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Ryzen 5000G: AMD bringt Zen-3-APUs für Desktop-PCs

Deutlich mehr CPU-Leistung plus flotte integrierte Grafik: Die Ryzen 5000G alias Cezanne legen die Messlatte für APUs höher denn je.
/ Marc Sauter
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Ryzen 5000G alias Cezanne für Desktop-PCs (Bild: AMD)
Ryzen 5000G alias Cezanne für Desktop-PCs Bild: AMD

AMD hat die Ryzen 5000G für Desktop-Systeme vorgestellt, die bisher als Ryzen Mobile 5000G dem Laptop-Segment vorbehalten waren. Intern unter dem Codename Czenne entwickelt, haben die APUs eine gestiegene CPU- und eine gleich bleibende iGPU-Performance.

Verglichen zu den bisherigen Ryzen 4000G (Test) wechselt AMD von der Zen-2- auf die Zen-3-Architektur, bekannt von den Ryzen 5000 (Test) . Unseren Messungen zufolge steigt hier die Leistung pro Takt (IPC) um über 20 Prozent, was in ähnlichem Maße trotz von 32 auf 16 MByte halbiertem L3-Cache auch für die Ryzen 5000G gelten dürfte.

Die integrierte Grafik verharrt bei der älteren Vega- statt der neueren RDNA(2)-Technik, die iGPUs sind aufgrund deren Frequenzen vermutlich so flott wie schon bei den Ryzen 4000G. In der Spitze verliert der Ryzen 7 5700G sogar 100 MHz verglichen zum Ryzen 7 4700G, obgleich beide APUs im N7-Verfahren produziert werden.

Spezifikationen von AMDs Ryzen 5000G (Cezanne)
Kerne L3-Cache Takt iGPU Speicher TDP
Ryzen 7 5700G 8 + SMT 16 MByte 3,8 bis 4,6 GHz Vega 8 @ 2,0 GHz DDR4-3200 65W
Ryzen 7 5700GE 8 + SMT 16 MByte 3,2 bis 4,6 GHz Vega 8 @ 2,0 GHz DDR4-3200 35W
Ryzen 5 5600G 6 + SMT 16 MByte 3,9 bis 4,4 GHz Vega 7 @ 1,9 GHz DDR4-3200 65W
Ryzen 5 5600GE 6 + SMT 16 MByte 3,4 bis 4,4 GHz Vega 7 @ 1,9 GHz DDR4-3200 35W
Ryzen 3 5300G 4 + SMT 16 MByte 4,0 bis 4,2 GHz Vega 6 @ 1,7 GHz DDR4-3200 65W
Ryzen 3 5300GE 4 + SMT 16 MByte 3,6 bis 4,2 GHz Vega 6 @ 1,7 GHz DDR4-3200 35W

Wie schon die Ryzen 4000G laufen auch die Ryzen 5000G in Hauptplatinen mit Sockel AM4 und unterstützen DDR4-3200-Speicher. Welche Chips erforderlich sind, damit Cezanne startet, sagte AMD nicht. Bei den regulären Ryzen 5000 muss ein X570/B550/A520-Modell sein, einige X470/B450-Boards mit Beta-Firmware nehmen die CPUs aber ebenfalls auf.

Eine weitere Gemeinsamkeit von Ryzen 4000G/5000G ist, dass AMD die APUs vorerst nur an OEMs und Systemintegratoren verkauft. Für den DIY-Markt, also Selbstbauer, dürften die Chips jedoch erneut als Bundles oder als Tray-Ware verfügbar sein. AMD plant allerdings, sie mittelfristig auch in den Endkundenhandel zu bringen.

Cezanne stellt die aktuelle Generation an APUs; die einst als Fusion gestarteten Kombiprozessoren gibt es bereits seit 2010. Weitere Informationen gibt es im passenden Artikel zur Historie der Accelerated Processing Units , der unter anderem aufzeigt, wie AMD es geschafft hat, Microsoft und Sony von diesem Konzept zu überzeugen.


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