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Renoir knapp hinter Matisse

Wir testen alle Ryzen-CPUs auf einem Asus Crosshair VIII Hero WiFi (X570, Firmware v2103), die Intel-Modelle auf einem Gigabyte Z490 Aorus Master (Firmware vM4), auf einem Asus Maximus XI Hero (Z390, Firmware v1502) und auf einem MSI Z270 SLI Plus (Firmware 7A59v1A). Die Prozessoren laufen mit 32 GByte DDR4-Speicher nach den jeweiligen AMD/Intel-Spezifikationen sowie CL14, als Netzteil kommt ein Seasonic Prime TX mit 1000 Watt zum Einsatz. Alle Anwendungen und Spiele plus Windows 10 v1909 sind auf einer Corsair Force MP600 mit PCIe Gen4 installiert.

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Sehen wir uns zuerst die reine CPU-Leistung an: Hierzu vergleichen wir den Ryzen 7 Pro 4750G mit dem Ryzen 7 3700X - beides Achtkerner - und den Ryzen 5 Pro 4650G mit dem Ryzen 5 3600 - beides Sechskerner -, da alle vier Prozessoren von AMD auf 65 Watt spezifiziert sind. Die integrierte Grafikeinheit gereicht den Renoir-APUs hier nicht zum Nachteil, da wir die Spiele-Benchmarks mit einer dedizierten Geforce RTX 2080 Ti durchführen und diese auch bei den Ryzen 4000G per x16-Lanes angebunden ist.

Im Mittel überholt der 3700X den 4750G um 6 Prozent und der 3600 liegt 4 Prozent vor dem 4650G. Das sagt allerdings nur bedingt etwas aus: Bei Render-Tests wie Blender oder dem Cinebench sowie dem Video-Encoding mit Adobe Premiere herrscht zwischen CPU und APU ein Patt, hier stellen Änderungen wie der geviertelte L3-Cache keinen Nachteil dar. Der Packer 7-Zip hingegen reagiert deutlich, weshalb die beiden Ryzen 3000 einen Vorsprung von 14 Prozent respektive 11 Prozent erreichen.

  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
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  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)

Etwas überrascht waren wir beim Faststone Image Viewer, da dort die zwei APUs unsere Fotos bei der Batch-Bearbeitung zügiger umwandelten. Als kompletter Ausreißer präsentiert sich der y-Cruncher, der stark auf AVX(2)-Code setzt. Der 4750G und der 4650G sind dort massiv langsamer als die beiden Ryzen 3000, wobei wir nicht wissen, worauf das genau zurückzuführen ist. Andere Apps mit beschleunigender AVX-Unterstützung wie Blender zeigen kein derartiges Verhalten.

AMDs bisherige Top-APU, der Ryzen 5 3400G, hält aufgrund von vier Kernen und älterer Architektur in keinem Fall mit den beiden Renoir-Chips mit. Bereits Singlethread-Workloads sind mindestens 20 Prozent flotter abgearbeitet, bei Multithreading wächst der Abstand teils auf mehr als das Doppelte. Verglichen mit Intels Modellen schlagen sich die Ryzen 4000G ebenfalls gut: Der 4750G bewegt sich auf dem Niveau eines Core i7-10700(F), der 4650G legt sich mit dem Core i5-10400(F) an.

Die integrierte Grafik der Renoir-APUs basiert erneut auf der Vega-Architektur, allerdings hat AMD einen anderen Ansatz als bei den Picasso-APUs gewählt: Weniger Shader-Einheiten bei höherem Takt sollen es richten, was zu einer kaum gestiegenen theoretischen Rechenleistung führt. Dennoch messen wir 12 Prozent (Vega8 vs Vega11) und 8 Prozent (Vega7 vs Vega11) in Spielen, was 1080p-Gaming etwas flüssiger macht. Die Performance reicht fast an eine Geforce GT 1030 heran. Die Vega-Renoir-iGPU unterstützt Play Ready 3.0, weshalb wir Netflix in 4K mit HDR schauen können.

  • Asus Prime B550-Plus, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Asus Prime B550-Plus, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Asus Prime B550-Plus, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Asus Prime B550-Plus, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Asus Prime B550-Plus, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Asus Prime B550-Plus, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Asus Prime B550-Plus, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
Asus Prime B550-Plus, 32GB DDR4, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)

Hinsichtlich der Leistungsaufnahme überzeugen die beiden Ryzen 4000G insbesondere im Leerlauf. Weil die Matisse-CPUs intern aus zwei Dies bestehen, ist das ein Schwachpunkt der Ryzen 3000. Der monolithische Ansatz von Renoir spart Energie, wir messen im idle-Betrieb über 10 Watt weniger. Unter Last erreicht der 4750G die 88 Watt Package Power, die AMD einem 65-Watt-Chip zugesteht. Der 4650G bleibt deutlich darunter. Und damit weiter zum Resümee.

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 Ryzen Pro 4750G/4650G im Test: Die mit Abstand besten Desktop-APUsVerfügbarkeit und Fazit 
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Rocketeer 10. Aug 2020 / Themenstart

ARM muss sich erst einmal flächig und über eine gewisse Dauer am Markt beweisen, damit...

ms (Golem.de) 03. Aug 2020 / Themenstart

Danke, fixed.

Lightkey 03. Aug 2020 / Themenstart

Chipsatz bezeichnet die Kombination aus Northbridge zur Hauptspeicherverwaltung und...

ms (Golem.de) 01. Aug 2020 / Themenstart

Die APUs selbst integrieren doch Sata und USB.

ms (Golem.de) 31. Jul 2020 / Themenstart

AMD hat sich diesbezüglich nicht geäußert.

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