Rustls: TLS-Stack in Rust soll einfacher nutzbar werden

Das Projekt Rustls entsteht als sichere Alternative zu OpenSSL. Nun sollen technische Änderungen bei der Verbreitung helfen.

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Die Verschlüsselungsbibliothek Rustls ist in Rust geschrieben und soll größere Verbreitung finden.
Die Verschlüsselungsbibliothek Rustls ist in Rust geschrieben und soll größere Verbreitung finden. (Bild: Pixabay)

Die freie TLS-Implementierung Rustls soll künftig deutlich weitere Verbreitung finden, weshalb die unter anderem für die Zertifizierungsstelle Let's Encrypt zuständige Internet Security Research Group (ISRG) nun einige technische Verbesserungen ankündigt, die dabei helfen sollen. Zweck der größeren Verbreitung von Rustls ist es, einen sicheren Ersatz für bisher genutzte TLS-Implementierungen zu schaffen, die meist in C geschrieben sind und auch deshalb oft von Sicherheitslücken betroffen sind, wie es in der Ankündigung heißt.

Konkret umgesetzt werden soll nun etwa eine Richtlinie für Rustls, nach der der Code nie mit einer Panic abstürzen soll. Damit soll möglicherweise nicht definiertes Verhalten aus der Interaktion mit C-Code abgefangen werden. Das Panic-Verhalten von Rust zur Laufzeit ist auch einer der großen Diskussionspunkte bei der Integration von Rust-Code in den Linux-Kernel, der ebenfalls C verwendet.

Darüber hinaus soll die C-API von Rustls ausgebaut werden, damit das Projekt einfacher in bestehenden Anwendungen genutzt werden kann. Schon jetzt unterstützt Google zusammen mit der ISRG ein Projekt, um Rustls als Modul im Apache-Webserver nutzbar zu machen, der ebenfalls in C geschrieben ist. Mit der verbesserten API könnten derartige Integrationen künftig noch einfacher umgesetzt werden. Hinzu kommen sollen außerdem einige weitere Funktionen von TLS, die Rustls bisher noch nicht unterstützt.

Neben den Arbeiten an einem Curl-Backend und dem Apache-Modul möchte die ISRG darüber hinaus künftig Rustls für sämtliche TLS-Funktionen von Let's Encrypt nutzen können. Die Beteiligten hoffen, damit das bisher genutzte OpenSSL sowie weitere unsichere TLS-Bibliotheken zu ersetzen. Finanziert werden die Arbeiten an Rustls nun erneut von Google, das zuletzt seine Unterstützung für die Nutzung von Rust in der Industrie deutlich ausgebaut hat. So will Google Rust als Systemsprache für Android etablieren. Das Unternehmen gehört zu den treibenden Kräften an den Arbeiten zur Nutzung von Rust im Linux-Kernel.

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