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Sailfish: Jolla will sein erstes Meego-Smartphone im November zeigen

Das von ehemaligen Nokia-Mitarbeitern gegründete Unternehmen Jolla will schon im November 2012 sein erstes Smartphone mit dem freien Betriebssystem Meego vorstellen, das Nokia entwickelt, aber fallengelassen hat.
/ Jens Ihlenfeld
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Einige Entwickler des Nokia N9 machen allein weiter. (Bild: Nokia)
Einige Entwickler des Nokia N9 machen allein weiter. Bild: Nokia

Rund 200 Millionen Euro Kapital hat Jolla laut Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) von verschiedenen Unternehmen aus dem Telekommunikationsbereich eingesammelt. Namen nennt Jolla nicht, laut Wall Street Journal sollen unter den Investoren aber mindestens ein Mobilfunknetzbetreiber und ein Chiphersteller sein sowie Hersteller von mobilen Geräten und Komponenten.

Eine Reihe ehemaliger Nokia-Mitarbeiter um Jussi Hurmola hatte im Juli 2012 die Gründung von Jolla verkündet . Sie wollten Nokias Entscheidung gegen das Linux-basierte Betriebssystem Meego nicht akzeptieren und künftig mit Jolla Smartphones auf Basis von Meego anbieten. Viele der Jolla-Mitarbeiter waren an der Entwicklung von Nokias einzigem Meego-Smartphone N9 beteiligt, das in Tests auch bei Golem.de trotz einiger Macken einen überraschend guten Eindruck hinterließ.

Das Jolla-Team, das nach eigenen Angaben aus einer substanziellen Anzahl von Meego-Hauptentwicklern und Managern besteht, entwickelt Meego unter dem Codenamen "Sailfish" weiter. Ausgangspunkt der Entwicklung von Jolla sind das Mer-Projekt(öffnet im neuen Fenster) und Qt. Jolla arbeitet zudem an einem eigenen User Interface.

Den Quelltext seiner Produkte will Jolla weitgehend offenlegen und das Betriebssystem auch anderen Herstellern ohne Lizenzkosten anbieten. Für einige Funktionen, einige Rechte und auch das neue User Interface aber will Jolla Lizenzgebühren kassieren.

Sailfish soll dem Wall Street Journal zufolge von anderen Herstellern und Mobilfunknetzbetreibern ab Frühjahr 2013 lizenziert werden können. Meego soll dabei auch auf schwächerer Hardware laufen als Android oder Windows Phone. Weitere Details zu dem geplanten Smartphone und auch zu Sailfish verrät Jolla derzeit nicht.


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