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Intel verliert den Anschluss

AMD stellt Renoir gegen Intels 10th Gen Core, die sich in zwei Modellreihen unterteilen: Prozessoren wie der Core i7-10710U (Comet Lake U) sind bis zu sechskernige 14-nm-Designs mit schwacher iGPU und DDR4/LPDDR3-Support, wohingegen es sich bei CPUs wie dem Core i7-1068G7 (Ice Lake U) um 10-nm-Chips mit nur bis zu vier Kernen, aber schneller Grafikeinheit und LPDDR4X-Unterstützung handelt.

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Der Ryzen 7 4800U (8C/16T, Vega8) und der Ryzen 7 4700U (8C/8T, Vega7) schlagen Intels Core i7-10710U (6C/12T, UHD 24EU) und Core i7-1068G7 (4C/8T, Iris Plus 64EU) laut AMDs eigenen Benchmarks durchweg: Bei Singlethread-Workloads reicht es für einen knappen Vorsprung, bei Multithreading-Anwendungen liegt Renoir sehr weit vorne und bei iGPU-Gaming fällt die Bildrate selbst verglichen mit Intels Iris Plus deutlich höher aus.

Ryzen 5 mit großem Abstand vorne

Auch beim Vergleich des Ryzen 5 4600U (6C/12T, Vega6) und des Ryzen 5 4500U (6C/6T, Vega6) gegen den Core i5-10210U (4C/8T, UHD 24EU) und den Core i5-1035G1 (4C/8T, UHD 24EU) fällt das Resultat quasi identisch zu AMD aus. Allerdings gibt es noch einen 1035G4 und einen 1035G7 mit schnellerer Grafikeinheit, diese Prozessoren fehlen im Vergleich. Beim Duell des Ryzen 3 4300U (4C/4T, Vega5) gegen den Core i3-1005G1 (2C/4T, UHD 24EU) gewinnt wenig überraschend Ersterer. Alle Messungen entstanden mit 15 Watt, laut AMD steigt bei Renoir die Leistung durch 25 Watt um 5 Prozent (Cinebench R20 nT) über 9 Prozent (3DMark Time Spy) bis 17 Prozent (PCMark 10 DCC) an.

  • Blockdiagramm zu Renoir (Bild: AMD)
  • Renoir misst 156 mm² und hat 9,8 Milliarden Transistoren. (Bild: AMD)
  • Der L3-Cache wurde auf 8 MByte geviertelt. (Bild: AMD)
  • Renoir hat weniger, dafür aber schnellere Compute Units. (Bild: AMD).
  • Das die IP-Blöcke verknüpfende Fabric wurde sparsamer. (Bild: AMD)
  • Renoir weist allerhand Effizienzverbesserungen auf. (Bild: AMD)
  • Der Chip verweilt häufiger bei 1,4 GHz oder in Schlafmodi. (Bild: AMD)
  • Renoir gibt dem Betriebssystem mehr ACPI-Zustände zur Auswahl. (Bild: AMD)
  • Ein überarbeiteter DSP sorgt für längere Laufzeiten. (Bild: AMD)
  • Der Video Core Next beschleunigt 4K-Inhalte, jedoch kein AV1. (Bild: AMD)
  • Durch LPDDR4X steigt die Bandbreite und das Speichersubsystem wird sparsamer. (Bild: AMD)
  • Per System Temperature Tracking v2 boostet Renoir länger. (Bild: AMD)
  • Wird eine dedizierte Radeon verwendet, kann diese per Smart Shift mehr Power-Budget erhalten. (Bild: AMD)
  • Ryzen 7 4800U gegen Core i7-1068G7 und Core i7-10710U (Bild: AMD)
  • Ryzen 5 4600U gegen Core i5-1035G1 und Core i5-10210U (Bild: AMD)
  • Ryzen 3 4300U gegen Core i3-1005G1 (Bild: AMD)
  • Ryzen 9 4900HS gegen Core i9-9880H (Bild: AMD)
  • Ryzen 7 4800H gegen Core i7-9750H (Bild: AMD)
  • Akkulaufzeit Renoir gegen Ice Lake (Bild: AMD)
Ryzen 7 4800U gegen Core i7-1068G7 und Core i7-10710U (Bild: AMD)

Im 35- und 45-Watt-Segment sieht sich AMD ebenfalls besser aufgestellt als Intel: Der Ryzen 9 4900HS (8C/16T) mit 35 Watt schlägt selbst den Core i9-9880H (8C/16T) mit 45 Watt in fast allen Benchmarks, der Ryzen 7 4800H mit 45 Watt hat daher ein leichtes Spiel gegen den Core i7-9750H (6C/12T) mit ebenfalls 45 Watt. AMD geht daher davon aus, dass künftig deutlich mehr Notebooks mit dedizierter Grafikeinheit verkauft werden, die einen 35/45-Watt-Renoir-Chip statt eines Intel-Prozessors verwenden.

