Safari: Apples VPN Private Relay gibt es nicht weltweit

Mit dem Private Relay will Apple Safari-Nutzer über eine Art VPN vor Tracking schützen. In einem der größten Märkte, China, geht das nicht.

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Tim Cook, Apple-CEO, kündigt Privatsphäre-Funktionen an.
Tim Cook, Apple-CEO, kündigt Privatsphäre-Funktionen an. (Bild: Brooks Kraft/Apple Inc/Handout via Reuters)

Auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC 2021 hat Hersteller Apple eine Art integriertes VPN für seinen Browser Safari vorgestellt. Die Funktion selbst nennt Apple schlicht Private Relay, also private Weiterleitung, und soll genau das bieten, was der Name verspricht: Der eigene Browser-Traffic soll unter anderem über Server von Apple weitergeleitet werden, so dass Dritte dessen Ursprung nicht mehr erkennen können.

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Bei dem Private Relay wird demnach zunächst sämtlicher Traffic des Browsers an die Server von Apple gesendet, um den Netzwerkverkehr dort zunächst von den IP-Adressen der Nutzer zu lösen. Apple leitet die Daten dann an einen Drittanbieter weiter, der wiederum unterschiedliche temporäre IP-Adressen vergibt und die Daten zum gewählten Zielserver sendet. Die Lösung der zwei Server soll vermeiden, dass Apple die Informationen zu einzelnen Nutzern mit deren angesurften Webseiten verknüpfen kann.

Die neue Privatsphäre-Funktion wird dabei als Teil eines neuen Abomodells angeboten, das der Anbieter Apple als iCloud+ vermarktet. Wie das Unternehmen nun unter anderem der Nachrichtenagentur Reuters sagte, wird Private Relay aber nicht in China angeboten.

Die Funktion reiht sich damit ein in eine längere Liste von Funktionseinschränkungen, die Apple akzeptiert, um in China seine Dienste anbieten zu können und dort Hardware verkaufen zu dürfen. Erst vor einigen Wochen wurde Apple vorgeworfen, die Sicherheit der iCloud in China abzuschwächen, was der Konzern jedoch dementierte. Laut Reuters macht Apple rund 15 Prozent seines Umsatzes in dem Land.

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Ebenfalls ausgeschlossen von der Nutzung des Private Relay sind demnach Anwender in Ägypten, Belarus, Kasachstan, Kolumbien, den Philippinen, Saudi-Arabien, Südafrika, Turkmenistan sowie Uganda. Apple verweist als Begründung dafür, dass die Privatsphäre-Funktionen in diesen Ländern seinen Nutzern vorenthalten werden, auf lokale Vorschriften.

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