Abo
  • Services:

SACD, HFPA, PABD und BDPA: Sony wird die Pure Audio Blu-ray breit unterstützen

Offenbar zeichnet sich ab, dass nun auch der größte Verfechter der Super Audio CD (SACD) auf die Pure Audio Blu-ray setzen wird. Zudem benennt Universal seine konkurrierende High Fidelity Pure Audio anscheinend nach und nach um - in Blu-ray Pure Audio.

Artikel veröffentlicht am ,
Im audiophilen Bereich gibt es derzeit drei Formate: die HFPA, die PABD und die SACD.
Im audiophilen Bereich gibt es derzeit drei Formate: die HFPA, die PABD und die SACD. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Nach einer ersten Testveröffentlichung einer Pure Audio Blu-ray (PABD) will Sony das Format nun laut einem Bericht der gewöhnlich gut unterrichteten Webseite Audiophile.no breiter unterstützen. Im November 2013 erschien bereits die Sony-Pressung Requiem Experience Mozart und Verdi. Diese erste Veröffentlichung soll durch 20 weitere für das Jahr 2014 ergänzt werden.

Stellenmarkt
  1. Stadtwerke München GmbH, München
  2. Brückner Maschinenbau GmbH & Co. KG, Siegsdorf

Sony ist eigentlich ein Verfechter der Super Audio CD (SACD), doch ein Wandel hin zu dem Blu-ray-Format lässt sich offenbar nicht vermeiden, auch wenn weiterhin neue SACDs veröffentlicht werden. Zu den Werken, die neu veröffentlicht werden, gehören unter anderem Alben von Miles Davis, Billy Joel und Elvis Presley. Es geht also überwiegend um alte Musik, die teils noch aus der Schallplattenzeit stammt.

Damit verfestigt sich offenbar die Stellung des kleinen Pure-Audio-Lagers im Vergleich zu Universals Versuch eines Konkurrenzformats: die High Fidelity Pure Audio (HFPA). Bei beiden handelt es sich um Blu-ray-Discs, die vor allem auf Audioqualität setzen und zum Teil auch Raumklang verwenden. HFPAs sind allerdings überwiegend in Stereo abgemischt. Im Pure-Audio-Lager gibt es hingegen sogar exotische Abmischungen wie das 2222+-Format, das Dabringhaus und Grimm verwendet.

Blu-ray Pure Audio contra Pure Audio Blu-ray

Verwirrend für den Kunden ist das Nebeneinander der verschiedenen Blu-ray-Formate mit verwechselbarer Namensgebung. Universals Discs hießen anfangs High Fidelity Pure Audio und kamen mit einem überraschend großen Katalog auf den Markt, wie wir berichteten. Allerdings hat Universal Music kaum Werbung für das Format gemacht und auch Mitarbeiter von Universal kannten das System mitunter nicht.

Neuerdings verwendet Universal den Namen Blu-ray Pure Audio (BDPA). Sichtbar ist diese Umbenennung bereits im Shop von Universal Music UK: Elton Johns Goodbye Yellow Brick Road kommt zwar noch im High-Fidelity-Pure-Audio-Design daher, wird aber als "40TH ANNIVERSARY BLU-RAY PURE AUDIO" verkauft. Das Format der Pure-Audio-Gruppe heißt Pure Audio Blu-ray.

Auf den Datenträgern sind die Logos in der folgenden Reihenfolge zu sehen: erst das Blu-ray-Logo und dann das Pure-Audio-Logo. Daher haben wir für unseren Ausprobiert-Artikel der Pure-Audio-Discs das Format der Pure-Audio-Gruppe fälschlicherweise Blu-ray Pure Audio genannt.

Ob nun PABD, BDPA oder HFPA, eines haben alle gemein: Sie sind mit handelsüblichen Blu-ray-Playern kompatibel. Das Designziel der PABD war allerdings, dass diese durch eine standardisierte Bedienung auch ohne angeschaltetes TV-Gerät funktioniert. Wer einen Blu-ray-Player mit Display hat, kann die PABD einfach bedienen. Vor allem teure Blu-ray-Player haben ein integriertes Display. Universals HFPA ist hier komplizierter in der Bedienung.

