Effizient, aber am Limit

Hinsichtlich der Leistungsaufnahme gibt es bei den Ryzen 5000 keine wirklichen Überraschungen, was jedoch positiv zu bewerten ist. AMD nutzt auch bei den Vermeer-CPUs das N7-DUV-Verfahren und dasselbe PDK (Process Design Kit) von TSMC, konkret die leicht verbesserte Variante, die schon bei den Ryzen 3000XT eingesetzt wurde. Auf Nachfrage erklärte AMD, dass es Änderungen auf Transistorebene gab, nannte aber keine Details.

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Die maximal zulässige Leistungsaufnahme (142 Watt Package Power Target [PPT] bei 105 Watt TDP), die Grenze für die Stromstärke von kurzfristig 140 Ampere (Electrical Design Current, EDC) sowie dauerhaft 95 Ampere (Thermal Design Current, TDC) ist dieselbe wie bisher, sofern die CPU-Temperatur unter dem verlöteten Heatspreader (Tcase) weniger als 62 Grad Celsius beträgt.

Ergo wundert es uns auch nicht, dass der Ryzen 9 5950X und der Ryzen 9 5900X unter Vollast ähnlich viel Energie benötigen wie ihre Vorgänger. Bei Singlethread-Workloads steigt die Leistungsaufnahme ein bisschen, was durch die höheren Spitzenfrequenzen bedingt ist. Tatsächlich schafft der 5950X etwas über 5 GHz, wenngleich er offiziell nur mit bis zu 4,9 GHz läuft. Bei den Ryzen 3000 hatte es noch ein Microcode-Update für das Boost-Verhalten gegeben.

  • X570, Z490, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909, Seasonic TX-1000W (Bild: Golem.de)
  • Unser 5950X schafft 4,55 GHz auf allen Kernen. (Bild: Golem.de)
X570, Z490, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909, Seasonic TX-1000W (Bild: Golem.de)

Wem die Performance im Auslieferungszustand nicht ausreicht, der hat bei den Ryzen 5000 erneut die Möglichkeit, die Geschwindigkeit zu optimieren. Per Precision Boost Overdrive (PBO) wird die CPU abhängig der PPT-, EDC- und TDC-Parameter des jeweiligen Mainbaords automatisch in 25-MHz-Schritten um bis zu 200 MHz übertaktet; dabei erlischt die Garantie. Das erhöht die Leistungsaufnahme drastisch (300 Watt statt 200 Watt für das komplette System), die Performance profitiert mit etwa 5 Prozent aber kaum.

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Deutlich sinnvoller ist es, denn CPU-Takt dank freiem Multiplikator manuell anzupassen, zumindest wenn die Multithreading-Leistung gesteigert werden soll; mit Per-Core-Overclocking wird es auch per Ryzen Master aufwendig. Unser Muster des Ryzen 9 5950X schaffte immerhin 4,55 GHz auf allen Kernen - allerdings bei enormen 350 Watt für das Gesamtsystem.

  • X570, Z490, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909, Seasonic TX-1000W (Bild: Golem.de)
  • Unser 5950X schafft 4,55 GHz auf allen Kernen. (Bild: Golem.de)
Unser 5950X schafft 4,55 GHz auf allen Kernen. (Bild: Golem.de)

Prinzipiell sollen sich die Ryzen 5000 hinsichtlich Infinity Fabric und Arbeitsspeicher besser übertakten lassen. Bisher waren 1,9 GHz und DDR4-3800 meist die Grenze bei einem 1:1-Teiler, bei Vermeer soll sich das Limit auf 2 GHz und DDR4-4000 verschoben haben. Unsere Firmware-Version war jedoch von einem Bug betroffen, der schon bei 1,866 GHz und DDR4-3733 das System stark verlangsamte. Das fehlerbereinigte UEFI erreichte uns erst gestern und damit zu spät für den Test.

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xPandamon 15. Nov 2020

Ich will sehen wie Intel AMD mit höherem Takt überholt. Die letzte Gen war doch schon...

xPandamon 15. Nov 2020

Muss man halt mal kurz warten. Intel und Nvidia konnten bei deren Releases noch weniger...

rainer_d 09. Nov 2020

Ein Haufen Umsatz (50% +x glaube ich sogar) wird mit Cloud Hostern gemacht, die ein paar...

Trollversteher 09. Nov 2020

Der hatte sogar 12 Threads ;-) Aber das haben die aktuellen Hexacores ja auch. Zumal ja...



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