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RX 6000 und Ryzen 5000: AMD will Nvidias Fehler nicht wiederholen

Das Unternehmen gibt einen Leitfaden an Händler heraus. Der soll gegen Scalper und Bots zum Launch der neuen GPUs und CPUs helfen.
/ Oliver Nickel
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Bots sollen es schwerer haben, viele Navi-21-Grafikkarten auf einmal zu kaufen. (Bild: AMD/Montage: Golem.de)
Bots sollen es schwerer haben, viele Navi-21-Grafikkarten auf einmal zu kaufen. Bild: AMD/Montage: Golem.de

Um die Fehler von Nvidia nicht zu wiederholen, will AMD bei den kommenden Big-Navi-Grafikkarten RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800 Händlern bestimmte Richtlinien geben, an denen sie sich orientieren sollen. Das soll vor allem den massenhaften Einkauf der GPUs durch Scripts oder Bots verhindern, die von Scalpern bei Nvidias Ampere genutzt wurden. Die Richtlinien gelten auch für die Ryzen-5000-CPUs, die ebenfalls vor einem Release stehen.

"Wir wollen eng mit Ihnen zusammenarbeiten, um einen reibungslosen und erfolgreichen Launch sicherzustellen", schreibt AMD in einem eigentlich vertraulichen Dokument, das vom Youtube-Kanal Redgamingtech(öffnet im neuen Fenster) veröffentlicht wurde. "Wir erwarten, dass einige Käufer direkt versuchen, große Mengen unserer neuen Grafikkarten und Prozessoren zu kaufen und diese zu höheren Preisen auf Sekundärmärkten zu verkaufen."

Nur eine Grafikkarte pro Konto

Daher sollten Händler Maßnahmen implementieren, um den Kauf durch Scripts und Bots zu erschweren. Dabei sollten Bot-Identifizierungstools genutzt werden, die Traffic auf der Seite in Echtzeit analysieren. Ebenfalls hilfreich laut AMD: Eine Captcha-Abfrage vor dem Kauf könnte Menschen vor dem Computer als solche identifizieren. Shops sollten zudem die Anzahl der Produkte pro Kundenkonto auf ein Exemplar beschränken.

Schwieriger dürfte es sein, AMDs Vorschlag eines Reservierungssystems umzusetzen. Das Unternehmen stellt sich vor, dass Kunden erfahren, auf welchem Platz sie in der Warteschlange stehen und wann sie mit ihrem Produkt rechnen können. Eine E-Mail-Benachrichtigung soll darüber informieren.

Kommerzielle Reseller im B2B-Bereich sollen zunächst einen limitierten Vorrat an Karten bestellen dürfen. Dadurch werden mehr Modelle für Endkunden reserviert. Diese sind in sozialen Medien meist schneller und lauter wahrzunehmen und berichteten zum Launch der Nvidia Geforce RTX 3080 und RTX 3090 über ihre teils negativen Erfahrungen. Produkte sollen nur dann wirklich aus dem Inventar reserviert werden können, wenn sie auch im Bestellvorgang bereits bezahlt wurden. Dadurch können Kunden sich Warenkörbe nicht unbedingt sichern.

Ob diese Maßnahmen letztlich dafür sorgen, dass es weniger Scalper und Masseneinkäufe einzelner Personen gibt, lässt sich schwer sagen. Allerdings zeigt der Leitfaden, dass AMD tatsächlich auch Sorgen um die Lieferbarkeit bei Ryzen 5000 und Big Navi hat.


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