Die Super Audio CD hingegen funktioniert nur in High-End-Playern. Nur wenige Blu-ray-Abspielgeräte können mit dem Format etwas anfangen. Die SACD hatte sich seinerzeit gegen die DVD-Audio durchgesetzt, obwohl die DVD-Audio in jedem DVD-Player abgespielt werden konnte.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-70%) 17,99€
  2. 3,89€
  3. 32,99€

Vradash 22. Feb 2014

Wozu brauchen wir bessere Formate, die Leute im Studio komprimieren es doch eh dann...

Anonymer Nutzer 21. Feb 2014

Ja,die breite Bühne ist aber durch das London Philharmonic Orchestra unumgänglich und...

Senf 21. Feb 2014

Theoretisch schon, es werden ja heute immer noch Filme auf Film produziert, das Digital...

Trollversteher 21. Feb 2014

Fakten gibt es genug - selbst eine 256kBit Datei wird in einem Nulltest niemals mit dem...

Trollversteher 21. Feb 2014

Weil das "angenehmer klingt" rein subjektiv ist - wenn Du matschigen...


Folgen Sie uns
       


Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test

Wir haben sechs neue Bluetooth-Hörstöpsel getestet. Mit dabei sind Modelle von Sennheiser, Audio Technica, Master & Dynamic sowie HMD Global. Aber auch zwei Modelle kleinerer Startups sind vertreten. Und eines davon hat uns bezüglich der Akkulaufzeit sehr überrascht. Kein anderer von uns getesteter Bluetooth-Hörstöpsel hat bisher eine vergleichbar lange Akkulaufzeit zu bieten - wir kamen auf Werte von bis zu 11,5 Stunden statt der sonst üblichen drei bis fünf Stunden.

Sechs Bluetooth-Hörstöpsel im Test Video aufrufen
Uploadfilter: Der Generalangriff auf das Web 2.0
Uploadfilter
Der Generalangriff auf das Web 2.0

Die EU-Urheberrechtsreform könnte Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten stark behindern. Die Verfechter von Uploadfiltern zeigen dabei ein Verständnis des Netzes, das mit der Realität wenig zu tun hat. Statt Lizenzen könnte es einen anderen Ausweg geben.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Pauschallizenzen CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
  2. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform
  3. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"

Windenergie: Mister Windkraft will die Welt vor dem Klimakollaps retten
Windenergie
Mister Windkraft will die Welt vor dem Klimakollaps retten

Fast 200 Windkraft-Patente tragen den Namen von Henrik Stiesdal. Nachdem er bei Siemens als Technikchef ausgestiegen ist, will der Däne nun die Stromerzeugung auf See revolutionieren.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Offshore-Windparks Neue Windräder sollen mehr Strom liefern
  2. Fistuca Der Wasserhammer hämmert leise
  3. Windenergie Wie umweltfreundlich sind Offshore-Windparks?

Chrome OS Crostini angesehen: Dieses Nerd-Unix läuft wie geschnitten Brot
Chrome OS Crostini angesehen
Dieses Nerd-Unix läuft wie geschnitten Brot

Mit Crostini bringt Google nun auch eine echte Linux-Umgebung auf Chromebooks, die dafür eigentlich nie vorgesehen waren. Google kann dafür auf ein echtes Linux-System und sehr viel Erfahrung zurückgreifen. Der Nutzung als Entwicklerkiste steht damit fast nichts mehr im Weg.
Von Sebastian Grüner

  1. Google Chromebooks bekommen virtuelle Arbeitsflächen
  2. Crostini VMs in Chromebooks bekommen GPU-Beschleunigung
  3. Crostini Linux-Apps für ChromeOS kommen für andere Distributionen

    •  /