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Saarland: Großteil der Haushalte eines Bundeslandes bekommt FTTH

Die Deutsche Glasfaser bietet zwei Dritteln der Haushalte an, FTTH zu buchen. Doch noch ist es nicht soweit.
/ Achim Sawall
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v.l.n.r.: David Zimmer, Gründer von Inexio, Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes, und Thorsten Dirks, CEO von Deutsche Glasfaser. (Bild: Staatskanzlei Saarland/Pf)
v.l.n.r.: David Zimmer, Gründer von Inexio, Tobias Hans, Ministerpräsident des Saarlandes, und Thorsten Dirks, CEO von Deutsche Glasfaser. Bild: Staatskanzlei Saarland/Pf

Die Deutsche Glasfaser wird im Saarland über 300.000 Haushalte mit FTTH (Fiber To The Home) ausstatten. Das gab das Unternehmen am 11. März 2021 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Der Ausbau erfolge "über die nächsten fünf Jahre", sagte Unternehmenssprecher Dennis Slobodian Golem.de auf Anfrage.

Damit wird ein großer Teil der 492.000 Haushalte(öffnet im neuen Fenster) des kleinen Bundeslandes Glasfaser erhalten. Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) sagte, dies "eröffnet dem Saarland die Chance, zu einer digitalen Modellregion in Deutschland zu werden." Damit hat die Deutsche Glasfaser aber keine Exklusivrechte in dem Bundesland. Auch andere Anbieter können dort FTTH ausbauen. "Kooperationspartner sind die einzelnen Kommunen im Saarland. Der Ministerpräsident begleitet diese privatwirtschaftliche Initiative als Infrastrukturmaßnahme. Exklusiven Ausbau kann es nicht geben", sagte Slobodian.

Das Angebot müssen 40 Prozent der potenziellen Kunden annehmen. Nur dann ist der Netzbetreiber Deutsche Glasfaser bereit, die Versorgung im Ort aufzubauen. Wer sich jetzt für einen Glasfaseranschluss entscheidet, bekommt diesen ohne Zusatzkosten. Später müssen 750 Euro gezahlt werden.

"Dafür investieren wir insgesamt mehr als 500 Millionen Euro", sagte Thorsten Dirks, der neue Chef der Deutsche Glasfaser. "Mit zahlreichen Städten und Gemeinden im Saarland haben wir bereits Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Das zeigt, dass die zügige Glasfaserversorgung des Landes möglich ist."

Zu der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser gehört auch Inexio, ein saarländischer Netzbetreiber, der bisher hauptsächlich auf Vectoring setzte. Ein Anschluss an die Straßenecke (FTTC – Fiber To The Curb) kostet Inexio rund 2.000 Euro pro Kunde, bis ins Haus sind rund 5.000 Euro fällig. Der durchschnittliche Umsatz steige aber nur von 42,50 Euro auf 48 Euro pro Kunde, sagte David Zimmer, Gründer von Inexio, im Jahr 2019.


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