Displaytreiber braucht Nachbesserungen

Die Grafikausgabe mit Hilfe der Firmware-Dateien gelingt uns trotzdem nur bedingt. Zwar lädt der Treiber, jedoch bekommen wir nur auf einer Hälfte des Displays eine korrekte Ausgabe, die andere Hälfte ist einfach nur ein großes Viereck in Ubuntu-Lila, das wie ein Vorhang vor dem Rest der Ausgabe hängt. Darüber hinaus friert die Ausgabe auch regelmäßig komplett ein, was auf schwerwiegende Treiberprobleme schließen lässt.

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Dass diese Probleme auftreten können, haben wir schon befürchtet, so nutzt Raven Ridge zum einen - wie Vega auch - den neuen Display-Core genannten Treiberteil im Linux-Kernel. Dieser benötigte mehrere Jahre Aufräumarbeiten und ist erst in Linux 4.15 verfügbar, so dass dieser bisher wohl nur von vergleichsweise sehr wenigen Nutzern eingesetzt wird.

Zum anderen unterscheiden sich die Displaybestandteile von Vega und Raven Ridge auch in einigen Bereichen. Die AMD-Entwickler müssen hier also den Code weiter anpassen. Und für die derzeit in Entwicklung befindliche Linux-Version 4.16 hat das Team von AMD weiteren Code zur Unterstützung von Raven Ridge eingereicht.

Keine VP9-Unterstützung

Da wir die Grafikausgabe nicht sinnvoll zum Laufen gebracht haben, konnten wir natürlich auch die Videoausgabe sowie die Hardwarebeschleunigung nicht testen. Wie aber bereits seit Mai vergangenen Jahres bekannt, unterstützen die Linux-Treiber das Decodieren für VC1, MPEG2, MPEG4, H.264 (AVC) und H.265 (HEVC).

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Seitdem fehlt jedoch die Unterstützung für den freien Videocodec VP9 und das AMD-Team hat dafür auch noch keinen Code vorgestellt. Warum diese Unterstützung noch fehlt sowie ob und wann diese noch nachgereicht wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Die Treiber unterstützen darüber hinaus seit kurzem aber das Encoding von AVC und HEVC in Hardware.

Für Linux-Nutzer, die einen Raven Ridge verwenden wollen, ist die Treiberunterstützung derzeit also eher schlecht. Bastel- und experimentierfreudige Nutzer sollten mindestens Linux 4.15, besser eine Vorabversion von Linux 4.16 nutzen, Mesa 18.0, das derzeit noch den Status eines Release Candidate hat, sowie das noch nicht veröffentliche LLVM 6.0, das ebenso in einer Vorabversion bereitsteht.

Mit den Versionen der Linux-Distributionen, die im kommenden Frühjahr erscheinen, etwa Ubuntu 18.04 im April 2018, sollte sich die Unterstützung für die Raven Ridge jedoch stabilisiert haben.

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 Linux mit GrafikproblemenVerfügbarkeit und Fazit 
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