Russland: Russische IT-Fachkräfte verlassen das Land

Mehr als 50.000 IT-Fachkräfte seien schon gegangen. Mehr folgen im April, schätzt ein Branchenverband.

Artikel veröffentlicht am , Daniel Ziegener
Als Grund nennt ein Branchenverband die internationalen Sanktionen.
Als Grund nennt ein Branchenverband die internationalen Sanktionen. (Bild: Unsplash)

Mehr als 50.000 IT-Fachkräfte sollen im März Russland verlassen haben. Grund seien "beispiellose Sanktionen und den Weggang von IT-Giganten und westlichen Plattformen", schreibt Sergey Plugotarenko, der Direktor der RAEC in einem Beitrag am Montag. Die beliebtesten Umsiedlungsziele seien die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate, Armenien, Georgien, die Länder Südostasiens und die baltischen Staaten. Für den April rechnet der Verband mit einer weiteren Ausreisewelle.

Die Schätzung kommt von der Russian Association of Electronic Communications, kurz RAEC. Der Branchenverband setzt sich aus 150 Unternehmen zusammen, darunter auch bekannte russische IT-Unternehmen wie VK und Kaspersky, aber auch russische Vertreter von Microsoft, Apple und Samsung.

"Russische Unternehmen konkurrieren um Studenten und junge mobile IT-Spezialisten nicht nur mit anderen russischen Unternehmen, sondern auch mit transnationalen IT-Giganten und Hunderten von Start-ups - wie denen in den Niederlanden, Spanien, Deutschland", schreibt die RAEC. "Dies bedeutet, dass, um junge talentierte IT-Spezialisten anzuziehen, ein Wertversprechen des russischen Arbeitgebers in Bezug auf Aufgaben, Perspektiven und Vergütung erforderlich ist."

Auch wenn als Ursache für diese Entwicklung die "beispiellosen Sanktionen" und der "Weggang von IT-Giganten und westlichen Plattformen" genannt werden, lässt der Beitrag den Krieg in der Ukraine unerwähnt. Die Wortwahl in Bezug auf den Angriff ist in Russland durch Gesetze zur Eindämmung von Fake News stark begrenzt.

Während der russische Angriff und die internationalen Sanktionen Fachkräfte aus Russland vertreiben, ist die ukrainische IT-Branche direkt von dem Krieg betroffen. In Kyjiw arbeiten viele der ansässigen Startups trotz der drohenden Belagerung durch russische Truppen so lange es geht weiter.

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Sharra 25. Mär 2022

Die meisten hierzulande würden es nicht mal schaffen über eine grüne Grenze in eines...

FreiGeistler 25. Mär 2022

Nicht in 80 Jahren. Braucht mindestens das doppelte.

dummzeuch 25. Mär 2022

Ja, die Diktatur in Deutschland ist echt schlimm. Da geht man doch lieber nach Nordkorea...

Muhaha 25. Mär 2022

Er war es. Jetzt nicht mehr.



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