Zumindest für die 15/25-Watt-Klasse relevant ist jedoch neben der Leistung vor allem die Akkulaufzeit: Die bereits erläuterten Verbesserungen für Effizienz und Sparsamkeit sollen sich hier besonders bemerkbar machen, weshalb AMD dem Thema eine einstündige Präsentation widmete. Ein direkter Vergleich von Renoir und Ice Lake oder Comet Lake war nicht möglich, weil es an identischen Geräten mangelt. Daher verwendet AMD ein Lenovo Yoga Slim 7 14ARE und stellt dieses gegen ein Dell XPS Convertible (7390), eines der besten Ice-Lake-Convertibles am Markt.

  • Blockdiagramm zu Renoir (Bild: AMD)
  • Renoir misst 156 mm² und hat 9,8 Milliarden Transistoren. (Bild: AMD)
  • Der L3-Cache wurde auf 8 MByte geviertelt. (Bild: AMD)
  • Renoir hat weniger, dafür aber schnellere Compute Units. (Bild: AMD).
  • Das die IP-Blöcke verknüpfende Fabric wurde sparsamer. (Bild: AMD)
  • Renoir weist allerhand Effizienzverbesserungen auf. (Bild: AMD)
  • Der Chip verweilt häufiger bei 1,4 GHz oder in Schlafmodi. (Bild: AMD)
  • Renoir gibt dem Betriebssystem mehr ACPI-Zustände zur Auswahl. (Bild: AMD)
  • Ein überarbeiteter DSP sorgt für längere Laufzeiten. (Bild: AMD)
  • Der Video Core Next beschleunigt 4K-Inhalte, jedoch kein AV1. (Bild: AMD)
  • Durch LPDDR4X steigt die Bandbreite und das Speichersubsystem wird sparsamer. (Bild: AMD)
  • Per System Temperature Tracking v2 boostet Renoir länger. (Bild: AMD)
  • Wird eine dedizierte Radeon verwendet, kann diese per Smart Shift mehr Power-Budget erhalten. (Bild: AMD)
  • Ryzen 7 4800U gegen Core i7-1068G7 und Core i7-10710U (Bild: AMD)
  • Ryzen 5 4600U gegen Core i5-1035G1 und Core i5-10210U (Bild: AMD)
  • Ryzen 3 4300U gegen Core i3-1005G1 (Bild: AMD)
  • Ryzen 9 4900HS gegen Core i9-9880H (Bild: AMD)
  • Ryzen 7 4800H gegen Core i7-9750H (Bild: AMD)
  • Akkulaufzeit Renoir gegen Ice Lake (Bild: AMD)
Akkulaufzeit Renoir gegen Ice Lake (Bild: AMD)

Bei Metriken wie leichter Anwendungslast, Webbrowsing, Videowiedergabe und Gaming erreicht das Renoir-Gerät normiert auf 60 Wattstunden die bessere oder zumindest annähernd ähnliche Laufzeit. Beim CPU-Rendering liegt Intel zwar vorne, in der gleichen Zeit erreicht der Ryzen 7 4800U dank 25 Watt jedoch deutlich mehr Projektfortschritt als der Core i7-1065G7. Klare Vorteile hat das XPS Convertible (7390) mit Intel-Chip einzig im Leerlauf bei ruhendem Desktop und im Connected Standby. Im Idle-Betrieb gilt allerdings zu beachten, dass PSR (Panel Self Refresh) vom AMD-Gerät nicht unterstützt wird und dass der Connected Standby mit 132 statt 170 Stunden in der Praxis völlig ausreicht.

Zusammenfassung und Ausblick

Für AMD ist Renoir ein wichtiger Schritt, denn nach dem Server- und dem Desktop-Segment ist der Notebook-Markt die letzte Intel-Bastion. Dank 7-nm-Technik, acht Zen-2-Kernen, Vega-Grafik, LPDDR4X-Speicher und allerhand technischen Optimierungen scheint Renoir zu überzeugen. Das denken wohl auch die Partner, denn laut AMD steigt die Anzahl der Design-Wins von 75 (Raven Ridge) über 110 (Picasso) auf 170 (Renoir) an. Wir selbst werden uns in Kürze das Lenovo Yoga Slim 7 14ARE (PDF) näher anschauen.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von AMD hin am Tech Day in Austin teilgenommen, die Reise- und Hotelkosten wurden von AMD übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

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thomas.pi 17. Mär 2020

Ich schreibe diese Nachricht an einem Übergangsnotebook, einen Thinkpad E485. Obwohl es...

tritratrulala 17. Mär 2020

Ich wette da wird irgendein Mikrocontroller eingesetzt oder ähnliches, damit die Haupt...

x2k 16. Mär 2020

Ich stelle mir grade einen indianer vor der ein intel logo auf dem kopf trägt. Intel...


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