Sabotagevorwurf: Witcher-3-Streit zwischen AMD und Nvidia

Wer eine Grafikkarte von Nvidia oder AMD im Rechner hat - und das ist letztlich fast jeder PC-Spieler - sollte sich über eines im Klaren sein: Ein Teil des Kaufpreises geht für die Arbeitszeit von Firmenangestellten drauf, die den Konkurrenten mehr oder weniger wüst beleidigen. Schon seit Jahren geht das so, gerade erst sind sich die Firmen wegen Project Cars und PhysX in die Quere gekommen.

Keinen Tag später geht der Dauerzoff in die nächste Runde, diesmal auf Basis von The Witcher 3. Auf Arstechnica wirft ein Vertreter von AMD(öffnet im neuen Fenster) dem Konkurrenten Nvidia eine Art "Performance-Sabotage" mit den Algorithmen von Gameworks vor, insbesondere mit HBAO+ und Hairworks. AMD-Karten seien mit dem Fantasy-Rollenspiel wunderbar klargekommen - bis Nvidia vor rund zwei Monaten eine neue Fassung von Gameworks für das Spiel fertiggestellt habe.
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Das technische Problem an sich ist alt: Die Grafikkarten von AMD kommen schlicht nicht mit dem tesselierten Hairworks-Haar zurecht, was zu Einbrüchen bei der Bildrate führt. Nvidia weist die Schuld von sich, und indirekt CD Projekt Red zu - die hätten mehr Arbeit in die Integration von Gameworks in ihr Spiel stecken müssen, damit die Besitzer von AMD-Karten eben keine Leistungseinbrüche haben.
Immerhin: CD Projekt Red hat inzwischen zwei kostenlose, allerdings auch kleine Erweiterungen für alle Plattformen veröffentlicht. Es gibt ein "Temerian Armor Set", also eine neue Rüstung, und ein "Beard and Hairstyle Set", also eine Art Haareditor, zudem auch eine weitere Quest gehört - warum das Ganze nicht einfach direkt im Spiel enthalten ist, weiß wohl auch nur die Marketingabteilung des Entwicklers.
Veröffentlicht wurde auch der erste PC-Patch nach dem Day-One-Update. Version 1.03 enthält zahlreiche Verbesserungen bei der Performance und der Stabilität, ein paar Optimierungen bei der Benutzeroberfläche - und auch bei Hairworks von Nvidia. Die Patch Notes sind online(öffnet im neuen Fenster) zu finden, allerdings waren die Server bei Redaktionsschluss dieser News wegen Wartungsarbeiten nicht erreichbar.



