Saaspocalypse: Anthropic-KI lässt Softwareaktien abstürzen

Anthropics neues Plug-in Legal für Claude Cowork könnte Firmen, die Software für Juristen als Abo verkaufen, laut einem Bericht von Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) massiv schaden. Die Tools automatisieren Aufgaben, für die Unternehmen bisher spezialisierte Softwarelizenzen benötigten. Sofwareaktien stürzten ab, weil Händler befürchten, dass Firmen künftig mit weniger Lizenzen auskommen.
Legal(öffnet im neuen Fenster) ermöglicht die Automatisierung juristischer Arbeit, etwa Vertragsanalysen oder NDA-Prüfungen. Investoren rechnen damit, dass klassische Software-Geschäftsmodelle unter Druck geraten könnten. Besonders betroffen sind Modelle, die pro Nutzer abrechnen.
Topaktien betroffen
In den USA verzeichneten Adobe, Salesforce, Intuit und Servicenow Kursverluste. Thomson Reuters fiel um 16 Prozent(öffnet im neuen Fenster) , die London Stock Exchange Group verlor 13 Prozent. In Asien traf es die großen IT-Dienstleister: Tata Consultancy Services gab 6 Prozent ab, Infosys 8 Prozent. Das japanische Unternehmen TIS brach um 16 Prozent ein.
Der SPDR Software & Services ETF verlor 6,54 Prozent(öffnet im neuen Fenster) an einem einzigen Handelstag. Der S&P North American Software Index hatte bereits im Januar einen Monatsverlust von 15 Prozent verzeichnet, den stärksten Rückgang seit Oktober 2008. Der S&P 500 schloss am 3. Februar 0,84 Prozent niedriger, der Nasdaq Composite gab 1,43 Prozent nach.
Yahoo Finance berichtete(öffnet im neuen Fenster) , dass der Gesamtverlust an Marktwert etwa 285 Milliarden US-Dollar betragen habe.
Jeffrey Favuzza vom Jefferies Equity Trading Desk prägte den Begriff " SaaSpocalypse ". Laut Bloomberg breiteten sich die Verkäufe über den gesamten Technologiesektor aus.
Claude Cowork wurde am 12. Januar 2026 als Research Preview eingeführt und am 16. Januar auf Pro-Abonnenten erweitert(öffnet im neuen Fenster) . Das Plug-in Legal kam Mitte Januar hinzu und bietet Funktionen für Commercial Counsel, Product Counsel und Compliance-Teams.



