Abo
  • Services:

Ryzen-CPU: Ach AMD!

Drei Wochen nach dem Start der Ryzen-CPUs von AMD gibt es weiter kaputte Benchmarks, Probleme in Spielen und seltsame Bugs. Das führt zu nervigen Spekulationen und falschen Annahmen. Die Geheimniskrämerei von AMD und Microsoft hilft da leider nicht weiter - und das mit Absicht.

Ein IMHO von veröffentlicht am
Ryzen macht teils immer noch Probleme und AMD hält sich dazu extrem zurück.
Ryzen macht teils immer noch Probleme und AMD hält sich dazu extrem zurück. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nach jahrelanger Entwicklung einer völlig neuen CPU-Architektur ist AMD mit dem Start der Ryzen-CPUs vor drei Wochen tatsächlich ein fulminanter Neustart gelungen, und der Ausspruch "AMD ist endlich zurück" von AMDs Technikchef Mark Papermaster hat absolute Berechtigung. Allerdings schneidet die CPU vor allem in Spielen unerwartet schlecht ab und auch andere Benchmarks liefern teils seltsame Ergebnisse. Natürlich hat jeder im Netz direkt eine Erklärung dafür und bietet gleich eine Handvoll Lösungen an.

Die CCX sind kein Problem

Inhalt:
  1. Ryzen-CPU: Ach AMD!
  2. Der Scheduler ist schuld! Oder nicht?

So zum Beispiel für die vermuteten Probleme bei der Kommunikation zwischen den Core Complex (CCX) der CPUs. Die hierzu vielfach wiederholte und wohl dümmste vorgeschlagene Lösung von allen sieht vor, dass AMD die zwei CCX der Ryzen-Chips einfach als zwei Numa-Nodes definieren könnte. Damit wären dann die Probleme behoben und die Anwendungen irgendwie magisch besser.

Das ist aber totaler Blödsinn, da vor allem unter Windows Anwendungen speziell für die Numa-Nutzung programmiert werden müssten. Geschieht das nicht, könnten die Anwendungen standardmäßig nur noch vier der verfügbaren acht Kerne nutzen. Das wiederum kann doch keiner ernsthaft für eine Desktop-CPU fordern wollen.

Auch die Idee, dass die Kommunikation zwischen den CCX selbst irgendwie für die messbaren Leistungseinbußen im Vergleich zu Intel-Plattformen verantwortlich ist, ist zumindest etwas gewagt. Obwohl auch wir davon ausgehen, dass die Kommunikation zwischen den L3-Caches der CCX, die vor allem vom Speichertakt limitiert ist, offensichtlich langsamer ist als bei Intel-Chips, die diesen Aufbau eben nicht haben, wodurch Anwendungen möglicherweise gebremst werden.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Frankfurt
  2. SICK AG, Waldkirch bei Freiburg im Breisgau

Doch bei einer Bandbreite von über 40 GByte/s selbst mit vergleichsweise langsamem DDR4-2667-Speicher sollte die Kommunikation nicht das Problem sein. Die Ursache liegt hier wohl eher in der zu hohen Latenz der Kommunikation. Was diese aber verursacht - RAM, Uncore, die CCX, Firmware der Mainboards oder vielleicht doch die ausgeführte Software - lässt sich derzeit nicht sicher sagen.

Doch all diese Unwägbarkeiten lassen leider viel Raum für stark divergierende Benchmark-Ergebnisse und für wilde Spekulationen, die AMD und auch Microsoft doch eigentlich ganz leicht einfangen könnten.

Der Scheduler ist schuld! Oder nicht? 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 4,99€
  2. (u. a. The Hateful 8 Blu-ray, Hacksaw Ridge Blu-ray, Unlocked Blu-ray, Ziemlich beste Freunde Blu...
  3. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  4. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)

Jesterfox 25. Mär 2017

"Alternative Facts"? Danach klingt eher die "720p ist irrelevant Fraktion"... aber egal...

bombinho 25. Mär 2017

Es sei denn, das OS crasht bei der Fehlerbehandlung.

bombinho 25. Mär 2017

Da der Thread mit meinem Hinweis darauf, dass verschiedene Gigabyte-Boards bereits BIOS...

kingnewbie2012 25. Mär 2017

:) normalerweise brauchen solche Office Programme kein PC Power. Man sagt immer 300...

Ach 25. Mär 2017

X390 heißt AMDs neuer HEDT Chipset, X399, das ist der Dual Socket WS Chipset. Die 16Core...


Folgen Sie uns
       


Genfer Autosalon 2018 - Bericht

Wir fassen den Genfer Autosalon 2018 im Video zusammen.

Genfer Autosalon 2018 - Bericht Video aufrufen
Filmkritik Ready Player One: Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke
Filmkritik Ready Player One
Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

Steven Spielbergs Ready Player One ist eine Buchadaption - und die Videospielverfilmung schlechthin. Das liegt nicht nur an prominenten Statisten wie Duke Nukem und Chun-Li. Neben Action und Popkulturreferenzen steht im Mittelpunkt ein Konflikt zwischen leidenschaftlichen Gamern und gierigem Branchenriesen. Etwas Technologieskepsis und Nostalgiekritik hätten der Handlung jedoch gutgetan.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Filmkritik Tomb Raider Starke Lara, schwacher Film
  2. Filmkritik Auslöschung Wenn die Erde außerirdisch wird
  3. Vorschau Kinofilme 2018 Lara, Han und Player One

Virgin Galactic: Spaceship Two fliegt wieder - trotz tödlicher Unfälle
Virgin Galactic
Spaceship Two fliegt wieder - trotz tödlicher Unfälle

Die Entwicklung des Raketenflugzeugs für Touristenflüge in den Weltraum hat schon vier Menschenleben gekostet. Vergangenen Donnerstag hat Virgin Galactic die Tests mit Raketentriebwerk wieder aufgenommen.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer


    Razer Nommo Chroma im Test: Blinkt viel, klingt weniger
    Razer Nommo Chroma im Test
    Blinkt viel, klingt weniger

    Wenn die Razer Nommo Chroma eines sind, dann auffällig. Dafür sorgen die ungewöhnliche Form und die LED-Ringe, die sich beliebig konfigurieren lassen. Die Lautsprecher sind aber eher ein Hingucker als ein Hinhörer.
    Ein Test von Oliver Nickel

    1. Razer Kiyo und Seiren X im Test Nicht professionell, aber schnell im Einsatz
    2. Stereolautsprecher Razer Nommo "Sind das Haartrockner?"
    3. Nextbit Cloud-Speicher für Robin-Smartphone wird abgeschaltet

      •  /