Schnellere Agesa 1004b

Die Ansteuerung der CPU-Kerne und deren Takt erfolgt durch die System Management Unit (SMU), welche wiederum durch die Agesa (AMD Generic Encapsulated Software Architecture) als Teil der Mainboard-Firmware aktualisiert werden kann. Die Agesa enthält den notwendigen Microcode für die jeweiligen Chips und ist die Basis für jedes Hauptplatinen-UEFI. Für den Ryzen 9 3950X nennt AMD die Agesa 1004b als notwendig für volle Unterstützung.

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Generell laufen die Ryzen 3000 alias Matisse seit der Agesa 0072, diese frühe Version mit vorläufigem Support war jedoch mehr zur Evaluierung gedacht. Unser vor dem Launch genutztes Sample hatte unter anderem Probleme beim Takt und bei der Generierung von Temperatursensordaten, erst die Agesa 1001 sorgte für Abhilfe. Zum Launch stellte AMD die ziemlich auf Performance optimierte Agesa 1002 bereit, welche wir für den Test des Ryzen 9 3900X und des Ryzen 7 3700X verwendet haben.

Mit der Agesa 1003, genauer mit Versionen von 1003a bis 1003abb, behob AMD einen Fehler im Zufallszahlengenerator (RDRAND) der Ryzen 3000 sowie ein Problem, bei dem fälschlicherweise PCIe Gen2 statt PCIe Gen4 aktiviert wurde. Zwischenzeitlich fehlten einige Funktionen auf Platinen mit 16- statt 32-MByte-Firmware-Bausteinen, mittlerweile sind diese aber zurück. Mit der Agesa 1003abba änderte AMD dann das Boost-Verhalten der Ryzen 3000, sie takten seitdem in der Spitze etwa 25 bis 50 MHz flotter und bei sehr leichter Hintergrundlast nicht mehr hoch.

Aktueller Stand - auch für diesen Test - ist die Agesa 1004b. Sie führt die Code-Basis wieder zusammen, da Matisse (Ryzen 3000) anders als die Ryzen 1000 und die Ryzen 2000(G) als Fork der Mainline entwickelt wurde. Daher wird die Firmware-Basis auch von allen Herstellern für ältere Boards wie solche mit B350-Chip umgesetzt, wenngleich bisher primär Updates für X570-Platinen verfügbar sind. Von der Performance her unterscheidet sich die Agesa 1004b nicht von der 1002 oder den 1003-Varianten: Wir messen je nach Benchmark minimale Vor- oder Nachteile, aber keine signifikanten Unterschiede.

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Einzig der App-Start-Up-Subtest des PCMark10 zeigt auf dem Ryzen 9 3900X eine größere Verbesserung, hier schlagen offenbar die von AMD für die Agesa 1004b genannten Optimierungen des Boost-Taktes und der Nutzung der favorisierten CPU-Kerne durch. Hinzu kommen laut AMD noch eine überarbeitete Stabilität beim X570, eine bessere Interoperabilität bei PCIe-Geräten, stabilere ACPI-Power-States und kürzere Post/Boost-Zeiten. Diese hängen vom Mainboard ab, bei unserem ROG Crosshair VIII Hero (X570) von Asus waren es 7 Sekunden mit Standard-Einstellungen.

Zu guter Letzt ist die Agesa 1004b noch Voraussetzung für den neuen Eco-Mode: Per Ryzen Master unter Windows können damit 105/95-Watt-Chips auf 65 Watt und 65-Watt-Modelle auf 45 Watt eingestellt werden. Wir haben das kurz ausprobiert, zuerst aber die regulären Benchmarks bei vollen 105 Watt TDP.

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B.I.G 25. Nov 2019

So einfach ist das aber nicht weil: Code Optimierung. Ich hatte sogar einen Fall da...

Ach 19. Nov 2019

Genau das(!), aber "Oberklasse" ist die AM4 Plattform eben auch nicht, also ist die so...

Bambuslooter 18. Nov 2019

PCGH hat den EcoMode sehr ausführlich gebencht, was ich bei dem Golem Artikel vermisst...

Ach 18. Nov 2019

Nach bisherigem Wissen 10 bis 15% von Zen2 auf Zen3. Immer noch sehr ordentlich aber...

Achranon 17. Nov 2019

Konkurrenz belebt das Geschäft und lange Zeit war AMD keine. Aber Intel wird in...



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