• IT-Karriere:
  • Services:

Ryzen 3000XT im Test: Schneller dank Xtra Transistoren

In den drei Ryzen 3000XT steckt mehr als nur höhere Frequenzen.

Ein Test von veröffentlicht am
Die drei Ryzen 3000XT nebeneinander
Die drei Ryzen 3000XT nebeneinander (Bild: Marc Sauter/Golem.de)

In den Ryzen 3000 (Test) sind die CPUs aktueller denn je: Ein Jahr nach der Veröffentlichung der ersten Modelle nutzt AMD das gleiche Datum um drei der Prozessoren neu zu aufzulegen. Der Ryzen 5 3600XT, der Ryzen 7 3800XT und der Ryzen 9 3900XT sollen bei gleicher Leistungsaufnahme etwas flotter rechnen als ihre X-Pendants. Wir haben das Triple getestet und waren teils überrascht ob der erreichten Geschwindigkeit der CPUs.

Inhalt:
  1. Ryzen 3000XT im Test: Schneller dank Xtra Transistoren
  2. MTS2 legt teils überraschend zu
  3. Ryzen 3000XT: Verfügbarkeit und Fazit

Rein von den Spezifikationen her unterscheiden sich 3600XT, 3800XT und 3900XT kaum vom 3600X, 3800X und 3900X: Der Basistakt ist identisch, einzig der Turbo steigt um 100 oder 200 MHz - das sollte in der Praxis eigentlich nicht spürbar sein, höchstens messbar. AMD hat laut eigenen Angaben jedoch mehr gemacht, als einfach nur den maximalen CPU-Multiplikator um ein oder zwei Stufen nach oben zu verschieben. Die XT-Modelle weisen Änderungen auf, die den X-Ablegern fehlen.

Nach einigen Monaten sogenannte Speed-Bumps zu veröffentlichen, also Chips mit etwas mehr Takt, ist in der CPU-Industrie ein übliches Vorgehen. Fertigungsprozesse reifen mit der Zeit, was zusammen mit einer entsprechenden Vorabselektierung (Binning) dazu führt, dass es mehr Prozessoren gibt, die höhere Taktraten erreichen, oder generell die Frequenzen gesteigert werden können. Ein solcher Chip war zuletzt der Core i9-9900KS (Test), bei dem alle acht Kerne mit 5 GHz statt mit 4,7 GHz wie beim regulären 9900K laufen.

  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • X570, Z490, Z390, Z270, RTX 2080 Ti, 32GB, Win10 v1909 (Bild: Golem.de)
  • Die drei XT-Modelle nebeneinander (Bild: Golem.de)
  • MTS2 ist weiterhin ein B0-Stepping. (Bild: Golem.de)
  • Takt und Leistungsaufnahme steigen leicht an. (Bild: Golem.de)
Die drei XT-Modelle nebeneinander (Bild: Golem.de)
KerneTaktL3$SpeichercTDPLaunch-Preis
Ryzen 9 3950X16 + SMT3,5 GHz bis 4,7 GHz64 MByteDDR4-3200105W (65W)750 USD (820 Euro)
Ryzen 9 3900XT12 + SMT3,8 GHz bis 4,7 GHz64 MByteDDR4-3200105W (65W)500 USD (530 Euro)
Ryzen 9 3900X12 + SMT3,8 GHz bis 4,6 GHz64 MByteDDR4-3200105W (65W)500 USD (530 Euro)
Ryzen 9 390012 + SMT3,1 GHz bis 4,3 GHz32 MByteDDR4-320065W (45W)OEM
Ryzen 7 3800XT8 + SMT3,9 GHz bis 4,7 GHz32 MByteDDR4-3200105W (65W)400 USD (420 Euro)
Ryzen 7 3800X8 + SMT3,9 GHz bis 4,5 GHz32 MByteDDR4-3200105W (65W)400 USD (430 Euro)
Ryzen 7 3700X8 + SMT3,6 GHz bis 4,4 GHz32 MByteDDR4-320065W (45W)330 USD (350 Euro)
Ryzen 5 3600XT6 + SMT3,8 GHz bis 4,5 GHz32 MByteDDR4-320095W (65W)250 USD (260 Euro)
Ryzen 5 3600X6 + SMT3,8 GHz bis 4,4 GHz32 MByteDDR4-320095W (65W)250 USD (265 Euro)
Ryzen 5 36006 + SMT3,6 GHz bis 4,2 GHz32 MByteDDR4-320065W (45W)200 USD (210 Euro)
Ryzen 5 3500X63,6 GHz bis 4,1 GHz16 MByteDDR4-320065W (45W)OEM
Ryzen 3 3300X4 + SMT3,8 GHz bis 4,3 GHz16 MByteDDR4-320065W (45W)120 USD (130 Euro)
Ryzen 3 31004 + SMT3,6 GHz bis 3,9 GHz16 MByteDDR4-320065W (45W)100 USD (110 Euro)
Spezifikationen von AMDs Ryzen 3000 (Matisse)

