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Ryzen 3 1300X und 1200 im Test: Harte Gegner für Intels Core i3

AMDs Ryzen 3 kosten weniger als 150 Euro und werden gegen Intels Core i3 positioniert. Obgleich eine wichtige technische Eigenschaft fehlt, leisten die Prozessoren mehr als die Konkurrenz.

Ein Test von veröffentlicht am
Ryzen 3 1300X
Ryzen 3 1300X (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

AMD hat mit den Ryzen 7 (1800X & 1700[X]) und vor allem mit den Ryzen 5 (1600X & 1500X) überzeugende und preislich attraktive CPUs im Angebot - was bisher fehlte, waren günstige Modelle. Mit den Ryzen 3 erweitert der Prozessorhersteller sein Portfolio um zwei Chips, die deutlich unter 150 Euro kosten und damit in Konkurrenz zu den Core i3 treten. Allerdings sei vorab gesagt, dass Intel diese CPUs selbst ziemlich obsolet gemacht hat, da es schon für 70 Euro einen kaum langsameren Pentium G4560 gibt. Unser Dank geht an Alternate für die Leihgabe eines Core i3 und eines Pentium.

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  • Ryzen 3 1300X und 1200 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Ryzen 3 vervollständigen das Portfolio. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ryzen 3 1300X (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Ryzen 3 1200 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • AMD legt einen Wraith Stealth bei. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
  • Er nutzt einen Aluminium-Kern. (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Ryzen 3 1300X und 1200 (Foto: Martin Wolf/Golem.de)
Inhalt:
  1. Ryzen 3 1300X und 1200 im Test: Harte Gegner für Intels Core i3
  2. Kerne machen Takt wett
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Für die Ryzen 3 verwendet AMD das bekannte Zepplin-Die, welches physisch über zwei CCX (Core Cluster) mit je vier Kernen und insgesamt 16 MByte L3-Cache verfügt. Im Falle des R3 1300X und R3 1200 sind pro CCX zwei Kerne und 4 MByte freigeschaltet, außerdem fehlt anders als bei den Ryzen 5 das SMT (Simultaneous Multithreading) für zwei Threads pro Core. Der R3 1300X entspricht fast dem R5 1500X, nur der Basistakt und der Cache unterscheiden sich. Der R3 1200 ähnelt dem R5 1400 bis auf ein Detail - die Basisfrequenz ist 100 MHz tiefer angesetzt. Die Verlustleistung der vier Chips liegt bei 65 Watt.

KerneBasistakt / BoostXFR (2C)L3-CacheSpeicherTDPLaunch-Preis
Ryzen 7 1800X8 + SMT3,6 GHz / 4,0 GHz4,1 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)95 Watt560 Euro
Ryzen 7 1700X8 + SMT3,4 GHz / 3,8 GHz3,9 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)95 Watt440 Euro
Ryzen 7 17008 + SMT3,0 GHz / 3,7 GHz3,75 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt360 Euro
Ryzen 5 1600X6 + SMT3,6 GHz / 4,0 GHz4,1 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)95 Watt280 Euro
Ryzen 5 16006 + SMT3,2 GHz / 3,6 GHz3,7 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt250 Euro
Ryzen 5 1500X4 + SMT3,5 GHz / 3,7 GHz3,9 GHz16 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt210 Euro
Ryzen 5 14004 + SMT3,2 GHz / 3,4 GHz3,45 GHz8 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt190 Euro
Ryzen 3 1300X43,4 GHz / 3,7 GHz3,9 GHz8 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt135 Euro
Ryzen 3 120043,1 GHz / 3,4 GHz3,45 GHz8 MByteDDR4-2667 (SR)65 Watt115 Euro
Spezifikationen von AMDs Ryzen 1000 (Summit Ridge)

Verglichen mit dem Core i3-7300 und dem Pentium G4560 sieht AMD den R3 1300X und den R3 1200 im Mittel vorn. Die Spieleleistung sei praktisch identisch, beim Encoding und beim Rendering jedoch sollen die beiden Ryzen aufgrund ihrer vier Kerne einen Vorteil haben: Die zwei Intel-Chips takten zwar etwas höher, verfügen aber über jeweils nur zwei Kerne mit Hyperthreading für vier Threads. Rein von der Leistung pro Takt (IPC) hat AMD mit der Zen-Mikroarchitektur zu Intels Broadwell-Technik aufgeschlossen. Die aktuelle KBL- und SKL-SP-Architektur ist mal schneller, mal langsamer.

Die Plattformen nehmen sich wenig

Wie erwähnt, gibt es wenig Gründe, zu einem Core i3 zu greifen: Ein Pentium G4560 mit 3,5 GHz kostet 70 Euro und ein Core i3-7100, das kleinste Modell, 110 Euro. Auf der Habenseite stehen 4 statt 3 MByte Last-Level-Cache, was manchmal einen Unterschied macht. Relevanter für Encoding und Rendering sind die AVX2-Instruktionen, die unterstützen nur die Core i3. Spiele machen von AVX(2) keinen Gebrauch, Ausnahme sind einige Dirt-Titel.

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Aus I/O-Sicht haben beide Ryzen 3 den Vorteil von 20+4 statt 16 PCIe-Gen3-Lanes für Grafikkarten und SSDs sowie natives USB 3.1 Gen2 im Chipsatz. Dafür hat der bei den Intel-Plattformen mehr Gen3-Lanes, etwa beim Z270 (24 Bahnen) und beim B250 (12 Bahnen). AMDs X370 und B350 haben nur zwei Gen3- und acht respektive sechs Gen2-Lanes, dafür erlauben sie das Overclocking von CPU und RAM. Das geht bei Intels Core i3 und Pentium nicht, den überteuerten 7350K mal außen vor gelassen. Genug der Theorie, auf zu den Messwerten.

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Kerne machen Takt wett 
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ArcherV 05. Aug 2017

Wen interessiert bitte Alternate? Bei Mindfactory gibts den z.B. für 69,85¤. https://www...

Anonymer Nutzer 05. Aug 2017

Ja, Intel wollte unbedingt. Sie dachten AMD bringt was neues und steigt wie immer unten...

Der Held vom... 30. Jul 2017

Hirnrissig ist hier lediglich dein sinnloser Fullquote, gefolgt von einem Kommentar, der...

plutoniumsulfat 30. Jul 2017

Damit die Unternehmen dieser Welt keine Xeons mehr kaufen. Warum denn auch sonst?

mambokurt 30. Jul 2017

Afair nur beim kompilieren, kann mich nicht erinnern wann ich das letzte mal den Compiler...


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