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Safari: Webkit bekommt Richtlinie für Trackingschutz

In Anlehnung an Mozilla bekommt auch das Webkit-Projekt eine Richtlinie gegen das Tracking der Nutzer. Die Umsetzung neuer und aktueller Technik in Webkit soll sich daran ausrichten.
/ Sebastian Grüner
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Das Logo von Safari und seiner Rendering-Engine Webkit ist ein Kompass. (Bild: Olga Filonenko, Flickr.com)
Das Logo von Safari und seiner Rendering-Engine Webkit ist ein Kompass. Bild: Olga Filonenko, Flickr.com / CC-BY-SA 2.0

Das Entwicklerteam des Webkit-Projekts hat eine Anti-Tracking-Richtlinie für seine Software veröffentlicht(öffnet im neuen Fenster) . Webkit dient hauptsächlich als Grundlage für den Safari-Browser von Apple. Mit der Richtlinie will das Team nicht nur festlegen, welche Tracking-Arten ihm bekannt seien, sondern vor allem wie dagegen vorgegangen werden soll.

Dass Apple und das Webkit-Team gegen das Tracking ihrer Nutzer vorgehen, ist nicht neu. Vor mehr als zwei Jahren wurde bereits(öffnet im neuen Fenster) ein intelligenter Tracking-Schutz vorgestellt. Seitdem landeten immer weitere Fähigkeit gegen das Tracking im Browser. Die nun vorgestellte Richtlinie(öffnet im neuen Fenster) gibt diesen Arbeiten eine Art Grundlage. Dabei orientieren sich die Entwickler an einer ähnlichen Richtlinie von Mozilla(öffnet im neuen Fenster) .

Dem Dokument zufolge soll Webkit künftig sämtliche Arten des Cross-Site-Trackings unterbinden sowie die Arten der Nutzerverfolgung, die das Team als "verdeckt" bezeichnet. Bei letzterem handelt es sich um Techniken, über die Nutzer schlicht keine Kontrolle haben. Dazu gehören das Browser-Fingerprinting oder das Speichern von Informationen über Webtechniken, die dafür eigentlich nicht vorgesehen sind, etwa HSTS oder TLS.

Sollte sich eine Trackingart nicht komplett unterbinden lassen, sollen außerdem zumindest die Auswirkung des Trackings minimiert werden. Wenn selbst das für die Funktionsweise einer Webseite nicht ausreicht, soll Webkit die Erlaubnis von Nutzern für die Funktion einholen. All das solle ohne Ausnahme für bestimmte Seiten umgesetzt werden, erklären die Webkit-Entwickler. Letztlich will das Team auch die Umsetzung neuer Technik im Browser daraufhin untersuchen, ob damit ein Tracking möglich sein könnte, und den Code entsprechend anpassen.


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