Abo
  • Services:

S@d News: E-Mail-Pionier Ray Tomlinson gestorben

Der Programmier Ray Tomlinson ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Er nutzte erstmals das @-Zeichen für Netzwerkadressen und gilt als Erfinder der E-Mail-Kommunikation.

Artikel veröffentlicht am ,
Ray Tomlinson
Ray Tomlinson (Bild: Andreu Veà/WiWiW.org/CC-BY-SA 3.0)

Der US-amerikanische Programmierer Ray Tomlinson ist tot. Der 74-Jährige sei am Samstag offenbar an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben, berichteten zahlreiche US-Medien übereinstimmend. Tomlinson gilt als einer der Erfinder der E-Mail. Er war vor allem bekanntgeworden, weil er erstmals das bis dahin kaum genutzte @-Zeichen aus dem ASCII-Code dazu verwendete, um Empfänger auf unterschiedlichen Hosts adressieren zu können. "Very sad news", schrieb Webpionier Vint Cerf auf Twitter.

Stellenmarkt
  1. wesernetz Bremen GmbH, Bremen
  2. AFS Aviation Fuel Services GmbH, Hamburg

Tomlinson erhielt für seine Entwicklung zahlreiche Auszeichnungen. So wurde er in die Internet Hall of Fame aufgenommen. Zudem belegt er unter den 150 wichtigsten Erfindern des MIT Rang vier.

SNDMSG mit CPYNET verbunden

Bereits in den 60er Jahren gab es die Möglichkeit, E-Mails über das ARPAnet, den Vorgänger des Internets, zu verschicken. Im Jahr 1971 verband Tomlinson das E-Mail-Programm SNDMSG, mit dem man einem Nutzer auf demselben Computer eine Nachricht hinterlassen konnte, mit CPYNET, das Dateien verschickte und empfing. Nun hatte er ein Programm, das es erlaubte, Nachrichten zwischen verschiedenen Hosts zu verschicken. Diese mussten sich jedoch in der Adressierung von der lokalen Nachricht unterscheiden.

Tomlinson kam deshalb auf die Idee, den Namen des Nutzers und den dessen Rechners durch ein damals kaum genutztes Zeichen zu verbinden: das kaufmännische @. Die Geburtsstunde des bis heute geltenden Systems für Mailadressen. Die E-Mail ist immer noch eine der wichtigsten Applikationen des Internets. Selbst die steigende Zahl an Mails mit Virenanhang und Spam hat der Beliebtheit des Dienstes nicht geschadet.

QWERTYUIOP oder etwas Ähnliches

Tomlinson selbst wurde häufig gefragt, was denn der Inhalt der ersten E-Mails mit @-Zeichen gewesen sei. Wahrscheinlich QWERTYUIOP oder etwas Ähnliches, schrieb er auf seiner Webseite. Er habe sich selbst die Mails zwischen zwei Rechnern hin- und hergeschickt, die auf derselben Etage gestanden hätten. Später habe er dann eine Mail an die Mitglieder seiner Arbeitsgruppe geschickt und ihnen das Programm erklärt. "Der erste Nutzen der vernetzten E-Mail kündigte deren eigene Existenz an", schrieb Tomlinson.

Das @-Zeichen wurde inzwischen so populär, dass das Museum of Modern Arts (Moma) in New York ihm im Jahr 2010 bereits eine Ausstellung widmete. Denn das @ sei ein wichtiger Teil unserer Identität in der Beziehung und Kommunikation mit anderen geworden. Unbewusst sei Tomlinson damit zum Designer geworden, was gewürdigt und gefeiert werden müsse, meinte das Moma. Immerhin sei das @-Symbol heutzutage rund um den Globus ein Teil des Lebens geworden.

Uraltes Zeichen neu genutzt

Das Zeichen selbst stammt möglicherweise schon aus dem 6. oder 7. Jahrhundert - als Ligatur (Verbindung), die dazu diente, die lateinische Präposition "ad", die zu, nach oder hinzu bedeutet, in einem Federstrich zu verbinden. Im 16. Jahrhundert sei das @ von venezianischen Händlern als Symbol für Amphoren genutzt worden. Diese dienten als Maßeinheit, da es sich um Tongefäße mit standardisierter Größe handelte.

Ab 1885 war das @ auf amerikanischen Schreibmaschinen zu finden und wurde 1894 im American Dictionary of Printing & Bookmaking als kommerzielles a beschrieben. Seit 1963 ist es im ersten ASCII (American Standard Code for Information Interchange) verzeichnet. Zu dem Zeitpunkt war das @ sowohl eine Abkürzung für "bei" als auch für "zu einem Zinssatz von" und wurde hauptsächlich in der Buchhaltung und bei Rechnungen genutzt. "Das at war einfach sinnvoll", sagte Tomlinson auf die Frage, warum er ausgerechnet dieses für den Zweck ausgewählt habe.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 5€
  2. 22,49€
  3. 39,99€

mnementh 07. Mär 2016

Der erste IBM PC kam 1981, also passt das nicht zu den 70ern. Grundsätzlich ist der PC...

Mathis 07. Mär 2016

...


Folgen Sie uns
       


Lenovo Ideapad 720S - Test (AMD vs. Intel)

Wir vergleichen Lenovos Ideapad 720S mit AMDs Ryzen 7 und Intels Core i5.

Lenovo Ideapad 720S - Test (AMD vs. Intel) Video aufrufen
Dell XPS 13 (9370) im Test: Sehr gut ist nicht besser
Dell XPS 13 (9370) im Test
Sehr gut ist nicht besser

Mit dem XPS 13 (9370) hat Dell sein bisher exzellentes Ultrabook in nahezu allen Bereichen überarbeitet - und es teilweise verschlechtert. Der Akku etwa ist kleiner, das spiegelnde Display nervt. Dafür überzeugen die USB-C-Ports, die Kühlung sowie die Tastatur, und die Webcam wurde sinnvoller.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Ultrabook Dell hat das XPS 13 ruiniert
  2. XPS 13 (9370) Dells Ultrabook wird dünner und läuft kürzer
  3. Ultrabook Dell aktualisiert XPS 13 mit Quadcore-Chip

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

    •  /