Ryzen 5000G: AMD bringt Zen-3-APUs für Desktop-PCs

AMD hat die Ryzen 5000G für Desktop-Systeme vorgestellt, die bisher als Ryzen Mobile 5000G dem Laptop-Segment vorbehalten waren. Intern unter dem Codename Czenne entwickelt, haben die APUs eine gestiegene CPU- und eine gleich bleibende iGPU-Performance.
Verglichen zu den bisherigen Ryzen 4000G (Test) wechselt AMD von der Zen-2- auf die Zen-3-Architektur, bekannt von den Ryzen 5000 (Test) . Unseren Messungen zufolge steigt hier die Leistung pro Takt (IPC) um über 20 Prozent, was in ähnlichem Maße trotz von 32 auf 16 MByte halbiertem L3-Cache auch für die Ryzen 5000G gelten dürfte.
Die integrierte Grafik verharrt bei der älteren Vega- statt der neueren RDNA(2)-Technik, die iGPUs sind aufgrund deren Frequenzen vermutlich so flott wie schon bei den Ryzen 4000G. In der Spitze verliert der Ryzen 7 5700G sogar 100 MHz verglichen zum Ryzen 7 4700G, obgleich beide APUs im N7-Verfahren produziert werden.
| Kerne | L3-Cache | Takt | iGPU | Speicher | TDP | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 7 5700G | 8 + SMT | 16 MByte | 3,8 bis 4,6 GHz | Vega 8 @ 2,0 GHz | DDR4-3200 | 65W |
| Ryzen 7 5700GE | 8 + SMT | 16 MByte | 3,2 bis 4,6 GHz | Vega 8 @ 2,0 GHz | DDR4-3200 | 35W |
| Ryzen 5 5600G | 6 + SMT | 16 MByte | 3,9 bis 4,4 GHz | Vega 7 @ 1,9 GHz | DDR4-3200 | 65W |
| Ryzen 5 5600GE | 6 + SMT | 16 MByte | 3,4 bis 4,4 GHz | Vega 7 @ 1,9 GHz | DDR4-3200 | 35W |
| Ryzen 3 5300G | 4 + SMT | 16 MByte | 4,0 bis 4,2 GHz | Vega 6 @ 1,7 GHz | DDR4-3200 | 65W |
| Ryzen 3 5300GE | 4 + SMT | 16 MByte | 3,6 bis 4,2 GHz | Vega 6 @ 1,7 GHz | DDR4-3200 | 35W |
Wie schon die Ryzen 4000G laufen auch die Ryzen 5000G in Hauptplatinen mit Sockel AM4 und unterstützen DDR4-3200-Speicher. Welche Chips erforderlich sind, damit Cezanne startet, sagte AMD nicht. Bei den regulären Ryzen 5000 muss ein X570/B550/A520-Modell sein, einige X470/B450-Boards mit Beta-Firmware nehmen die CPUs aber ebenfalls auf.
Eine weitere Gemeinsamkeit von Ryzen 4000G/5000G ist, dass AMD die APUs vorerst nur an OEMs und Systemintegratoren verkauft. Für den DIY-Markt, also Selbstbauer, dürften die Chips jedoch erneut als Bundles oder als Tray-Ware verfügbar sein. AMD plant allerdings, sie mittelfristig auch in den Endkundenhandel zu bringen.
Cezanne stellt die aktuelle Generation an APUs; die einst als Fusion gestarteten Kombiprozessoren gibt es bereits seit 2010. Weitere Informationen gibt es im passenden Artikel zur Historie der Accelerated Processing Units , der unter anderem aufzeigt, wie AMD es geschafft hat, Microsoft und Sony von diesem Konzept zu überzeugen.



