Ryzen 9 5950X/5900X im Test: AMD dominiert Intel überall*

Vom Underdog zum Alphatier: Die Ryzen 9 5950X/5900X schlagen die Intel-Konkurrenz durchweg. *Nun gut, eine einzige Ausnahme gibt es.

Ein Test von veröffentlicht am
Ryzen 9 5950X/5900X im Test: AMD dominiert Intel überall*
(Bild: Pexels/Montage: Golem.de)

Noch vor einigen Jahren waren AMDs Bulldozer-Prozessoren der Intel-Konkurrenz derart unterlegen, dass selbst niedrige Preise kaum ein Argument waren. Mit den 2017 erschienenen Ryzen 1000 (Test) rückte AMD dann wieder nahe heran und heute - dreieinhalb Jahre später - zieht der einstige Underdog endgültig vorbei.

In Anwendungen waren die bisherigen Matisse-CPUs wie der Ryzen 9 3950X (Test) aufgrund von bis zu 16 Kernen bereits unschlagbar, mit den Ryzen 5000 alias Vermeer will AMD auch die letzte Intel-Bastion überwunden haben. Und so viel sei vorab gesagt, der Ryzen 9 5950X und der Ryzen 9 5900X überzeugen selbst Gaming-Enthusiasten. Wir haben beide CPUs ausführlich getestet.

Vorerst bringt AMD vier Vermeer-Prozessoren in den Handel: den 16-kernigen Ryzen 9 5950X, den 12-kernigen Ryzen 9 5900X, den 8-kernigen Ryzen 7 5800X und den 6-kernigen Ryzen 5 5600X. Auf den ersten Blick erinnern die groben Eckdaten sehr stark an die jeweiligen Vorgänger, da die (nominellen) Taktraten fast gleich und die Menge an L3-Cache sogar identisch ausfällt. Das täuscht aber, da AMD die Chips intern drastisch überarbeitet hat.

  • Ryzen 9 5950X (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • Ryzen 9 5950X (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
  • AMD verzichtet auf einen Boxed-Kühler. Bild: Marc Sauter/Golem.de)
Ryzen 9 5950X (Bild: Marc Sauter/Golem.de)
KerneTaktL3-CacheSpeichercTDPLaunch-Preis
Ryzen 9 5950X16 + SMT3,4 GHz bis 4,9 GHz64 MByteDDR4-3200105 Watt800 US-Dollar (800 Euro)
Ryzen 9 5900X12 + SMT3,7 GHz bis 4,8 GHz64 MByteDDR4-3200105 Watt550 US-Dollar (550 Euro)
Ryzen 7 5800X8 + SMT3,8 GHz bis 4,7 GHz32 MByteDDR4-3200105 Watt450 US-Dollar (450 Euro)
Ryzen 5 5600X6 + SMT3,7 GHz bis 4,6 GHz32 MByteDDR4-320065 Watt300 US-Dollar (300 Euro)
Spezifikationen von AMDs Ryzen 5000 (Vermeer)

Die Ryzen 5000 sind allerdings durch das gestiegene Leistungsniveau und die höheren Herstellungskosten teurer als die Ryzen 3000, verglichen mit ihren Matisse-Pendants bietet AMD die Vermeer-CPUs für durchweg 50 US-Dollar mehr an. Weil die älteren Chips schon eine Weile am Markt verfügbar sind, liegen die Straßenpreise zudem deutlich unter den Listenpreisen, weshalb für die Ryzen 5000 ein klarer Aufschlag fällig ist. AMD betont jedoch, man habe schlicht die schnellsten Midrange-Sockel-Prozessoren.

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Seitens Intel war vor dem Launch wenig zu hören, sonst übliche Marketing-Sticheleien gab es keine. Stattdessen meldete sich der Hersteller am Vorabend der Ankündigung der Ryzen 5000 noch schnell zu Wort: Im ersten Quartal 2021 sollen die Rocket Lake S genannten Desktop-Chips mit acht Kernen erscheinen, sie werden als 11th Gen vermarktet und nutzen die Cypress-Cove-Architektur. Bis dahin muss die 10th Gen alias Comet Lake S die Stellung halten, der Core i9-10900K (Test) steht dort an der Spitze.

Bevor wir aber mit den Benchmarks und deren Auswertung beginnen, erläutern wir, welche Hauptplatinen sowie Chipsätze es für die Ryzen 5000 braucht und welche technischen Ideen sich AMD für die Zen-3-Architektur hat einfallen lassen.

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Alter Sockel, neue Chiplets 
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xPandamon 15. Nov 2020

Ich will sehen wie Intel AMD mit höherem Takt überholt. Die letzte Gen war doch schon...

xPandamon 15. Nov 2020

Muss man halt mal kurz warten. Intel und Nvidia konnten bei deren Releases noch weniger...

rainer_d 09. Nov 2020

Ein Haufen Umsatz (50% +x glaube ich sogar) wird mit Cloud Hostern gemacht, die ein paar...

Trollversteher 09. Nov 2020

Der hatte sogar 12 Threads ;-) Aber das haben die aktuellen Hexacores ja auch. Zumal ja...

Muellersmann 08. Nov 2020

Es wird immer auf ein Argument mit einem anderen Argument geantwortet, was nicht direkt...


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