Flott auch unter Linux

Wie schon beim Test der ersten Ryzen-Generation erwähnt, fallen die Änderungen zur Unterstützung einer neuen x86-CPU unter Linux eher gering aus und betreffen hauptsächlich die Peripherie. Für die zweite Ryzen-Generation ist der Changelog im Linux-Kernel sogar extrem minimalistisch. Es findet sich - zumindest bisher - keinerlei spezifische Erwähnung zu den neuen Ryzen. Mit einer aktuellen Linux-Distribution sollten die Prozessoren also problemlos laufen.

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Wir haben den Ryzen 7 2700X mit der kommenden Ubuntu-Version 18.04, alias Bionic Beaver, dementsprechend auch wie von uns erwartet einfach nutzen können. Diese Ubuntu-Version setzt auf den Linux-Kernel 4.15 und wird kommende Woche final veröffentlicht. In Bezug auf den Kernel zu erwähnen ist hier lediglich, dass diese Version die Möglichkeit besitzt, aktuellen CPU-Microcode für die Ryzen einzuspielen.

Microcode-Dateien, die den Schutz gegen Spectre-v2-Angriffe wie unter Windows nachrüsten, werden bereits von verschiedenen Distributionen verteilt. Dazu gehören Suse, Fedora und eben auch Ubuntu. Im Upstream-Repository der Linux-Firmware finden sich die Dateien jedoch noch nicht. Das könnte daran liegen, dass der Microcode zumindest unter Linux nicht allzu wichtig ist, da Linux gegen Spectre anders als Windows voll auf die sogenannten Return Trampolines (Retpolines) setzt.

Vermeintlich zu heiß

Im vergangenen Jahr hatten wir bei der ersten Ryzen-Generation noch einige Fehler in Verbindung mit der IOMMU sowie der Hardware-Virtualisierung AMD-Vi. Diese Fehler hat das Team offensichtlich behoben und die Treiber und notwendigen Kernel-Bestandteile werden nun wie erwartet geladen. Ebenso funktioniert nun anders als im Vorjahr der Sensor für die Temperatur-Überwachung, vertrauenswürdig ist aber nur die Ausgabe für den 1800X mit rund 65°C.

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Denn für den 2700X zeigt das Werkzeug sensors schon kurz nach dem Start 95°C. Hier fehlt im Kernel schlicht noch der richtige Offset-Wert, der den Wert, wie von AMD dokumentiert, herunterkorrigiert. Der Treiber dafür ist bereits vorbereitet und die Anpassung des Wertes durch den Kernel sollten nicht viel Arbeit machen, sodass die Korrektur wohl in den kommenden Wochen in den Kernel fließen sollte.

R7 2700X (8C/16T)R7 1800X (8C/16T)i7-8700K (6C/12T)
Blender 2.79b (BMW27)230s256s285s
x265 (4K-UHD, 10 Bit)339s383s375s
GCC 7.3 (Qt5)495s555s507s
Ryzen 7 2700X unter Linux

In unseren Benchmarks zeigen sich die Verbesserungen von Zen+ deutlich im direkten Vergleich zu der Vorgängerversion sowie im Vergleich zur Sechs-Kern-Konkurrenz von Intel. Vor allem der höhere stabile Takt über alle Kerne sorgt hier für die Verbesserungen. So schafft der Ryzen 7 1800X bei 16 Threads unter Vollast kaum mehr als 3,6 GHz auf allen Kernen, der neue 2700X taktet dagegen konstant leicht über 4,1 GHz. Der Core i7-8700K von Intel taktet stabil um 4,3 GHz bei Volllast mit vielen Threads.

Der gestiegene Takt macht sich allerdings auch bei der Leistungsaufnahme deutlich bemerkbar, die zudem unter Linux leicht höher liegt als unter Windows. So erreicht das System mit dem 2700X in der Spitze knapp über 200 Watt, mit dem 1800X dagegen nur rund 175 Watt - mit dem 8700K sogar unter 150 Watt. Beim Rendern mit Blender und dem Encoding mit x265 liegt der neue Ryzen klar vor der Konkurrenz von Intel. Beim Kompilieren von Qt sind der Ryzen 7 2700X und der Core i7-8700K ungefähr gleichauf.

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 Ryzen benötigt mehr EnergieVerfügbarkeit und Fazit 
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pigzagzonie 10. Mai 2018

Genau. Ich habe das mal bei PUBG getestet, und der Frames-Gewinn von 2133 auf 4000 MHz...

Hotohori 09. Mai 2018

Mich stört dieses "DAU" Feeling. Das man das Gefühl hat als wollte MS Windows DAU...

Hotohori 09. Mai 2018

Ich sehe hier nur einen Troll. Es gibt genug Spiele, besonders in bestimmten Genres, die...

Keksmonster226 27. Apr 2018

Es gibt weitere Probleme durchs verlöten, gibt da einen Artikel vom 8auer

TuxHomer 27. Apr 2018

Schon mal ein Bios Update gemacht? Ich hatte auch Probleme mit meinen 3000MHz Riegeln...



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