Sailfish OS: Jolla sichert sich Finanzierung über 12 Millionen US-Dollar
Der finnische Hersteller Jolla hat bekanntgegeben(öffnet im neuen Fenster), dass die jüngste Finanzierungsrunde erfolgreich beendet werden konnte. Insgesamt habe das Unternehmen 12 Millionen US-Dollar sammeln können. Gleichzeitig konnte sich Jolla mit den Hauptgläubigern einigen.
Finnischer Rettungsschirm wird nicht mehr benötigt
Vorausgegangen waren schwere finanzielle Probleme Ende 2015, die zu weitreichenden Entlassungen und der Anmeldung am staatlichen Finanzrestrukturierungsprogramm in Finnland führten. Die Teilnahme an diesem Programm konnte Jolla jetzt dank der 12 Millionen US-Dollar und der Einigungen mit den Gläubigern absagen. Weitere Finanzierungsrunden sind geplant.
Aktuell stellt der Hersteller wieder Programmierer ein, um sein Hauptprodukt, das mobile Betriebssystem Sailfish OS, weiterzuentwickeln und zu vermarkten. Im Zuge der finanziellen Schwierigkeiten seit Ende 2015 hatte Jolla seine Software-Sparte von der Hardware-Abteilung getrennt. Seit dem verunglückten Versuch, das Jolla Tablet auf den Markt zu bringen, konzentriert sich das Unternehmen auf die Lizenzierung von Sailfish OS.
Tablet-Projekt geriet zum Fiasko
Vom geplanten Tablet konnten letztlich nur einige hundert Geräte ausgeliefert werden, die restlichen Käufer sollen im Laufe des Jahres ihr Geld zurückerhalten. Bei den Lizenzierungen läuft es besser: Mit dem Aqua Fish wird demnächst ein weiteres Sailfish-OS-Smartphone in Indien in den Handel kommen, das angekündigte Turing Phone soll ebenfalls mit Jollas Betriebssystem erscheinen. Für das Fairphone 2 gibt es ein von der Community erstelltes Sailfish-OS-ROM.
Für das laufende Jahr kündigt Jollas Aufsichtsratsvorsitzender Antti Saarnio noch ein neues Projekt für alle Sailfish-OS-Entwickler und -Community-Mitglieder an. Genauere Angaben hat Saarnio jedoch noch nicht gemacht, das soll in einigen Wochen geschehen.
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