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Ryzen AI 400 Pro: AMD zeigt neue Ryzen Pro für Desktop und Notebooks

MWC 2026
AMDs versprochene AM5-CPUs mit RDNA 3.5 iGPU und besserer NPU sind da. Trotz Fokus auf Unternehmen ist ein Modell auch für Consumer interessant.
/ Johannes Hiltscher
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Einige Modelle der Pro-Variante der Ryzen AI 400 bringt AMD auch für den Sockel AM5. (Bild: AMD)
Einige Modelle der Pro-Variante der Ryzen AI 400 bringt AMD auch für den Sockel AM5. Bild: AMD

Bereits zur CES im Januar 2026 hatte AMD angekündigt, seine aktuelle Generation an Notebook-CPUs auch für den Sockel AM5 anzubieten. Vorgestellt wurden sie allerdings erst jetzt im Rahmen des Mobile World Congress (MWC). AMD präsentiert sie zusammen mit der Pro-Serie, die in erster Linie auf Unternehmen ausgerichtet ist. Die entsprechenden Ryzen AI 400 Pro zeigt AMD in Barcelona, die gesockelten Modelle kommen auch als reguläre Consumer-Variante.

Der Unterschied zwischen Consumer- und Pro-Modellen sind zusätzliche Management-Möglichkeiten und eine längere Unterstützung seitens AMD für letztere. Die Pro-Plattform ermöglicht nun auch das Löschen der Festplatte und Windows Recovery ohne physischen Zugriff sowie Authentifizierung im Active Directory. Softwareunterstützung sichert AMD bis fünf Jahre nach dem Ende der Auslieferung von Pro-CPUs zu.

Die meisten der Pro-CPUs sind identisch zu den Consumer-Modellen. Mit dem Ryzen AI 5 Pro 440 taucht allerdings ein Sechskerner auf, der trotz niedrigerer Modellnummer attraktiver ist als das Consumer-Modell Ryzen AI 445. Ihm stehen, wie dem Achtkerner, 16 MByte L3-Cache zur Verfügung, beim 445 sind es lediglich 8 MByte. Auch sind die Hälfte der Kerne vollwertige Zen5-Kerne. Ein Vierkerner hingegen fehlt in der Pro-Reihe.

Attraktiver Nachfolger für Ryzen 8000G?

Für den Sockel AM5 kommen nur die drei kleinsten Modelle, allerdings in je zwei von AMD bereits lange genutzten Varianten: die G-Variante mit 65 W TDP, die GE-Variante mit 35 W TDP.

Modellpalette AMD Ryzen AI 400 Pro
AM5-VarianteKerne Zen5/Zen5c/ThreadsMax. Boost-TaktBasistaktSpeicherCache L2+L3 MBytePCIe 4.0 LanesNPU TOPSGPUCompute Units
Ryzen AI 9 HX Pro 475Nein4/8/245,2 GHz2,0 GHzLPDDR5 8.533 / DDR5 5.60012+241660Radeon 890M16
Ryzen AI 9 HX Pro 470Nein4/8/245,2 GHz2,0 GHzLPDDR5 8.533 / DDR5 5.60012+241655Radeon 890M16
Ryzen AI 9 Pro 465Nein4/6/205,0 GHz2,0 GHzLPDDR5 8.533 / DDR5 5.60010+241650Radeon 880M12
Ryzen AI 7 Pro 450Ja4/4/165,1 GHz2,0 GHzLPDDR5 8.533 / DDR5 5.6008+161650Radeon 860M8
Ryzen AI 5 Pro 440Ja3/3/124,8 GHz2,0 GHzLPDDR5 8.533 / DDR5 5.6006+161650Radeon 840M4
Ryzen AI 5 Pro 435Ja2/4/124,5 GHz2,0 GHzLPDDR5 8.000 / DDR5 5.6006+81450Radeon 840M4

Abseits der TDP und damit der erreichbaren Maximalleistung unterscheiden sich G- und GE-Variante nicht. Die Spezifikation gleicht den jeweiligen Notebook-Varianten. Inwieweit sich die Desktop-Variante der Ryzen AI Pro 400 von den Ryzen 8000G absetzen können, ist schwer zu sagen – zwar gibt es leistungsfähigere Zen5- statt Zen4-Kerne, von denen allerdings die meisten als Kompaktversion niedrigere Boost-Takte erreichen.

Die iGPU ist zwar mit RDNA 3.5 moderner, gleichzeitig hat AMD aber die Anzahl der Compute Units (CUs) reduziert – beim Ryzen AI Pro 7 gibt es nur acht statt zwölf, die auch im Sechskerner Ryzen 5 8600G (Test) arbeiten. Dafür dürfen die iGPUs der Ryzen AI Pro 400 etwas höher takten. Als attraktiv könnte sich erweisen, dass AMD die Ryzen AI 400 mit seiner Programmierumgebung ROCm unterstützt. Wesentlich mehr Leistung gibt es nur bei der NPU.

Angaben zu Preisen und Verfügbarkeit machte AMD noch nicht.


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