regulären Vorbestellungen sollten Ende Oktober 2015 rausgehen.

  • Jolla-COO Marc Dillon präsentiert das Jolla Tablet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jolla-COO Marc Dillon präsentiert das Jolla Tablet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Jolla-COO Marc Dillon präsentiert das Jolla Tablet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Jolla-COO Marc Dillon präsentiert das Jolla Tablet. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Antti Saarnio, der Aufsichtsratsvorsitzende von Jolla, entschuldigte sich in einem langen Blog-Beitrag für die vielen Verzögerungen. Jolla suche derzeit nach einer Möglichkeit für eine Rückerstattung, denn viele Indiegogo-Unterstützer hätten den Wunsch geäußert, aus dem Jolla-Tablet-Projekt auszusteigen. Darum wolle sich Jolla aber erst kümmern, wenn alle Tablets verschickt worden seien. Weitere Informationen werde das Unternehmen später bekanntgeben.

8-Zoll-Tablet mit Atom-Prozessor

Das Tablet hat ein 7,85 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixeln, was eine Pixeldichte von 330 ppi ergibt. Im Inneren des Tablets arbeitet ein Intel-Atom-Prozessor Z3735F, ein Baytrail-SoC am unteren Leistungsspektrum. Erstmals läuft Sailfish OS damit auch auf Intel-Prozessoren, bisher war das Betriebssystem nur mit ARM-Chips kompatibel.

Der Arbeitsspeicher ist 2 GByte groß, der eingebaute Flash-Speicher wahlweise 32 oder 64 GByte. Ein Steckplatz für Micro-SD-Karten bis 128 GByte ist eingebaut. Generell wird es das Tablet nur mit WLAN-Modul geben, ein Mobilfunkmodul ist nicht vorhanden. Auf der Rückseite befindet sich eine 5-Megapixel-Kamera, vorne ist eine 2-Megapixel-Kamera untergebracht. Das Tablet misst 203 x 137 x 8,3 mm, wiegt 384 Gramm und hat einen Akku mit einer Nennladung von 4.450 mAh.

Tablet mit Sailfish OS 2.0

Das Tablet läuft wie Jollas Smartphone mit dem hauseigenen Betriebssystem Sailfish OS, allerdings dann in der Version 2.0. Der Meego-Nachfolger zeichnet sich durch eine intuitive Bedienung mit Gesten sowie einer von Android und iOS merklich unterschiedlichen Benutzeroberfläche aus, denn Bedienknöpfe gibt es nicht. Auf dem Jolla Tablet laufen wie beim Smartphone auch Android-Apps. Diese werden wie native Sailfish-OS-Anwendungen gestartet.



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Badevil 13. Okt 2015

Besser spät als nie Golem, der Bericht das die Tablets bald ankommen kommt nachdem diese...

FlutterRage 13. Okt 2015

Die Verzögerung finde ich auch nicht so schlimm, damit rechne ich sowieso immer bei...


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