Ryzen: AMDs CPU-Marktanteil sinkt und steigt

Obgleich AMD im März 2017 seine neuen Ryzen-CPUs veröffentlicht hat, scheint die Nachfrage nach den Prozessoren recht verhalten bei Spielern; stattdessen greifen offenbar semi-professionelle Nutzer eher zu. Diese beiden Aussagen lassen sich aus der Hardware-Umfrage von Valves Online-Distributionsplattform Steam und der Datenbank des Passmark-Benchmarks ableiten, deren Ergebnisse für Juni 2017 vorliegen.



Laut Valves Hard- und Software-Survey bei Steam, die zufällige Nutzer der Plattform nach ihren Systemen befragt, ist der Anteil der Windows-Spieler mit AMD-Prozessoren von Mai auf Juni um 0,85 Prozentpunkte auf 19,01 Prozent gesunken. Im Februar 2017, vor dem Erscheinen von Ryzen, waren es noch 21,89 Prozent. Intels Anteil ist im gleichen Zeitraum von 78,07 auf 80,92 Prozent gestiegen - andere Hersteller sind nicht vertreten.
Ein Blick in die Aufschlüsselung zeigt allerdings, dass sich seit Februar die Anzahl der Achtkerner verdoppelt hat. Das spricht dafür, dass zwar einige Nutzer zu Intel und deren Octacores gewechselt sind, aber auch Neukäufe von AMDs Ryzen erscheinen wahrscheinlich. Anders als bei Grafikkarten erfasst Steam jedoch nicht den Typ der eingesetzten Prozessoren. Valve gab im Juli 2017 bekannt, dass die Online-Distributionsplattform zuletzt 67 Millionen aktive Nutzer im Monat aufweise, davon 14 Millionen täglich gleichzeitig.
Der Passmark zeigt deutliche Zuwächse
Anders im Passmark, einem Benchmark von Passmark Software. Der enthält einen CPU-Test, unter anderem Kompression und Verschlüsselung, hinzu kommen 2D- sowie 3D-Grafiktests plus ein HDD- und RAM-Test. Die eigenen Werte zu den Marktanteilen basieren auf den hochgeladenen Ergebnissen des Passmarks, die Nutzerbasis ist also viel geringer als bei Steam. Passmark Software zufolge legte AMD auf derzeit 23,50 Prozent zu - statt 18,10 Prozent wie im ersten Quartal 2017.
Im März 2017 kamen die Achtkern-Ryzen 7 ( 1800X sowie 1700/X ) in den Handel, Mitte April erschienen die Hexa- und Quadcores wie der 1600X und der 1500X , die durch niedrigere Preise mehr Kunden ansprechen.



