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Sachsen: Staatsanwaltschaft sitzt auf 2,64 Milliarden Euro in Bitcoin

Die sächsische Justiz verwahrt Milliarden Euro aus verkauften Bitcoins des mutmaßlichen Movie2k.to-Betreibers.
/ Andreas Donath
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Die Plattform Movie2k.to im Jahr 2012 (Bild: Screenshot: Golem.de)
Die Plattform Movie2k.to im Jahr 2012 Bild: Screenshot: Golem.de

Etwa 2,64 Milliarden Euro liegen derzeit auf dem Konto der Landesjustizkasse Sachsen. Das Geld stammt aus dem Verkauf sichergestellter Bitcoins, die dem mutmaßlichen Kopf des illegalen Streamingportals Movie2k.to zugerechnet werden, wie der MDR berichtete(öffnet im neuen Fenster) .

Am Dienstag begann vor dem Landgericht Leipzig der Prozess gegen den 42-Jährigen. Die Generalstaatsanwaltschaft geht davon aus, dass er weitere rund 57.000 Bitcoins besitzt. Beim aktuellen Kurs entspricht das einem Wert von etwa 3 Milliarden Euro.

Urteil entscheidet über Milliardenbeträge

Im Falle einer Verurteilung würde das beschlagnahmte Vermögen abzüglich noch bestehender Ansprüche Geschädigter an den Freistaat Sachsen fließen. Bei einem Freispruch bekäme der Angeklagte es zurück.

Der Prozess dürfte Monate dauern, während die Kryptowährungen weiterhin Kursschwankungen unterliegen. Der Wert des Bitcoin sank in den vergangenen Monaten rapide und ist weit von seinem Höchststand am 6. Oktober 2025 entfernt. Damals war ein Bitcoin 107.662 Euro wert. Mittlerweile ist der Wert etwa 50 Prozent darunter.

Ermittlungen gegen Movie2k.to laufen seit Jahren

Den zwei mutmaßlichen Hauptbetreibern von Movie2k.to wurde im August 2020 vorgeworfen, zusammen mit weiteren Beteiligten von Herbst 2008 bis Mai 2013 rund 880.000 illegale Filmkopien über das Portal verbreitet und auf rumänischen Servern einen illegalen Streamingservice betrieben zu haben.

Die aus Werbeentgelten und Abofalleneinnahmen erzielten Gewinne wurden seit Mitte 2012 von den zwei Hauptbetreibern dazu genutzt, in großem Umfang Bitcoin anzukaufen. Im Jahr 2013 wurde Movie2k.to abgeschaltet. Bis zu diesem Zeitpunkt zählte die Seite zu den größten in der illegalen Streamingszene in Deutschland und lag hierzulande im Besucherranking im oberen Bereich


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