Rustup: Rust im Linux-Kernels bringt Distros Herausforderungen

Die Verwaltung von Werkzeugen und Toolchains für Rust wird künftig wohl mit dem Linux-Kernel notwendig. Die Kernel-CI zeigt Grenzen und Probleme.

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Die Rust-Unterstützung im Linux-Kernel bringt organisatorische Probleme für Distributionen.
Die Rust-Unterstützung im Linux-Kernel bringt organisatorische Probleme für Distributionen. (Bild: Pixabay)

Die als einheitliche Testumgebung gedachte KernelCI unterstützt künftig auch die Programmiersprache Rust, wie der dafür zuständige Adrian Ratiu im Blog der Linux-Spezialisten Collabora schreibt. Die Rust-Integration wird erstmals offiziell mit Linux-Kernel 6.1 erscheinen. Die Umsetzung im CI-System geschieht Ratiu zufolge auf direkten Wunsch von Linux-Chefentwickler Linus Torvalds.

Die Details zeigen, dass Linux-Distributionen bei der Pflege ihrer Pakete in Bezug auf Rust im Kernel möglicherweise umdenken müssen. Das betrifft offenbar vor allem die Toolchain-Verwaltung - die konkret genutzten Compiler-Versionen für Rust. Die Rust-Community selbst empfiehlt dafür zwar das Werkzeug Rustup, dieses steht in vielen Linux-Distributionen jedoch nicht zur Verfügung.

Selbst wenn es bereitstünde, könnte es aufgrund der Pflegezyklen der Distributionen künftig sein, dass die für einen aktuellen Kernel benötigte Version nicht mehr mit der Version der Distribution übereinstimmt. Ratiu geht außerdem davon aus, dass der Rust-Support im Linux-Kernel noch längere Zeit ein "bewegliches Ziel" bleibt. Entsprechend könne dann nicht vorausgesetzt werden, dass die für den Kernel notwendige Rust-Compiler-Version der in der Distribution gepflegten Version entspricht.

Für den Linux-Kernel selbst war dies bisher kein Problem. So setzen die Entwickler auf einen vergleichsweise alten Standard der Sprache C; neue Sprachfunktionen werden, wenn überhaupt, nur konservativ eingeführt. Um das Problem zu lösen, setzt die Rust-Community auf sogenannte Editions, die bisher im Takt von drei Jahren erscheinen. Der Linux-Kernel setzt teilweise sogar auf experimentelle Rust-Funktionen, so dass es bis zur verpflichtenden Nutzung von Rust-Editionen im Kernel wohl noch Jahre dauern wird.

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