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Verfügbarkeit und Fazit

AMD verkauft den Ryzen 5 mit Vega 11 für 170 Euro inklusive Kühler (Wraith Stealth), der Ryzen 3 mit Vega 8 kostet 100 Euro mit gleicher Ausstattung. Damit sind die Chips kaum teurer als ein Ryzen 5 1500X oder Ryzen 5 1300X ohne integrierte Grafik, die CPU-Leistung ist aber nur geringfügig niedriger. Der für die Ryzen mit Vega empfohlene DDR4-2933-Speicher ist mit 170 Euro aufwärts für 16 GByte jedoch teuer, DDR4-2400 (Dual Rank) etwas günstiger.

Fazit

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Die Idee der APU (Accelerated Processing Unit), also von einem Chip mit Prozessorkernen und schneller Grafikeinheit, treibt AMD seit vielen Jahren voran - konkret sei 2011 (Ontario/Zacate). Bisherige Lösungen hatten aber entweder zu wenig CPU- oder eine niedrige iGPU-Geschwindigkeit; oder die Speicherbandbreite war zu gering und die Leistungsaufnahme zu hoch. All das ist mit Raven Ridge alias Ryzen mit Vega nicht mehr der Fall.

Aufgrund von vier Zen-Kernen erreicht die CPU-Performance des Ryzen 5 2400G und des Ryzen 3 2200G fast die eines Ryzen 5 1500X sowie die eines Ryzen 3 1300X. Damit sind sie Intel-Quadcores wie dem Core i3-8100 (100 Euro) ebenbürtig, der braucht zudem ein teures Z370-Board. Die Vega-Grafikeinheiten der beiden Ryzen-Chips rechnen überdies locker doppelt so schnell wie Intels integrierte UHD Graphics 630. Die Vega 11 schafft sogar teilweise die Geschwindigkeit einer dedizierten Geforce GT 1030, die 70 Euro kostet.

Raven Ridge benötigt zwar schnellen Speicher, dafür sind Mini-ITX-Systeme ohne zusätzliche Grafikkarte möglich. Gerade der Ryzen 3 2200G für 100 Euro ist empfehlenswert, da der Ryzen 5 2400G mit 170 Euro seinen Aufpreis selten rechtfertigt. Wenn AMD in den nächsten Wochen noch einen Treiber für Play Ready 3.0 für 4K-HDR-Netflix und eine bessere Linux-Unterstützung liefert, gibt es an Ryzen mit Vega kaum noch etwas zu mäkeln.

Nachtrag vom 13. Februar 2018, 17:25 Uhr

Wir haben die Grafikausgabe der Raven Ridge unter Linux nach einigem Ausprobieren doch noch zuverlässig zum Laufen bekommen. So erreichte uns der Hinweis, dass die Verwendung von Fedora 27 mit dem aktuellen Linux-Kernel 4.15 die von uns geschilderten Probleme nicht aufweist und damit der prinzipielle Support also doch verfügbar ist.

Unter Ubuntu können wir mit dem aktuellen Linux 4.15.2 sowie mit dem RC1 von Linux 4.16 die 3D-Beschleunigung sowie das Hardware-Decoding von Raven Ridge genau dann nutzen, wenn die Option splash auf der Kernel-Kommandozeile entfernt und über amdgpu.dc=1 das Laden des neuen Display-Core-Treibers forciert wird. Letzteres sollte für Raven Ridge wie auch für Vega eigentlich standardmäßig geschehen. Die Ausgabe funktioniert dabei auch mit dem in Ubuntu 17.10 verfügbaren Mesa 17.2 und LLVM 5.0. Für eine bessere Leistung und weniger Fehler sollten interessierte Nutzer wie erwähnt aber dennoch auf Mesa 18.0 sowie das LLVM 6.0 setzen.

 Displaytreiber braucht Nachbesserungen
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Bratfisch 01. Mär 2018

Das HDMI2.0 vom Ryzen wird auf dem Board wohl einfach durchgereicht. Auch wenn das...

DY 20. Feb 2018

https://www.pcgamesn.com/amd-raven-ridge-overclocking Turns out that it is a resurrection...

TigerPixel.DE 18. Feb 2018

Genau meine Ansage!

lgo 16. Feb 2018

Golem ist _wesentlich_ kleiner als Heise... und trotzdem sicherlich bei den Herstellern...


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