AMD lässt die Ryzen 3000X(T) im N7-DUV-Prozess beim Auftragsfertiger TSMC produzieren, genauer gesagt die eigentlichen CPU-Chiplets mit acht Kernen. Das N7-Verfahren an sich dürfte besser laufen als vor über einem Jahr, laut AMD sind die XT-Chips jedoch mehr als nur besser gebinnte X-Versionen. Für den Matisse Refresh (MTS2), so heißen die Ryzen 3000XT intern, spricht der Hersteller von einem optimierten 7-nm-Node. Auf Nachfrage erklärte AMD, dass es Änderungen auf Transistorebene gab, wollte aber auch auf mehrmalige Nachfrage hin nicht im Detail angeben, wie diese aussehen.

Stellenmarkt
  1. Fiducia & GAD IT AG, Karlsruhe, Münster, Aschheim
  2. ALD AutoLeasing D GmbH, Hamburg

Grundsätzlich sollen die Transistoren verbesserte Charakteristiken aufweisen, offenbar gab es jedoch keinen Metall-Pin respektive ein neues Stepping für die MTS2; sie basieren weiterhin auf der B0-Revision. Denkbar wäre ein aktualisiertes PDK (Process Design Kit) seitens TSMC, was AMD wiederum für die Ryzen 3000XT leicht angepasst hat. Absolut höhere Taktraten haben die Matisse Refresh nicht - denn bis zu 4,7 GHz gab es bisher schon beim 3950X (Test). Die mittleren Frequenzen hingegen steigen AMD zufolge, was auch unsere Messwerte belegen.

Ein wichtiger Punkt ist die sogenannte Residency, also die Verweildauer der CPU auf einem bestimmten Taktniveau. Besagte 4,7 GHz liegen im Alltag nur selten an, die meiste Zeit über laufen alle Ryzen 3000X(T) im mittleren 4-GHz-Bereich. Dank des Transistor-Tunings sollen die Frequenzen bei dauerhaft wenig bis moderat parallelisierten Lasten steigen und sich daraus folgend die Geschwindigkeit der CPUs erhöhen. Diese Optimierung gibt es laut AMD exklusiv für die XT-Modelle, da sie über Binning hinausgeht.

Bei Volllast, etwa wenn per Blender gerendert wird, greifen die Verbesserungen dem Hersteller zufolge nicht. Hier limitieren andere Faktoren wie die maximal zulässige Leistungsaufnahme (142 Watt Package Power Target [PPT] bei 105 Watt TDP) oder aber die festgelegte Grenze für die Stromstärke von kurzfristig 140 Ampere (Electrical Design Current, EDC) sowie dauerhaft 95 Ampere (Thermal Design Current, TDC).

Schauen wir uns die Messwerte an.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
MTS2 legt teils überraschend zu 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  2. (u. a. Ryzen 5 5600X 358,03€)
  3. (u. a. Ryzen 7 5800X für 469€)

oYa3ema5 08. Jul 2020

Das linke und rechte Drittel meiner 1920 Pixel wären dafür noch frei gewesen, ich tue...

Dwalinn 08. Jul 2020

Zen 2 kommt erst Ende des Jahres, warum nicht zwischendurch eine leicht verbesserte...

daydreamer42 07. Jul 2020

Ich hatte auch eine Hardware-Erleuchtung über besonders schnell schaltende FETs mit...


Folgen Sie uns
       


Polestar 2 Probe gefahren

Wir sind mit dem Polestar 2 eine längere Strecke gefahren und waren von dem Elektroauto von Volvo angetan.

Polestar 2 Probe gefahren Video aufrufen
    •  /