Ryzen 5 5500 im Test: Preiswerter Gaming-Chip mit PCIe-Haken

Mit dem Ryzen 5 5500 bringt AMD die bisher günstigste Zen-3-CPU in den Handel, doch Intel hat mit dem Core i5-12400F längst vorgelegt.

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Ryzen 5 5500 im Test
Ryzen 5 5500 im Test (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Wenn AMDs Ryzen-5000-Portfolio der vergangenen Monate etwas hat vermissen lassen, dann war es ein günstiger Hexacore: Weder der Ryzen 5 5600X noch der Ryzen 5 5600G fallen in diese Kategorie, bis heute kosten beide über 200 Euro. Erst den vor wenigen Wochen erschienene Ryzen 5 5500 gibt es für deutlich weniger, angesichts des Preises von 150 Euro hat er sofort unsere Aufmerksamkeit geweckt - Zeit für einen Test!

Inhalt:
  1. Ryzen 5 5500 im Test: Preiswerter Gaming-Chip mit PCIe-Haken
  2. Konkurrenzfähig bei Apps und bei Games
  3. Ryzen 5 5500 im Test: Verfügbarkeit und Fazit

Alle drei genannten R5-Modelle haben zwar sechs Kerne sowie zwölf Threads auf Basis von Zen 3, unterscheiden sich aber bei genauerem Hinsehen teils deutlich: Der Ryzen 5 5600X ist ein sogenannter Vermeer, also eine reine CPU mit Chiplet-Aufbau und gleich 32 MByte L3-Cache. Der Ryzen 5 5600G ist eine monolithische Cezanne-APU samt integrierter Vega-Grafik, der Chip hat 16 MByte L3-Cache.

Der Ryzen 5 5500 wiederum nutzt zwar das gleiche Cezanne-Design, die iGPU jedoch ist physisch deaktiviert. Hinzu kommt der Ryzen 5 5600, der schlicht einem Ryzen 5 5600X mit etwas weniger Takt entspricht - jedoch mit 200 Euro kaum weniger kostet und damit deutlich über dem Ryzen 5 5500 liegt. Allen Ryzen 5000 gemein ist der Sockel AM4 samt Unterstützung für DDR4-3200-Arbeitsspeicher.

PCIe Gen3 statt PCIe Gen4

Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen einem Vermeer-basierten Ryzen 5000 und einem Cezanne-basierten Ryzen 5000 ist die PCIe-Anbindung: Zwar haben beide 16 Lanes für den PEG, also den Grafikkarten-Slot, jedoch mit abweichender Geschwindigkeit. Bei Cezanne ist es Gen3, bei Vermeer hingegen Gen4.

  • Der Ryzen 5 5500 ist der bisher günstigste Zen-3-Hexacore. (Bild: Martin Wolf, Golem.de)
Der Ryzen 5 5500 ist der bisher günstigste Zen-3-Hexacore. (Bild: Martin Wolf, Golem.de)
TypKerneTaktL3-CacheiGPUPCIeSpeichercTDPPreis
Ryzen 9 5950XVermeer16C/32T3,4 GHz - 4,9 GHz64 MByte-Gen4DDR4-3200105 W$800 (800€)
Ryzen 9 5900XVermeer12C/24T3,7 GHz - 4,8 GHz64 MByte-Gen4DDR4-3200105 W$550 (550€)
Ryzen 7 5800X3DVermeer8C/16T3,4 GHz - 4,5 GHz96 MByte-Gen4DDR4-3200105 W$450
Ryzen 7 5800XVermeer8C/16T3,8 GHz - 4,7 GHz32 MByte-Gen4DDR4-3200105 W$450 (450€)
Ryzen 7 5700XVermeer8C/16T3,4 GHz - 4,6 GHz32 MByte-Gen4DDR4-320065 W$300
Ryzen 7 5700GCezanne8C/16T3,8 GHz - 4,6 GHz16 MByteVega8 @ 2,0 GHzGen3DDR4-320065 W$360
Ryzen 5 5600XVermeer6C/12T3,7 GHz - 4,6 GHz32 MByte-Gen4DDR4-320065 W$300 (300€)
Ryzen 5 5600GCezanne6C/12T3,9 GHz - 4,4 GHz16 MByteVega7 @ 1,9 GHzGen3DDR4-320065 W$260
Ryzen 5 5600Vermeer6C/12T3,5 GHz - 4,4 GHz32 MByte-Gen4DDR4-320065 W$200
Ryzen 5 5500Cezanne6C/12T3,6 GHz - 4,2 GHz16 MByte-Gen3DDR4-320065 W$160
Ryzen 3 5300GCezanne4C/8T4,0 - 4,2 GHz16 MByteVega6 @ 1,7 GHzGen3DDR4-320065 WOEM
Spezifikationen von AMDs Ryzen 5000 (Vermeer/Cezanne)
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Für die meisten Pixelbeschleuniger ist es bis auf wenige Prozentpunkte egal, welche der beiden Anbindungen genutzt wird. Wenn die Grafikkarte aber nicht mit den üblichen 16 Lanes arbeitet, sondern nur mit einem x8- oder gar einem x4-Link, kann das drastische Performance-Einbrüche nach sich ziehen: Gen4 ist doppelt so schnell wie Gen3.

Die Kombination aus einem Ryzen 5 5500 als günstigstem Zen-3-Hexacore und einer Radeon RX 6500 XT (Test) ist daher nicht empfehlenswert, außer unter einer Bedingung: Es wird penibel darauf geachtet, den 4 GByte kleinen Videospeicher nicht zu überlasten, weil ansonsten aufgrund der PCIe-Gen3-x4-Anbindung die Framerate in Spielen massiv sinkt und starke Ruckler auftreten.

Schauen wir uns an, wie sich der Ryzen 5 5500 gegen den Ryzen 5 5600X und Intels Core i5-12400F schlägt, der preislich zwischen beiden AMD-Chips liegt.

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